Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

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Erklärbär
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von Erklärbär » 5. Sep 2018, 15:38

Ein brandenburger Wolf ist ja auch was völlig anderes als ein polnischer oder gar russischer Wolf....omg! :evil:

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TheOnikra
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von TheOnikra » 5. Sep 2018, 18:09

Ich erkenne hier vorallem als Gemeinsamkeit die Fahrlässigkeit der Besitzer. Derartige Vorfälle sind doch nichts neues.
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Erklärbär
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von Erklärbär » 5. Sep 2018, 23:18

Ich finde es trotzdem krass.

zaino
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von zaino » 6. Sep 2018, 10:15

Erstens, ohne Kette wär der Hund heimgelaufen und hätte das Haus zusammengebellt, bis die ihn reinlassen und den Wolf verjagen.

Wenn Du hierzulande eine Ente oder Hühner über Nacht ungeschützt draußen lässt, findest Du anderntags auch nur Federn wieder. Je nach Beutegreifer-Aufkommen halt.
Der Fuchs oder der Marder verfrühstücken auch mal kleine Kätzchen, wenns bequem ist.
In Russland, Polen, Kanada, USA, Lateinamerika, Türkei bis Indien, Afrika etc. etc. hast Du dann noch Wildhunde, Schakale, Coyoten, Pumas, Vielfraße, Luchse und RICHTIG große Katzen, Bären.... und und und... willst Du alle Beutegreifer dieser Welt eliminieren, weil der "Mensch jetzt den ganzen Platz braucht"?

Würdest DU Deinen Hund grundsätzlich draußen allein auf weiter Flur anketten und dann zetern, wenn ihm was passiert?
Ich hab in Mexiko schon habverhungerte, angeleinte Pferdchen vom Baum wickeln helfen, hätte die keiner befreit, wärs schlicht wg. Entkräftung und Dehydration krepiert. :(

Wie viele Tiere wurden schon versehentlich erschossen, von irgendwelchen Idioten eingepackt und mitgenommen, als Versuchstiere requiriert, oder von Perverslingen auf der Weide verletzt? Katzen und Hunde mit Gift- oder sonstwie gespickten Ködern gemeuchelt? Oder clevere Touristen lassen mal eben ein Törchen auf und das Viehzeug rennt vorn Laster?

Mir fehlt immer die Angemessenheit des Gezeters im Vergleich zum tatsächlichen "Schaden". Mit dem Verlust des armen Hundchens war leider zu rechnen, dank schierer Dummheit des Besitzers. :( Schlimm genug, denn das Tier da per Kette zur Hilflosigkeit zu verdammen, war keine Heldentat.

Benjamin2015
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von Benjamin2015 » 13. Okt 2018, 23:03

Ich sehe eine Tendenz zu Verhaltensauffälligkeiten bei den Wölfen in der Gegend um Ziesar. Ein Wolf meidet den Menschen. Dies bedeutet, dass er wesentlich scheuer als ein Reh ist. Er meidet den Menschen. Das heißt, dass man als Laie den Wolf nicht zu Gesicht bekommen kann. Er meidet den Menschen. Das bedeutet auch, dass Wölfe Hunde oder andere Tiere niemals in der Nähe von Menschen angreifen. Man kann den Satz, dass der Wolf den Menschen meidet nicht oft genug wiederholen und betonen! Unter "meiden" versteht man bei diesem Thema, dass ein normaler Mensch, der kein Profi im Bereich Tierfilme oder -fotografie ist, ihn nicht zu Gesicht bekommt. Und zwar egal wer oder was den Menschen begleitet. Er meidet ihn immer so weit er es kann. Es gehört zum Wesen eines Wolfes, dass das Meiden von Menschen über alle anderen Instinkte wie z.B. die Verteidigung des Territoriums oder Jagdtrieb steht. Es ist einfach so.

Erklärbär
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von Erklärbär » 14. Okt 2018, 00:07

Die Behauptung, dass der Wolf die Nähe des Menschen meidet, ist leider zigfach widerlegt. Im Gegenteil sucht er immer mehr die Nähe des Menschen und seinen Nutztieren. Die sehr bedauernswerten Massentötungen in Schafs- und oder Ziegenherden zeugen davon. Ich bin sehr dafür, dass alles getan werden muss, um diese Misstände zu stoppen. Allen voran Herdenschutzmassnahmen was nur geht und wenn das nichts nutzt, die Entnahme von ganzen Wolfsrudeln. Ich habe es so satt, von diesen völlig sinnlos getöteten armen Kreaturen zu lesen, auf bestialische Weise von Wölfen abgeschlachtet und völlig sinnlos liegengelassen. Das muss aufhören. Das ist mehr als unerträglich.

Natürlich ist der Mensch mitschuldig an der Situation, wenn er nicht mehr in der Lage ist, seine ihm anvertrauten Geschöpfe vor Beutegreifern zu schützen. Insofern wie gesagt, Herdenschutz first. Und wenn das nichts nutzt, letale Entnahme.

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TheOnikra
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von TheOnikra » 14. Okt 2018, 01:42

Erklärbär hat geschrieben:
14. Okt 2018, 00:07
Die Behauptung, dass der Wolf die Nähe des Menschen meidet, ist leider zigfach widerlegt. Im Gegenteil sucht er immer mehr die Nähe des Menschen und seinen Nutztieren.

Siedlungen, Autos und Nutztiere sind keine Menschen. Sichtungen werden nur häufiger, dabei kann auch nicht die Rede von gezielter Suche sein.
Erklärbär hat geschrieben:
14. Okt 2018, 00:07
Die sehr bedauernswerten Massentötungen in Schafs- und oder Ziegenherden zeugen davon. Ich bin sehr dafür, dass alles getan werden muss, um diese Misstände zu stoppen. Allen voran Herdenschutzmassnahmen was nur geht und wenn das nichts nutzt, die Entnahme von ganzen Wolfsrudeln. Ich habe es so satt, von diesen völlig sinnlos getöteten armen Kreaturen zu lesen, auf bestialische Weise von Wölfen abgeschlachtet und völlig sinnlos liegengelassen. Das muss aufhören. Das ist mehr als unerträglich.
Du betrachtest die Situation unter moralischen Aspekten und "vorderst" rationale Lösung. (Die moralisch nicht vertretbar ist.)
Sehr vermenschlichte Sichtweise auf natürliche Prozesse. So funktioniert Natur nun mal. Wäre man nicht so empfindlich könnte man die Tiere ja noch verspeißen.
Man kann einem Tier keinen moralischen Vorwurf machen und schon gar nicht darüber richten. Das wäre etisch verwerflich, das kann man nur Menschen ankreiden.
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von Lutra » 14. Okt 2018, 13:02

Wenn ich schon von "armen Kreaturen" und "anvertrauten Geschöpfen" lese kommt mir der Kaffee hoch.
Und dann noch "Wolf meidet den Menschen"...
Ihr Bären und Bennnys, könntet Ihr mal mit dem Schlagwortgeschwafel aufhören? :D

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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von Schneeflocke » 14. Okt 2018, 14:13

...also man wird nie eine Übereinstimmung zwischen Wolfsgegnern(Natur-Gegnern) und Wolfs-Freunden finden... Das wurde in diesem Forum schon immer sehr deutlich.
Man kann Natur-fremde "schiss"Bären auch niemals vom Gegenteil überzeugen: aus ihrer Sicht haben sich alle nach ihren rosaroten Vorstellungen zu vertragen deren Regeln allein der Mensch diktiert...

Schneeflocke
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Re: Brandenburg: Hündin verletzt durch Angriff von Wölfen

Beitrag von Schneeflocke » 14. Okt 2018, 14:20

Nachsatz:
Der Mensch hält sich doch für so superschlau... Dann müsste er doch auch in der Lage sein, seinen Hund vor einer Wolfsbegegnung mit "Berührung" zu schützen...
Ganz ehrlich: wenn ich meinen Hund jagen, hetzten, sprich "wildern" lasse.. Dann weiß ich doch auch, dass er evtl abgeschossen wird.
Und über wen regt man sich dann auf? Über den blöden Jäger, der den Hund abkeknallt hat? Über das blöde wild, welches den Hund dazu verleitete nach zu springen? Über die Gesetzgebung, die es Jägern erlaubt, wildernde HUNDE zu schießen??

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