Lutra hat geschrieben: 25. Okt 2017, 21:02
fuchs hat geschrieben: 25. Okt 2017, 20:50
Du hast eine falsche Vorstellung von der mittleren und oberen Elbe.
Ich wohne in Fahrradentfernung von der Elbe und kenne schon einige Bereiche an der oberen und mittleren Elbe. Die hat schon ein festes Ufer, was natürlich ab und zu überschwemmt wird, genau so, wie Bereiche des Flußbettes bei Niedrigwasser trocken fallen. Aber wie gesagt, ich hab es eben noch nicht gesehen, dass der Deich unmittelbar am Ufer lang läuft. Kann es ja trotzdem geben.
Das ist nicht so wirklich häufig. Häufig an der mittleren Elbe sind die weit hinten liegenden (teilweise mehrere Kilometer) Deiche. Solche Deiche werden auch nicht beweidet, da kommt ab und an der Balkenmäher vorbei.
Aber ab und an gibt es die andere Situation, Deich geht faktisch in die Elbe über. Das ist oft bei alten Siedlungen so, mir fällt beispielsweise der Bereich Pretzsch ein. Da sind es zwischen variabler Uferlinie und Schloss nur wenige Meter. Solche Bereiche sind gleichzeitig Einschnürungen für eine Elbe mit auch nur leichtem Hochwasser, also daher besonders kritische Stellen. Die Beweidung, es wurde schon angedeutet, zieht nicht allein darauf, den Bewuchs kurz zu halten. Die Tiere sollen zudem vor allem den Deich festtreten, Löcher von Wühlmäusen, Maulwürfen usw. verschließen und diese Tiere möglichst vergrämen.
In Sachsen-Anhalt gab es gerade so einen Fall: Es konnte keinen Zaun zur Elbe hin geben. Vermutlich sind die Wölfe genau von dort gekommen. Und anschließend spielen mehrere Behörden "Schraps hat den Hut verloren": Was die eine Behörde fordert, verbietet die nächste Behörde strikt. Entschädigung - keine.