Unfälle mit Pferden

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zaino
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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von zaino » 2. Sep 2019, 22:53

Ähm, so richtig einen Roten Faden haben einige von Euch Kerls hier aber auch nicht - im Gegentum. ;) Aber lasst uns diesen Fred jetzt doch bitte endgültig zuklappen.

Wolfs-Theoretiker
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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von Wolfs-Theoretiker » 2. Sep 2019, 23:04

Hallo Nina,
guten Abend.
Ich beziehe mich mal auf den nachfolgenden Satz: "Wie Zaino schon angeführt hat, gibt es laut Wotschikowsky keine andere Begründung
für das Töten der Welpen als die aus rein jagdlichem Kalkül und beutekonkurrenzgetriebenen Grund".

Ich selbst habe von U.W. schon mal einen Satz gelesen, worin er zur Populationsreduzierung(ich schreibe nur sinngemäß) vorgeschlagen
hat, daß man die Welpen aus dem Bau nimmt, wobei Eltern als Rudel erhalten bleiben, alles ohne Schießen oder so.

Also auch U.W. war wenn es sein mußte ein Prakmatiker.

In dem Sinn

Grüsse, WT
"Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen." Jean-Jacques Rousseau

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SammysHP
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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von SammysHP » 3. Sep 2019, 06:34

@Wolfs-Theoretiker Bitte nochmal die vorherigen Beiträge lesen.

@alle Bitte wieder zurück zum Thema.

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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von Wolfs-Theoretiker » 3. Sep 2019, 08:22

Hallo SammysHP,
guten Morgen.
Danke für den leichten Schlag auf meinen Hinterkopf.
Habe es gelesen, betrifft nicht unsere Wölfe, sondern Yukon oder so.
Sorry!

Werde mich wieder dem eigentlichem Thema zuwenden.

Grüsse, WT
"Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen." Jean-Jacques Rousseau

Nina
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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von Nina » 3. Sep 2019, 13:22

Wir wissen ja wohl alle, aus welchen Gründen dieser Thread erstellt worden ist: Weil dem Erklärbär regelmäßig in anderen Threads die Argumente fehlen, sucht er verzweifelt nach einem persönlichen Angriffspunkt. Weil ich an anderer Stelle zum Thema Wolf verlauten ließ, dass ich durch die Pferde über eigene Erfahrungen und Praxis in Zaunbau und Weidetierhaltung verfüge, geht die Phantasie mit dem Erklärbären und einigen anderen Kandidaten hier offensichtlich durch. Ob jetzt Kutschenunfälle, Turniersportaktivittäten, Autobahnunfälle mit Pferdeanhängern - das hat nicht nur rein gar nichts mit dem Thema Wolf, sondern ebenso wenig mit meinem Alltagsgeschehen zu tun. Der erhoffte Effekt des vermeintlich persönlichen Angriffs als Ersatz für ein "Argument" verpufft einfach.

Lutra hat natürlich recht, dass man solche Troll-Threads, die fernab jeglichem Zusammenhangs zum Thema Wolf in Absicht rein persönlicher Angriffe erstellt werden, den Selbstgesprächen des Trolls überlassen sollte. Nun hat aber ausgerechnet der Forenbetreiber den ausgelegten Köder angebissen und allen Ernstes behauptet, dass das Thema Unfälle mit Pferden gleichermaßen irrelevant in der Wolfsdebatte sei wie das Thema Unfälle bei der Jagd.

Das trifft aber nicht zu, weshalb ich als Antwort ganz beabsichtigt genau in diesem Thread die Erklärungen dreier Jäger und Wolfsexperten zitiert habe, die selbst die enge Verknüpfung der Themen Wolf und Jagd hergestellt und erläutert haben. Und da die Jagdverbände als Begründung für die gewünschte Wolfsbejagung die Risiken anführen, die angeblich von den Wölfen ausgehen, gehört es unandingbar zur Debatte, die realen Risiken der Jagd dem Risiko durch den Wolf gegenüberzustellen. Wenn die Jagd mehr Opfer fordert als der Wolf, ist sie keine Problemösung, sondern das viel größere Problem.

Letztlich hat der Erklärbär einmal mehr seine eigentlichen Absichten entlarvt, indem er selbst seinen eigenen Pferdeunfall-Thread geschrottet und die Diskussion "Unfälle mit Pferden" in Richtung des Themas "Wolfswelpentötung" umgelenkt hat. Dabei hat er in geschmackloser Weise den gerade verstorbenen Ulrich Wotschikowsky in das üble Licht zu rücken versucht, dass dieser diese Wolfsbestandsreduktion gutheißen würde.

Letztlich geht es durch Verfälschen, Verzerren und selektiv vom Gesamtkontext Trennen einfach nur darum, zu provozieren und zu emotionalisieren - und zwar um jeden Preis, gerne auch auf Kosten kürzlich Verstorbener.

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Re: Jäger verwechselt...

Beitrag von Erklärbär » 8. Nov 2019, 11:08

Wir hatten hier ja schon mal das Thema Pferdesport in die unsägliche Diskussion über die bösen Jäger mit einbezogen...

Aktuell auf SPON dazu:
Der Todesfluch von Santa Anita Park

Auf einer Rennstrecke in Kalifornien sterben jährlich mehr als 40 Pferde. Warum wird die Anlage nicht geschlossen?
https://www.spiegel.de/plus/santa-anita ... 0166735209

Warum werden Pferde so qualvoll missbraucht?

Jeder Jäger muss eine staatliche Prüfung machen. Pferdehalter nicht...
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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von Nina » 10. Nov 2019, 16:22

Erklärbär hat geschrieben:Warum werden Pferde so qualvoll missbraucht?
Oh, ist das rührend. Du, frag doch einfach mal den Trump! Oder lies das:
Die Galoppbahn Santa Anita Park in Kalifornien gilt als "Pferdefriedhof". [...] Trotz der weiter anhaltenden Todesserie soll in einer Woche der "Breeders' Cup" (1./2. November) in Santa Anita Park ausgetragen werden. Der Veranstalter der mit rund 22 Millionen Dollar höchstdotierten US-amerikanischen Rennserie hatte sich im Juni dafür ausgesprochen.

SPIEGEL, 26.10.2019: Todesserie auf kalifornischer Galopprennbahn hält an https://www.spiegel.de/sport/sonst/sant ... 93503.html
Erklärbär hat geschrieben:Jeder Jäger muss eine staatliche Prüfung machen. Pferdehalter nicht...
Wenn Du schon mit Beispielen aus den USA kommst: Dort musst Du je nach Bundesstaat einfach nur US-Bürger sein oder Einwanderer mit ständiger Aufenthaltserlaubnis, und dann kannst Du Waffen kaufen gehen oder Dir welche per Post schicken lassen.

Übrigens - die, die Pferde in den Rennen reiten - Jockeys genannt - müssen in Deutschland eine dreijährige Ausbildung zum Pferdwirt mit Schwerpunkt Rennreiten absolvieren und in mindestens 50 Rennen der Klasse A Praxiserfahrung sammeln, bevor sie sich Jockey nennen dürfen. Das ist doch etwas mehr als ein Zwei-Wochen-Kurs in einer Jagdschule zum Wildtiere-Töten. Und zum Tagesgeschäft des gewöhnlichen Pferdehalters oder -reiters in Deutschland gehört es auch nicht gerade, sein eigenes Tier aus Lust am Töten um die Ecke zu bringen.

Denn was die grausamen Bilder angeht, tun sich aus meiner Sicht brutale Pferderennen aus Profitgier und Jagd ziemlich wenig, wenn man mal die Jagdliteratur in Sachen "Nachsuche" studiert. Sehr empfehlenswert ist z. B. das Buch "Rund um die Nachsuche" von Bernd Krewer (Neumann-Neudamm Verlag Melsungen, 2003). So "köpft" der "Trägerschuss" bestenfalls das Reh, den "besonders mutige Kunstschützen gerne unter dem Vorwand der Wildbretschonung antragen". Bei größeren Tieren kommt es in dem Fall allerdings zu äußerst unschönen Erscheinungen wie dem Äser- oder Gebrechschuss. Flüchtende Sauen mit schwersten Gesichtsverletzungen "pflügen mit dem zerschossenen Gebrech nicht selten den Boden". Seite 30 ziert ein Foto eines solchen Tieres, das nicht erfolgreich nachgesucht werden konnte und deshalb "elendig verhungert und verludert" ist. Ein Vorderlaufschuss dagegen ist nichts anderes, als einem Wildtier durch den Schuss ein oder beide Vorderläufe zu brechen: "Wild knickt dort ein, wo ihm die Stütze weggeschlagen wurde." Diese Tiere erkennt man beim "Wegflüchten" an einem "unkoordinierten Bewegungsablauf", bei dem "der zerschossene Lauf" auch "oft schlenkert". Beim "Brustkernschuss" erleidet das Tier Atemnot, was dadurch erkennbar sei, dass es zwischen dem Flüchten mit tiefen Kopf und offenem "Äser" immer wieder kurz stehenbleibt. Manche flüchten noch mit einem Krellschuss in die Wirbelsäule, andere mit einem Keulenschuss in die hinteren Gliedmaßen. Der Autor berichtet auch von einem Leberschuss, den das flüchtende Tier "ausheilen" konnte - und der erst später bei einem erneuten Beschuss entdeckt wurde, als das Wildschwein bei einer späteren Jagd getötet wurde. Es wird empfohlen, nur die weitestgehend tödlichen Treffer unmittelbar nachzusuchen und sich "schwierige Nachsuchen, also beispielsweise Lauf-, Krell-, Keulen und sonstige Schüsse" für den "Folgetag aufzuheben."

So sehr ich diese kommerzgesteuerten Pferderennen verachte und sie am liebsten verbieten ließe - passieren dort aber Unfälle mit Brüchen etc., werden die Tiere in der Regel sofort getötet und nicht erst am Folgetag, wenn denn überhaupt. Beim Schlachter wäre die Empörung ebenso gerechtfertigt, wenn Schweine nicht sorgfältig getötet wurden und den Brühvorgang noch lebendig durchlaufen oder die Betäubung vor dem Töten nicht funktioniert. Man stelle sich mal vor, wenn ein Teil der Tiere voller Adrenalin noch schwerst verletzt durch den Schlachthof toben und erst einen Tag später erlöst werden würden - oder eben gar nicht, weil man sie erst finden würde, wenn sie in irgendeiner Ecke verhungert oder sonstwie verreckt wären.

Aus den zuvor skizzierten Gründen wird schnell ersichtlich, warum die plötzlich zur Schau gestellte Empathie mit den armen Rennpferden wenig authentisch rüberkommt.

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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von Erklärbär » 10. Nov 2019, 21:26

Du meinst also, ich habe weniger Empathie für angeschossene Wildtiere als knochengebrochene Pferde?

Du hältst mich vermutlich für den Gottseibeiuns persönlich.

Du musst mich ja kennen. Wenn Du so gut über mich Bescheid weißt.

PS: Und nein, ich muss nicht Trump fragen.
Nach Erhebungen von Peta sind seit 2015 bei Galopprennen in Deutschland mindestens 41 Pferde getötet worden.
(keine Gewähr für diese Aussage, ist ja von PETA. Die Insider können den Wahrheitsgehalt ja überprüfen.
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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von Nina » 11. Nov 2019, 14:05

Ach Erklärbär, bitte nicht gleich schon wieder pathetisch losweinen, weil ich (mal wieder) einen Deiner ewigen Äpfel-Birnen-Vergleiche - dieses Mal von der Jagd in Deutschland mit einem Pferderennen in den USA - faktengecheckt habe.
Erklärbär hat geschrieben:Auf einer Rennstrecke in Kalifornien sterben jährlich mehr als 40 Pferde [...] Warum werden Pferde so qualvoll missbraucht? Jeder Jäger muss eine staatliche Prüfung machen. Pferdehalter nicht...
Und ich habe Dir erklärt, dass die Leute in Deutschland, die gewerblich mit den Rennpferden umgehen, sie reiten und trainieren - die Jockeys - eine dreijährige Ausbildung machen müssen, während Waffenbesitzer in den USA keinerlei Ausbildung für ihren Waffenbesitz und -gebrauch benötigen.

Also schnell unter Tränen zurückrudern und noch mühsam noch ein paar Pferdeopfer aus deutschen Pferderennen ausfindig machen:
Erklärbär hat geschrieben:PS: Und nein, ich muss nicht Trump fragen.
Nach Erhebungen von Peta sind seit 2015 bei Galopprennen in Deutschland mindestens 41 Pferde getötet worden.
Mit anderen Worten: Bei Pferderennen in Deutschland sterben demnach nicht einmal 10 Pferde pro Jahr.

Mal so zum Vergleich: Allein 2018 wurden 6.396 Pferde in Deutschland gewerblich geschlachtet. Die offizielle Jagdstrecke der Jäger in Deutschland beträgt allein für das Jagdjahr 2017/18 satte 4.131.036 erlegte "Stücke" - und da sind die Krähen, Kormorane, Hunde, Katzen etc. alle noch nicht mal mit eingerechnet. Millionenfaches sinnloses Tierleid und -sterben zu menschlichen Hobbyzwecken. Wo bleibt denn da Deine Empathie? Siehste.

Und bevor Du Deine wenig authentischen Tränendrüsen-Betätigungen noch weiter endlos wiederholst, lies doch bitte einfach nochmal, was hier schon mehrfach gepostet wurde:
Nina hat geschrieben:Warum auf belegte und berechtigte Jagdkritik immer der kommerzielle Pferdesport ins Feld geführt wird, lässt sich leicht beantworten: Es fehlen entsprechende Argumente zum eigentlichen Thema. Dass weder ich noch Zaino Akteure in dieser Sparte sind und selbst Kritik daran üben, ist den Herren in ihrem blinden Eifer gar nicht aufgefallen.
Nina hat geschrieben:Ich habe mit dem kommerziellen Pferdesport so wenig zu tun wie mit der ersten Fußball-Bundesliga oder dem wieder eingeführten Stierkampf auf Malle.
Die Kritik daran trifft mich nicht, ich betreibe das weder aktiv noch nehme ich als Zuschauer an sowas teil. Leute, die sich für das Wohl von Tieren engagieren, begrüße ich, aber dann doch bitte aus ehrlichem Interesse.
Haben wir ja auch erst zig Mal durchdiskutiert: :roll:
viewtopic.php?f=7&t=2003&p=41281&hilit= ... ort#p41281
viewtopic.php?f=22&t=2417&p=29378&hilit=pferde#p29378
viewtopic.php?f=7&t=2829&p=36492&hilit= ... ort#p36492
viewtopic.php?f=22&t=2734&p=34136&hilit ... ort#p34136

Soll ich Dir jetzt ein virtuelles Taschentuch reichen?

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Re: Unfälle mit Pferden

Beitrag von SammysHP » 11. Nov 2019, 20:01

Ich habe hier ein wenig aufgeräumt und einige Beiträge gelöscht. Ihr sollt euch nicht über euch unterhalten (wenn man dabei von Unterhaltung sprechen kann), sondern über das Thema. Wenn ihr euch über eure gegenseitige Wertschätzung auslassen wollt, macht das bitte per PN.

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