Nützlichkeit des Wolfs

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Erklärbär
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Erklärbär » 17. Mär 2019, 14:45

Yummie hat geschrieben:
17. Mär 2019, 14:11
Und der Bayrische Wald ist kein Ökosystem oder wie????
Natürlich. Nur spielt der Wolf darin keine Rolle.

Es gibt dort auch keine Grizzly Bären, keine Koyoten, keine Elche, keine Schwarzbären und keine Bison.

Und der Bayrische Wald funktioniert trotzdem. Warum?

Yummie
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Yummie » 17. Mär 2019, 15:17

Soso, er funktionert trotzdem... Frag mal einen Förster....

Erklärbär
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Erklärbär » 21. Mär 2019, 22:47

Nina hat geschrieben:
13. Mär 2019, 13:23
harris hat geschrieben:Aber du weißt, dass wenn du ein Glas Wasser aus der Leitung trinkst mehr Blei aufnimmst, als wenn du dein ganzes Leben Wild essen würdest?
Umweltbundesamt:
Bleirohre und damit bleihaltiges Trinkwasser kann es höchstens noch in älteren Gebäuden geben (Baujahr vor 1973).

Umweltbundesamt, Blei im Trinkwasser https://www.umweltbundesamt.de/umweltti ... textpart-1
Deutscher Jagdverband:
Während Kupfer und Zink essenziell für den Menschen sind, gilt Blei als hochgiftig. Es ist unbekannt, welche Dosis Blei keine Wirkung auf den Menschen hat. [...] Sollte Wild jedoch extrem häufig (50 bis 90 Mal pro Jahr) verzehrt werden, sei dies ein Risiko, so die Forscher. Besondere Bedenken äußern Experten bei Kindern und schwangeren Frauen. Gerade im Stadium der frühkindlichen Entwicklung kann die Aufnahme kleinster Mengen von Blei Einfluss auf Gehirn und Nervensystem haben. Als Hauptrisikogruppe identifiziert das BfR Jägerfamilien.

Deutscher Jagdverband: Blei im Wildbret https://www.jagdverband.de/content/blei-im-wildbret
Und während Jäger sich über das Risiko informieren und eine willentliche Entscheidung treffen können, sind die Asfresser in der Natur der Willkür der Jäger schutzlos ausgeliefert. Unter Naturschutz verstehe ich da etwas anderes. Der Wolf tötet bleifrei und ist damit nützlicher und schonender für die Natur als der menschliche Jäger.

Bundesinstitut für Risikobewertung:
Da die Abnahme der Bleigehalte im Blut auf unbedenkliche Werte bei bleiexponierten Personen nicht kurzfristig erfolgt, sollte die für Schwangere abgeschätzte tolerierbare Bleizufuhr prinzipiell für alle Frauen im gebärfähigen Alter gelten. Blei im Knochen hat eine extrem lange Halbwertzeit von bis zu einigen Jahrzehnten (ATSDR 2007).

Bundesinstitut für Risikobewertung: Bleibelastung von Wildbret durch Verwendung von Bleimunition bei der Jagd
Stellungnahme Nr. 040/2011 des BfR vom 3. Dezember 2010, Seite 27
https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/bleibe ... r-jagd.pdf
Wildfleisch gehört zu den am höchsten mit Blei belasteten Lebensmitteln. Eine wesentliche Ursache dafür ist die bei der Jagd verwendete Bleimunition, die im geschossenen Wild Bleipartikel hinterlassen kann. In Abhängigkeit von der Geschossart dringen Geschossfragmente
und kleinste Bleisplitter tief ins Wildbret ein und sind dort kaum erkennbar, so dass selbst eine großzügige Entfernung des Fleisches um den Schusskanal nicht immer ausreicht, um vergleichsweise hohe Kontaminationen des gewonnenen Fleisches zu vermeiden.
[...] Blei ist schon in kleinen Mengen schädlich. Bereits bei geringen Konzentrationen im Körper kommt es zu negativen gesundheitlichen Effekten. Außerdem reichert sich Blei im Organismus an. Es kann die Blutbildung, innere Organe wie die Nieren sowie das zentrale Nervensystem schädigen und lagert sich in den Knochen ab.

Bundesinstitut für Risikobewertung: Bleibelastung von Wildbret durch Verwendung von Bleimunition bei der Jagd
Stellungnahme Nr. 040/2011 des BfR vom 3. Dezember 2010, Seite 1
https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/bleibe ... r-jagd.pdf
Und um noch einmal auf die gesundheitliche Problematik des Bleientrags für Aasfresser zurückzukommen:
Die betroffenen Arten fressen vor allem Säuger- und Vogelarten einschließlich Aas. In einer Reihe von Fällen wurden Bleischrote und Projektilreste in den Mägen dieser Arten gefunden, so auch bei Seeadlern. Zudem wurden fast alle bleivergifteten Adler in Deutschland in der Hauptjagdzeit gefunden [...]. Interessant ist der Vergleich mit Untersuchungen in Frankreich: während der Jagdsaison hatten Rohrweihen signifikant erhöhte Blutbleiwerte und viele Gewölle enthielten Bleigeschossreste (PAIN et al. 1997).

Langgemach, Kenntner, Krone, Müller, Sömmer: Anmerkungen zur Bleivergiftung von Seeadlern, Natur und Landschaft, 81. Jahrgang 2006 (Heft 6) https://lfu.brandenburg.de/media_fast/4 ... e_blei.pdf
Ich kann mich nur wiederholen: Unter Naturschutz verstehe ich etwas anderes - und im Gegensatz zum menschlichen Jäger ist der Wolf ein "Naturschützer" - völlig frei von toxischen Nebenwirkungen für Mensch, Wildtier und Umwelt.
Die Alternativen zum Blei sind teilweise viel schlechter für die Umwelt, wie an der TUM herausgefunden wurde.

https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pr ... cle/34649/

Vielleicht wäre es an der Zeit, wieder die Jagd mit Pfeil und Bogen einzuführen.

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