Jagdstrecken - Tabellen

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Nina
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Re: Jagdstrecken - Tabellen

Beitrag von Nina »

LANDKREIS CELLE

Rotwild:

2019/2020: 941
2018/2019: 1026
2017/2018: 1037
2016/2017: 1160
2015/2016: 1067
2014/2015: 1160
2013/2014: 1422
2012/2013: 1528
2011/2012: 1599
2010/2011: 1552
2009/2010: 1827
2008/2009: 1728
2007/2008: 1490
2006/2007: 1499
2005/2006: 1539
2004/2005: 1295

Rehwild:

2019/2020: 4126
2018/2019: 4031
2017/2018: 3750
2016/2017: 4297
2015/2016: 3865
2014/2015: 3471
2013/2014: 4238
2012/2013: 4560
2011/2012: 4201
2010/2011: 4107
2009/2010: 5249
2008/2009: 4442
2007/2008: 4682
2006/2007: 4038
2005/2006: 4450

Schwarzwild:

2019/2020: 4609
2018/2019: 2994
2017/2018: 3810
2016/2017: 3702
2015/2016: 2254
2014/2015: 2380
2013/2014: 2695
2012/2013: 3204
2011/2012: 2642
2010/2011: 3388
2009/2010: 3603
2008/2009: 3752
2007/2008: 3534
2006/2007: 1825
2005/2006: 2729
2004/2005: 2672
2004/2005: 3982
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Nina
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Re: Jagdstrecken - Tabellen

Beitrag von Nina »

Landkreis Lüneburg

Rotwild

2011/12: 214
2012/13: 301
2013/14: 242
2014/15: 241
2015/16: 278
2016/17: 263
2017/18: 219
2018/19: 216
2019/20: 184

Rehwild:

2011/12: 4439
2012/13: 4993
2013/14: 4704
2014/15: 4410
2015/16: 4447
2016/17: 5821
2017/18: 4209
2018/19: 4631
2019/20: 4602

Schwarzwild:

2011/12: 2315
2012/13: 2906
2013/14: 2299
2014/15: 2384
2015/16: 2283
2016/17: 3571
2017/18: 3716
2018/19: 2983
2019/20: 3793

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Jagd in Niedersachsen, Landesjagdberichte Download https://www.ml.niedersachsen.de/startse ... -5138.html

Ich erinnere nochmal an die Worte eines Hegeringleiters im Landkreis Lüneburg:
Merkliche Rückgänge bei allen Schalenwildarten bis zu 50 Prozent sind in den letzten Jahren zu verzeichnen. Sichtungen von Rehwild sind in einigen Gebieten zur Ausnahme geworden. Insgesamt eine bedrückende Entwicklung und schwer zu akzeptierende Situation. Modellkalkulationen belegen, dass Wölfe mehr Wildbret aus der Region entnehmen als die Abschüsse der Jäger.

(Lopautalnachrichten Juni 2016, Seite 24)
viewtopic.php?f=22&t=2195

Dasselbe für den Landkreis Celle: Der Celler Kreisjägermeister Hans Knoop hatte den Umweltausschuss 2019 über die aktuelle Situation bezüglich der Wölfe informiert und die Einschätzung geäußert, dass die Jagdstrecken aufgrund der Wölfe rückläufig sein werden.
Jäger: Wegen Wölfen wird weniger Wild geschossen

Er rechnet zudem damit, dass die Jagdstreckenergebnisse im Kreis Celle durch die Wölfe zurückgehen werden. Endgültige Zahlen lägen zwar noch nicht vor. "Meine Einschätzung ist aber, dass sie in einigen Hegeringen erheblich nach unten gehen", sagte er mit Blick auf sinkende Abschusszahlen bei Rot-, Schwarz- und Rehwild.

Cellesche Zeitung, 30.01.2019: Grüne wollen Wölfe vor Autos schützen https://www.cz.de/Celler-Land/Aus-dem-L ... -schuetzen
viewtopic.php?f=22&t=2195&start=60

Da klaffen der von Jägern rein gefühlte Rückgang des Wildbestands und die nüchternen Fakten auch im Jahre 2021 - trotz stetig zunehmender Wolfsbestände in Niedersachsen - weit auseinander. Immer noch.
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Nina
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Re: Jagdstrecken - Tabellen

Beitrag von Nina »

Behaupten die Jäger doch immer wieder, der Wolf fräße ihnen die Beute weg!!!
Demnach vertrat Ehlen den „Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen“ (ZJEN) als deren Präsident, Dammann-Tamke sprach für die Landesjägerschaft Niedersachsen, ebenfalls in der Rolle des Präsidenten.
Für Ehlen war klar: Die Jagden sollen wertvoll bleiben. Dabei störe der Wolf empfindlich. Wo er auftritt, reißt er unter anderem Schalenwild, Schwarzwild und Hirsche. Ein Dilemma für Jagdbesitzer, weil sich das auf die Wildbestände auswirkt, die im Normalfall von Jagdpächtern geschossen werden können. So sinke der Wert der Gebiete – für die Pacht genauso wie für die Wiederveräußerung. „Das ist auch ein Stück weit Enteignung“, so Ehlen. Zur Untermauerung seiner Argumentation zeigte der ZJEN-Vorsitzende Grafiken vom Wildrückgang und Bilder von blutigen Schaf- und Kuhkadavern.


Rotenburger Rundschau, 24.05.2019: Wolf ja, aber ... https://www.rotenburger-rundschau.de/na ... 24504.html
Also aus den Landesjagdberichten scheinen die Zahlen für die "Grafiken vom Wildrückgang" jedenfalls nicht zu stammen. Ganz aktuell ergänzt um das Jahr 2020/21:

Niedersachsen:

Rotwild

2016/17: 7.543
2017/18: 6.920
2018/19: 7.029
2019/20: 6.431
2020/21: 6.506

Damwild

2016/17: 12.695
2017/18: 11.651
2018/19: 11.483
2019/20: 11.756
2020/21: 12.062

Rehwild

2016/17: 139.342
2017/18: 121.755
2018/19: 128.851
2019/20: 134.321
2020/21: 133.547

Schwarzwild

2016/17: 56.185
2017/18: 68.992
2018/19: 55.742
2019/20: 70.481
2020/21: 61.960

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Jagd in Niedersachsen https://www.ml.niedersachsen.de/startse ... -5138.html
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Nina
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Re: Jagdstrecken - Tabellen

Beitrag von Nina »

Aus gegebenem Anlass: Landkreis Cuxhaven: Jäger beklagen Wildschmelze durch den Wolf

Laut zurückgetretenem Wolfsberater und (selbst Jäger) Hermann Kück beklagen die Jäger im Landkreis Cuxhaven, dass ihre Wildbestände "schmelzen":
Ich nehme verstärkt die Sorgen der Bürger wahr, die viele Fragen haben. Mein Telefon steht kaum still, nicht alle kann ich mehr mit Überzeugung beraten. [...] Bei den Jägern, deren Wildbestände schmelzen - aktuell ca ein Dutzend Wölfe auf der revierübergreifenden Drückjagd um den Bülter See am 20.11.2021 - im Treiben.

Bremervörder Anzeiger, 25.11.2021: Wolfsberater tritt zurück „Mir geht die Überzeugung verloren“
Landkreis Cuxhaven (eb). Hermann Kück zieht Konsequenzen aus der Zunahme der Wolfspopulation und dem Umgang damit durch die Politik. Zudem nehme die Aggression in der Argumentation Andersdenkender zu.
https://www.anzeiger-verlag.de/bremervo ... g-verloren
Da schmilzt nix, jedenfalls nicht bei den Beutetieren der Wölfe, wie die Jagdstrecken im Landkreis Cuxhaven belegen:

Rotwild (auch vor der Rückkehr der Wölfe 0)
2009/2010: 0
2010/2011: 0
2011/2012: 0
2012/2013: 0
2013/2014: 0
2014/2015: 0
2015/2016: 0
2016/2017: 0
2017/2018: 0
2018/2019: 0
2019/2020: 0
2020/2021: 0

Damwild
2009/2010: 973
2010/2011: 1051
2011/2012: 1247
2012/2013: 1283
2013/2014: 1278
2014/2015: 1311
2015/2016: 1317
2016/2017: 1266
2017/2018: 1229
2018/2019: 1281
2019/2020: 1222
2020/2021: 1298

Muffelwild (auch vor der Rückkehr der Wölfe 0):
2009/2010: 0
2010/2011: 0
2011/2012: 0
2012/2013: 0
2013/2014: 0
2014/2015: 0
2015/2016: 0
2016/2017: 0
2017/2018: 0
2018/2019: 0
2019/2020: 0
2020/2021: 0

Rehwild
2009/2010: 4577
2010/2011: 4754
2011/2012: 4483
2012/2013: 4659
2013/2014: 4769
2014/2015: 4190
2015/2016: 4346
2016/2017: 4563
2017/2018: 3913
2018/2019: 4151
2019/2020: 4607
2020/2021: 4169

Schwarzwild
2009/2010: 1466
2010/2011: 1399
2011/2012: 987
2012/2013: 796
2013/2014: 657
2014/2015: 902
2015/2016: 729
2016/2017: 1061
2017/2018: 1079
2018/2019: 1490
2019/2020: 1727
2020/2021: 1513

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Jagd in Niedersachsen, Landesjagdberichte https://www.ml.niedersachsen.de/startse ... -5138.html
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Richard M
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Wohnort: Landkreis Augsburg

Re: Jagdstrecken - Tabellen

Beitrag von Richard M »

Seit einigen Wochen versuche ich auf https://www.wildtierportal.bayern.de/index.php Informationen zu den jagdstrecken in bestimmten Gebieten zu bekommen. Es funktioniert nicht, mit dem Hinweis:
Die Streckendaten ausgewählter Wildarten werden vorübergehend im PDF-Format unter der Rubrik "Jagdstrecke" der Wildtiersteckbriefe zur Verfügung gestellt. Die Darstellung mittels interaktiver Karten ist zum momentanen Zeitpunkt leider nicht möglich
Vielleicht möchte die Jägerschaft absichtlich der Öffentlichkeit die Möglichkeit dieser detaillierten Information nehmen. Besonders würde mich aktuell das erlegte Reh- und Rotwild in den Landkreisen Ober- und Ostallgäu interessieren, wo es aktuelle Wolfsnachweise gibt und die üblichen Bevölkerungsgruppen herumzetern und den Abschuss der Wölfe fordern.
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland
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