Bauernaufstand

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Lutra
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Re: Bauernaufstand

Beitrag von Lutra »

Nina, hast Du vergessen, das als "Satire" zu kennzeichnen? 😉

Um den Vergleich mit der Corona-Impfung vom Hinken zu erlösen, müsste man die Zuckerrüben impfen, um deren Immunabwehr gegen das Virus zu aktivieren.
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Nina
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Registriert: 10. Feb 2016, 13:25

Re: Bauernaufstand

Beitrag von Nina »

Wenn man es nur einfach und geschickt genug erklärt, glauben die Menschen irgendwann daran.
Die Pflanzen sollen vor der Blattlaus geschützt werden, sagt Heinrich-Hubertus Helmke, Geschäftsführer des Dachverbands Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ). [...] Die Pflanzen können Sonnenlicht dann nicht mehr in Zucker umwandeln. Sie bringen keinen Ertrag mehr: "Im Extremfall kann das mehr als 50 Prozent ausmachen", sagt Helmke. [...] "Dieses Mittel ist richtig giftig, es schädigt nicht nur die Laus, sondern alle Insekten", sagt Axel Ebeler, stellvertretender Landesvorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Niedersachsen. "Wenn von den Honigbienen einige ausfallen, überlebt das Volk. Wenn aber eine Wildbiene, die solitär lebt, stirbt und die Brut stirbt, ist das dramatisch bei den Wildbienenarten." Helmke widerspricht. Wildbienen und andere Nützlinge flögen nur zu Pflanzen, die blühen, weil sie den Nektar saugen wollen. Zuckerrüben aber blühten nicht, betont er: Sie würden geerntet, bevor sie blühen können. "Wir haben das Mittel 20 Jahre im Einsatz gehabt, ohne dass irgendwo Schäden an Nützlingen festgestellt wurden", sagt er.

NDR, 27.03.2021: Streit um Neonics: Wie schädlich ist das Insektengift? https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... cs100.html
Wenn die getöteten Insekten nicht sichtbar millionenfach vom Himmel regnen, kann es ja wohl auch kein Insektensterben geben.
In den vergangenen 27 Jahren sind laut einer Studie 75 Prozent der fliegenden Insekten in Deutschland verschwunden. Und ohne ein radikales Umdenken in der Landwirtschaft könnten schon in zehn Jahren auch die restlichen Bienen, Hummeln und Libellen ausgerottet sein. [...] Nach der Veröffentlichung der Krefelder Studie hagelte es von industriefreundlicher Seite Kritik unter der Gürtellinie. Die Autoren seien Hobbyforscher, hieß es – obwohl unter ihnen international anerkannte Experten sind. Die Datenerhebung sei unzureichend – obwohl es bislang keine gründlichere Erhebung in Deutschland gibt. Die Auswertung sei mangelhaft – obwohl ausgewiesene Statistiker sie an Universitäten fachgerecht durchgeführt hatten.

Deutschlandfunk Kultur, 25.01.2018: Bedrohte ÖkosystemeDas leise Sterben der Insekten https://www.deutschlandfunkkultur.de/be ... _id=409173
Klar, 20 Jahre im Einsatz ohne (mit bloßem Auge sichtbare) Schäden an Nützlingen - und naiv dargestellt, bleibt natürlich auf dem Zuckerrübenfeld, was aufs Zuckerrübenfeld ausgebracht wurde.
Studie zu Umweltgiften: Pestizide verbreiten sich kilometerweit durch die Luft

Pestizide wie Glyphosat landen meist nicht nur auf den Äckern, sondern auch weit davon entfernt. Die Bundesumweltministerin nennt die Ergebnisse besorgniserregend.
[...] In der Landwirtschaft verwendete Pestizide und deren Abbauprodukte verbreiten sich einer Studie zufolge kilometerweit durch die Luft. [...] Selbst auf der Spitze des Brockens im Nationalpark Harz seien zwölf Pestizide nachweisbar. Insgesamt hätten sich deutschlandweit 138 Stoffe gefunden, von denen 30 Prozent zum jeweiligen Messzeitpunkt nicht mehr oder noch nie zugelassen gewesen seien.

ZEIT online, 29.09.2020: Studie zu Umweltgiften: Pestizide verbreiten sich kilometerweit durch die Luft https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-09/ ... kgo.com%2F
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