Naturschutz par excellence

Alles, was sonst nirgends passt.
Schattenwolf
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Naturschutz par excellence

Beitrag von Schattenwolf » 19. Dez 2017, 19:03

So läuft ne waidgerechte Treibjagd auf den bedrohten Feldhasen ab. Da wird einem doch gleich ganz warm ums Herz.Ich sollte mir mal ne Kamera anschaffen.
Viel Spaß beim anschauen.
1500 Fasane werden in diesem Jagdrevier ausgesetzt. Doch das sollte jetzt eigentlich verboten sein. Gestern fand die große herbstliche Treibjagd auf die ausgesetzten Fasane statt, doch Kameras von TierschützerInnen waren anwesend. Man zog sich zurück, um zu beraten ... und dann ging man auf Hasenjagd. Auch äußerst grausam, wie dieser Film zeigt. Und völlig unnötig. Der Feldhase ist eher in seinem Bestand bedroht, als eine "Überpopulation" zu bilden.
Schaut hin, so sieht der "Naturschutz" der Jäger aus. Treibjagd auf Feldhasen, von Hunden werden sie gehetzt und schreien im Todeskampf.
https://www.facebook.com/tierrechtedemo ... 516469233/
AKA Direwolf.

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„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Schattenwolf
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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von Schattenwolf » 1. Nov 2018, 15:05

Natürlich werden in der Schweiz auch ab und an zum Beispiel Schwarzwild von Wildhütern geschossen. Bei Interesse auf Jägerlügen Facebook kann man sich fast täglich neue zum Teil übelste Jagdvergehen und auch sogenannte Jagdunfälle anschauen.
Es war vorhersehbar.
Als wir vor wenigen Tagen das Interview mit Bruno Bassano veröffentlichten, der von den positiven Erfahrungen im Nationalpark Gran Paradiso (jagdfrei seit 1922) berichtete, fühlte sich der Eine oder Andere bemüßigt zu erklären dass das vielleicht in einem Nationalpark möglich wäre, nicht aber in einer Kulturlandschaft.
Daher schieben wir ein Zitat des Schweizer Jagdverbands hinterher.

Jeder der gegen die Notwendigkeit der Hobbyjagd argumentiert, wird von den Jägern grundsätzlich als ahnungslos abgestempelt.

Egal ob Zoologen wie Ragnar Kinzelbach:
"Die Jagd ist überflüssig. Wenn man sie einstellt, regulieren sich die Bestände von allein."

egal ob Biologen wie Professor Dr. Josef Reichholf:
"Durch die Jagd vermehren sich Wildtiere stärker als unter natürlichen Umständen". Würden in einem Gebiet durch die Jagd, die ja vor allem im Herbst und Winter statt findet, viele Tiere getötet, hätten die Verbliebenen ein besseres Futterangebot. „Tiere, die gestärkt überleben, pflanzen sich im Frühjahr zeitiger und zahlenmäßig stärker fort.“

egal auch, ob die Sinnlosigkeit der Freizeitjagd in großen jagdfreien Gebieten längst bewiesen wurde:
Bruno Bassano, Nationalpark Gran Paradiso, Italien, jagdfrei seit 1922:
"Das Ziel der Jäger ist, die Zahl ihrer Opfer konstant hoch zu halten. Die Umwelt würde sich selbst optimal erhalten mit einem inneren Regelungsmechanismus, ohne dass der Mensch schießt. Ich sehe für die Jagd wirklich keine andere Funktion, als dass es ein Vergnügen ist. Die Jagd dient nur den Jägern."

Auch der Forstwirt Karl Liechtenstein, selbst ehemaliger Jäger, verantwortet 5000 Hektar Forst::
„Ich akzeptiere, wenn jemand sagt, er will auf seinem Gebiet überhaupt keine Jagd mehr haben, wie das ja schon mehrere tun.
Denn was passiert, wenn man nicht füttert und nicht jagt ? Gar nichts. Die Jagd kämpft nur verzweifelt um ihre Daseinsberechtigung, aber notwendig ist sie nicht.“

Oder der Biologe Karl-Heinz Loske
"Die Jagd ist ein überflüssiges Hobby, das der Befriedigung der Jagdlust der Jäger dient. Wir brauchen die Jagd nicht, sie ist aus ökologischer Sicht nicht zu verantworten."

um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Wer Biologie oder Zoologie studiert hat, wer auf jahrzehntelange Erfahrung und auf bestehende Beispiele verweisen kann, gilt unter den Hobbyjägern grundsätzlich dann als ahnunglos, wenn er nicht das Jägerlatein nachbetet, das den lodengrünen Flintenfreunden in ihrem 14-tägigen Expresskurs zum Jagdschein eingetrichtert wurde.

Widerworte innerhalb der Jägerschaft sind selten, das wird von der Gemeinschaft nicht geduldet. Jäger mit einem Hang zur Wahrheit werden ausgegrenzt.

Umso entlarvender, wenn ein ganzer Dachverband durch offene Worte leichtfertig das Lügengerüst ins Wanken bringt:
https://www.facebook.com/jaegerluegen/p ... n__=EEHH-R
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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von Schattenwolf » 3. Nov 2018, 16:09

So so den Jagdschein gemacht um sich das Morgenrot anzuschauen und frische Luft zu atmen. Man ist also mit Jagdschein näher an der Natur und füttert das Wild aus christlicher Nächstenliebe. Da muss der Herr schon selber schlucken. Quasi 120% Naturerleben. Leute lasst auch nicht weiter von einer Minderheit für dumm verkaufen.
Diese Dokumentation gefällt den Jägern gar nicht.
Sie starteten deswegen sogar eine -recht erfolglose- Petition gegen das ZDF.
Schon während der Dreharbeiten große Widerstände
Wie das ZDF erklärte, erlebte Berndt Welz, der Autor der Dokumentation, schon während der Dreharbeiten große Widerstände innerhalb der Jägerschaft. So konnte er etwa bereits zugesagte Dreharbeiten bei einer sogenannten Drückjagd doch nicht ausführen.
Überhaupt sieht man die Kritik von Seiten der Jäger am Mainzer Lerchenberg gelassen. Man habe auch sehr viele lobende Zuschauerreaktionen erhalten, hieß es. Und Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion, sagte: "Offenbar hat der Film eine längst überfällige gesellschaftliche Debatte angestoßen."
https://www.youtube.com/watch?v=60M0ofq9XxM
https://www.facebook.com/jaegerluegen/
https://www.facebook.com/jagdvergehen
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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von Dr_Goatcabin » 3. Nov 2018, 16:28

Jaja, die christliche Nächstenliebe, mit der am liebsten CDU/CSU auch kommen. Mer lieben alle Menschen, aber blond und deutsch müssen se sein. :D Bei so viel Liebe, die die Jäger im Wald regelmäßig ausstreuen, muss eine verdammte harte Not herrschen.
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"Ich wollte schon immer was mit Menschen machen." - "Ja, aber ... Scharfschütze?"

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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von maxa67 » 3. Nov 2018, 19:15

Na komm schon, was hastn du für ne Wahrnehmung. Mit blond und deutsch hat DIESER Haufen schon lange nix mehr am Hut...

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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von Dr_Goatcabin » 19. Nov 2018, 09:26

Jäger sind doch Naturschützer! .. Also, die Natur vor den Tieren schützen, halt.

https://www.spektrum.de/news/feuer-frei ... es/1608690
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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von Schattenwolf » 28. Nov 2018, 19:50

Dr_Goatcabin hat geschrieben:
19. Nov 2018, 09:26
Jäger sind doch Naturschützer! .. Also, die Natur vor den Tieren schützen, halt.

https://www.spektrum.de/news/feuer-frei ... es/1608690
Es muss auf jeden Fall was passieren.
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von harris » 30. Nov 2018, 07:36

Schattenwolf hat geschrieben:
28. Nov 2018, 19:50
Dr_Goatcabin hat geschrieben:
19. Nov 2018, 09:26
Jäger sind doch Naturschützer! .. Also, die Natur vor den Tieren schützen, halt.

https://www.spektrum.de/news/feuer-frei ... es/1608690
Es muss auf jeden Fall was passieren.
Natürlich muss da was passieren!!! Das Problem ist auber auch die Gesellschaft selbst, die die Vögel gerne als "Delikatesse" haben will.
Angebot regelt die Nachfrage. Wenn niemand Vögel essen würde, werden auch keine abgeknallt. Es gibt ja leider noch viele andere Methoden um an die "Delkatesse" zu kommen.

Gruß Harris

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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von TheOnikra » 30. Nov 2018, 13:03

harris hat geschrieben:
30. Nov 2018, 07:36
Natürlich muss da was passieren!!! Das Problem ist auber auch die Gesellschaft selbst, die die Vögel gerne als "Delikatesse" haben will.
Angebot regelt die Nachfrage. Wenn niemand Vögel essen würde, werden auch keine abgeknallt. Es gibt ja leider noch viele andere Methoden um an die "Delkatesse" zu kommen.
Was meinst du warum die Jagdgesellschaft von manchen so verachtet wird. Genau des wegen. Weil Jagd immer noch allg. als ehrenhafte Tradition hochgelobt wird. Oder meinst du das Werbung etwa keinen Anteil an der Nachfrage hat? Und jetzt über leg mal wo da am besten eingegriffen werden kann und auch wird.
Aber um das klar zu stellen. Du hast ja recht damit das es ein Gesellschaftliches Problem ist, aber was tun da gegen. Warten bis keiner mehr Nashornpulver will?
Die Welt ist für alle da!

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Re: Naturschutz par excellence

Beitrag von maxa67 » 30. Nov 2018, 14:38

Jagd war irgendwann mal eine Notwendigkeit zum Überleben, dann ein Privileg. Jetzt ist sie auf dem Weg, als überflüssig weggegendert zu werden. Ihr werdet hier mit Sicherheit nicht die genarationenübergreifenden Fragen dieser Welt beantworten.

So wie diese Jägersleut da den Hasen den Garaus machen, das ist schon übel. Im Normalfall hat der Hase die Energie über einen gute Mittelstrrecke, EINEM Hund zu entkommen, bereits abgehetzt die Setter und Münsterländer dann drauf los zu lassen, dafür sollten die sich schämen. Ist wie überall, es gibt solche und solche. Treibjagden gibts bei uns gottseidank nur noch recht selten und bei der Ansitzjagd lauern ja auch schon die Wölfe zum Aportieren.

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