Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

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gelöscht_1

Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von gelöscht_1 » 14. Jan 2018, 21:32

Hey

Über dieses Thema..... "menschliches Versagen" bin ich schon lange und klar weg.... es ist müßig, auf der Schiene auf irgend ein Verständnis zu hoffen!
Darüber zu debattieren, warum Hunde Nachts im Wolfsgebiet rumkriechen, ohne Aufsicht, warum Anbinden, wenn schon ein Wolf im Dorf ist...... kann man sich schenken..... da sind die Menschen taub! Hat etwas mit Selbstwahrnehmung und Selbstkritik zu tun, die vielen Menschen völlig abhanden gekommen ist/sind...von daher!
Da habe ich schon lange.... RESIGNIERT.... zwecklos, Kampf gegen Windmühlen und die Tiere sind ganz klar die Verlierer!
Man müßte das Pferd kpl. vom Schwanz aufzäumen...... Hättet ihr eure Hunde ordentlich gehalten/beaufsichtigt, wäre kein Wolf drüber hergefallen.....!
Oh, was werden Menschen dann Böse und Gemein.... bei dieser Konstellation!
Genau diese Diskussion haben wir immer dann, wenn ein Junge aus "wohlgeformten Elternhaus" ein Blutbad an seiner Schule anrichtet.....
Dann geht es los: was hätten die Eltern, die Gesellschaft, die Nachbarn tun können...... Nix.... hätten sie tun können: sie haben gerade weggeschaut.... BASTA!

Rudi

Schattenwolf
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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von Schattenwolf » 14. Jan 2018, 21:32

Noch mal zum Thema Räude.Es gibt ja nu auch Fälle wo Wolf auch nach starkem Räude Befall überlebt hat und wieder genesen ist. Ist halt auch eine Art von natürlicher Selektion. Wenn man jetzt also so argumentiert wie die Gegner und Skeptiker,wäre ein Abschuss nicht genauso gegen die Natur wie ein Behandlung. Oder sehe ich das falsch. Auch der Vergleich zu Haustieren ist hier unangebracht würde ich sagen.
Und zu guter Letzt, ist es nicht auch ein Art Vermenschlichung sich anzumaßen,das es für das Tier eine Erlösung ist?Wie gesagt schwieriges Thema.
AKA Direwolf.

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TheOnikra
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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von TheOnikra » 14. Jan 2018, 23:16

In diesem Fall macht es halt die Kombination aus Räude und veränderten Verhalten. (In der Annahme das es dieser Wolf war.) Bis alternativen ergriffen werden können ist es Schlicht zu spät meiner Meinung nach. (Das sieht man ja an den 0,00% deutschen Vergrämungen.)
Unterm Strich sehe ich da realistisch nur einen Abschuss.
Allg. sieht das ganze schon wieder ganz anders aus. Da gibt der Artenschutz halt nicht mehr her. Behandlung von Räude ist eben nicht vorgesehen, ebensowenig wie Hybriden am Leben zu lassen. Richtig ist das nicht, aber man kann noch froh sein was es abdeckt. (Gerade bei dem Gegenwind)
In einem sind wir uns ja alle einig. Das aufgebauschte Gerede in der Öffentlichkeit Stört gewaltig. Von daher ist Richtig sich von der Scheinheiligkeit gewisser Leute in den Medien abzugrenzen und genau diese Fragen aufkommen zu lassen.
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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von imago-lupus.de » 15. Jan 2018, 06:57

Zur Info, bei Wolfschutz-Deutschland gelesen:

„Weil die Einwohner sich „Sorgen“ machen würden, soll der Wolf nun abgeschossen werden. In den sozialen Netzwerken kursieren Fotos, die einen Wolf zeigen. Mehrere Tageszeitungen hatten ein Foto aus dieser Bilderserie auch als Aufmacher für ihre Geschichte für den Schießbefehl verwendet. In den sozialen Netzwerken stellten User daraufhin die wildesten Vermutungen an. Nun erweist es sich, dass es sich bei den Bildern um Archivbilder handelt. Ein tatsächlich aktuelles Bild des angeblichen Übeltäters scheint es also gar nicht zu geben, bzw. ein Bild wurde von LUPUS nicht zur Verfügung gestellt. “

Quelle: http://wolfsschutz-deutschland.de/2018/ ... geklagten/

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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von zaino » 15. Jan 2018, 08:37

Mein Post bezog sich auf das Thema Räude inkl. damit verbundene Verhaltensänderung.

Wildwütige Schießbefehle und Töten als Allheilmittel? Ich doch nicht, never ever. Das ist ja das Kreuz, dass man offenbar keine differenzierte Beurteilung des Falles hinbekommt. :(
Und was nicht passt, wird, s. imago-lupus, halt dann passend gemacht.

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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von Schattenwolf » 16. Jan 2018, 03:05

Der Wolf wurde wohl zwischen Krauschwitz und Gablenz gesehen. Na ja was ist schon normal, wenn einem die Hunde auf einem Silbertablett serviert werden? In einem anderen Artikel wird das Kontaktbüro wie folgt zitiert, die Hunde seien dem Wolf bei der Nahrungssuche :?: in die Quere gekommen, daraufhin wurden sie vom Wolf angegriffen und getötet. In diesem Artikel soll doch ganz klar Stimmung gemacht werden. Wenn das ganze jetzt in Anwesenheit von Menschen passiert wäre, hätte ich Verständnis für die Einstellung.
Ist bei habituierten Wölfen (wenn man das hier überhaupt so bezeichnen kann) nicht normal erst mal ein vergrämen vorgesehen? Aber auch das scheint es in Deutschland nur auf dem Papier zu geben. Von wegen die Tötung als letztes Mittel.

Das ist doch ne ganz klare Botschaft an die Gegner, da sollten die Verantwortlichen vielleicht mal drüber nachdenken.
Und jetzt sag mir bitte keiner die Gegner haben alle einen klaren Versand und besitzen ein Gewissen.
http://www.sz-online.de/nachrichten/wol ... 60563.html

Nur mal zur Info. Gleichzeitig mit dieser Nachricht, wurde von einem schweren Verkehrsunfall mit einem Kind in Sachsen berichtet. Da spricht keiner drüber. Ist aber wohl zwecklos sich weiter dazu zu äußern.
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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von zaino » 16. Jan 2018, 12:09

Sie forschen nicht nach , und die Ansage über Räude ist auch nur zum Teil richtig. Oh doch, sie fördert ein komisches Verhalten. Wusste und sah man bei dem Fuchs damals in der Nachbarschaft ja sehr deutlich. Der torkelte am hellen Tag auf den Hof. Wir sind bei Neurodermitis oder Heuschnupfen ja auch nicht so ganz "wir selbst".
Die Mischung aus Empathie und Denkvermögen, gleichzeitig eingeschaltet, pflegt gute Ergebnisse zu bringen. Kann das mal jemand verbreiten, bitte?
Oh Mann.. .

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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von maxa67 » 17. Jan 2018, 10:15

Heute wieder 2 Berichte in der SZ - der oben schon verlinkte und wiederaufgewärmte von den Gablenzer Sichtungen sowie einer, der nach dem Unfalltod der Fähe des Königshainer Rudels die Frage nach der Zukunft des Rudels stellt. Im günstigsten Fall gibts wie beim Wiederbesetzen des Kollmer Territoriums eine Verpaarung mit dem Nachwuchs der benachbarten Rudel.

Zum Fall Weißkeisel: Ich bin jetzt nicht so der ganz militante Wolfsschützer. Ich kann zur Not auch akzeptieren, wenn Mittel wie Vergrämung oder Umsetzung bei Übergriffigkeiten auf Grundstücke, in diesem Fall sogar noch in Kombination mit Räude (und das Vieh sieht ja wahrlich gruselig räudig aus) kann man nach Vorliegen gesicherter Erkenntnisse auch mal eine "Entnahme" machen. Hier scheint es sich wahrscheinlich um einen ausgestoßenen bzw. nicht abwanderbereiten Einzelgänger zu handeln. Der kann dann natürlich zu untypischem Verhalten neigen. Es fehlen mir wirklich Details, um hier eine klarere Stellung zu beziehen. Die Proteste gegen den Abschußbeschluß halten sich ja im Gegensatz zu "Pumpak" erstaunlich in Grenzen.
Die Wolfsgegner gerade vorn im Sorbenkernland (Rosentaler Rudel) machen ja zusammen mit dem Bautzner Landrat massiv Front gegen die Wölfe. Der Kampf um die Wölfe wird dreckiger und politischer. Ich bin ja mal gespannt in welche Richtung das letztendlich tendiert. Fakt ist, die Wölfe werden sich ausbreiten und zwar in unserer Region vorzugsweise gen Süden (Lausitzer Gebirge/Zittauer Gebirge) bzw. Südwesten (Oberland/Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) auch weil die anderen drei Himmelsrichtungen relativ dicht sind. Und wenn ein wanderwolf erst durch 2-4 fremde Territorien (Brandenburg bzw. Hohe Dubrau, Biosphärenreservat, Westlausitz) durch muß, ist der Weg nach Süden der des geringsten Widerstandes.

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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von zaino » 17. Jan 2018, 11:17

Also ich hab nochmal das Foto geguckt.... da lässt sich nicht so viel sagen. Sieht nach Wolf aus, ist groß, obs mager ist? Ohne Lupe schwer erkennbar. Obs Räude ist? Na klar, die Experten sehen das am Foto, wofür der Tierarzt mal studieren und Tests machen musste.... ähm... ja, wenns Räude ist, tät ich das Tier wenns geht beobachten und ggfs entnehmen. Wegen der möglichen Verhaltensstörungen. Räude juckt ja nicht nur, sie ist schmerzhaft und qualvoll, die Tiere kommen runter und verlieren die Kraft, regelrecht zu jagen.
Typisch, dass Bohei gemacht wird, wenn noch gar nichts richtig feststeht.

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Re: Hunde in Weißkeißel und Krauschwitz angegriffen

Beitrag von TheOnikra » 17. Jan 2018, 18:41

maxa67 hat geschrieben:
17. Jan 2018, 10:15
... Fakt ist, die Wölfe werden sich ausbreiten und zwar in unserer Region vorzugsweise gen Süden (Lausitzer Gebirge/Zittauer Gebirge) bzw. Südwesten (Oberland/Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) auch weil die anderen drei Himmelsrichtungen relativ dicht sind. Und wenn ein wanderwolf erst durch 2-4 fremde Territorien (Brandenburg bzw. Hohe Dubrau, Biosphärenreservat, Westlausitz) durch muß, ist der Weg nach Süden der des geringsten Widerstandes.
Woher soll der Wolf das den wissen, bevor er selbst dort war?
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