Wölfe werden gut trainiert

Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf, Zusammenleben, Herdenschutz, Konflikte und Lösungen.
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Grauer Wolf
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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von Grauer Wolf » 26. Sep 2016, 16:00

Nahtlos hierhin paßt der aktuelle Beitrag von Wolfsmonitor:
Eindeutige Ignoranz, Märchenstunde oder das „Peter-Prinzip“?
Wohl so ziemlich jeder kann bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufsteigen, besagt das sogenannte „Peter-Prinzip“, an das ich mich merkwürdigerweise spontan erinnerte, als ich letzten Freitag eine Stellungnahme der Geschäftsführerin des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer Schaf- und Ziegenzüchter gegenüber den Lübecker Nachrichten (LN) zur Wolfsrückkehr las:
Das übliche Geblöke aus der Schafzüchterriege, die mit den veränderten Bedingungen nicht klar kommt resp. kommen will (löbliche und engagierte Ausnahmen ausgeklammert!)! Jammern und Forderungen stellen, mehr ist wohl nicht drin...

http://wolfsmonitor.de/?p=5147

Gruß
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Schattenwolf
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Re: Wölfe in Bayern

Beitrag von Schattenwolf » 26. Sep 2016, 16:46

Lämmchen hat geschrieben:
Direwolf hat geschrieben: Es gibt es ja so viele Angriffe von Wölfen auf Menschen.Aber wenn doch ist es bestimmt von Vorteil wenn man Kampsport bestreibt der für die Verteidigung gegen Menschen entwickelt wurde. :lol:
Das ist mal wieder ein typisches Beispiel dafür, wie hier Dinge aus dem Zusammenhang gerissen, in einen selbst erfundenen eingebaut werden, nur um sich über andere lustig zu machen.

Habe ich etwa geschrieben, ich würde Kampfsport der Wölfe wegen betreiben.
Das hat mit den Wölfen überhaupt nichts zu tun, habe ich schon gemacht, als es hier noch gar keine gab.

Wenn es nicht unhöflich und beleidigend wäre, würde ich fragen, wie ... seit ihr eigentlich.
Ich verkneife es mir, antworte aber auf solch dümmliche Beiträge nicht mehr.
Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass einige hier der deutschen Sprache nicht so ganz mächtig sind und deshalb zu falschen Schlüssen kommen. So etwas passiert leicht, wenn man dazu noch ein schlecht funktionierendes Gedächtnis hat, das ebenfalls Sinn entstellt abspeichert, nämlich die eigene Interpretation, hergeleitet aus eigenen Phantasien.

Schönen Tag noch
Ach Lämmchen jetzt hasst es mit aber gegeben,ich bin tief getroffen. :D Merkst du eigentlich das du in einer Tour extrem dümmliche Beiträge verfasst?
Ich lese ja viel mit aber bei deinen Beiträgen muss ich mir immer wieder an den Kopf fassen Lämmchen,ist immer das gleiche.Wo sind den von vielen die xmal angefragten Quellen für deine Aussagen?
Was bezweckt das Lämmchen damit,hat das Kuschellämmchen zu viel Zeit um solche Beiträge zu verfassen?

Ich werde jetzt auch nicht anfangen über Lämmchens moralische Vorstellung der Welt zu diskutieren.
Auch weiß ich ehrlich nicht warum ich mich jetzt mit Lämmchens Post befasse,ist mir meine Zeit normal zuschade für.

Du kannst doch auch nicht das Verhalten eines domestizierten Haustieres (Hund) mit dem Verhalten eines Wildtieres (Wolf) vergleichen,allein das ist schon ziemlich dümmlich.Ist jetzt auf das überspringen von Zäunen bezogen.
Wie meinst du das?
Doch wohl eher nicht, dass du dich auf einen Ernstkampf mit einem oder mehreren wilden Wölfen einlassen würdest.
Ich würde es nicht, nur notgedrungen, obwohl ich Kampfsport betreibe.
Ich denke mal Balin wollte damit einfach sagen das er versuchen würde die Wölfe dann selber vertreiben.
Warum bringst du Kampfsport überhaupt mit Wölfen in Verbindung?OK Lämmchen kann also Kampfsport respekt. ;-)

Bitte Anworte nicht Lämmchen.Ich werde deine Posts einfach wieder überlesen und weiter die User lesen die interessante Beiträge über Wölfe schreiben. :D
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
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„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

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TheOnikra
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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von TheOnikra » 26. Sep 2016, 23:17

Lämmchen hat geschrieben:
Grauer Wolf hat geschrieben: Ich hab Filmdokumente gesehen, da liefen die Grauen lieber um einen gefallenen Baum oder einen Fels drum herum, als mit Schwung drüberweg zu setzen.
Im Film!
Dokumentation!
Lämmchen hat geschrieben:
Das tun Hunde übrigens auch. Hochweitsprung muß regelrecht antrainiert werden.
Kommt darauf an, was man unter "Hochweitsprung" versteht. Ein Meter Höhe fällt nicht darunter.
Du glaubst nicht, wie elegant und mühelos Hunde z.B. auf eine ein Meter hohe Mauer springen können, ganz ohne vom Menschen antrainiert worden zu sein. Mancher Hundehalter wäre froh, das wäre nicht so.
Ohne spezielles Training überwinden manche Hunde sogar zwei Meter hohe Zäune, vornehmlich Maschendrahtzäune, natürlich darf kein Strom drauf sein, weil sie sich daran hoch hangeln.
Hunde sind menschliche Struckturen gewohnt. Sie haben dahingegen eine andere Wahrnehmung. Ähnlich wie wir an rechte Winkel gewohnt sind und deshalb für uns diese optische Täuschung entsteht https://www.youtube.com/watch?v=hCV2Ba5wrcs
Das spezielle Training ist ein Nebeneffeckt der Zucht.
Wölfe tun es nun mal in der Regel nicht.

Lämmchen hat geschrieben:
Wer in Wolfsland Weidevieh hält, kann sich nicht drauf ausruhen, daß es 150 Jahre so schön bequem war. Dann muß man umdenken und z.B. allabendlich die E-Zäune kontrollieren (sofern es nichts modernes gibt, daß bei Stromunterbrechung oder Kurzschluß Funkalarm gibt o.ä. Da kenne ich mich nicht aus), vor allen Dingen dort, wo es Wildsauen gibt. Für die ist so'n Zaun nämlich kein Hindernis


Die allabendliche Kontrolle ist kein Garant!
Danach kann noch viel passieren, Unwetter oder die von die zitierte Wildsauen. ...
... Wie kommst du darauf, dass es nur nachts Risse gibt?
Eigentlich müssten die Tiere auch tagsüber eingesperrt werden, denn auch am Tag laufen in D. die Wölfe umher, sogar durch Dörfer und über Gehöfte....
...Nein, ich will nur zeigen, wie verlogen es ist, zu behaupten, man könne Tiere effektiv vor Wolfsangriffen schützen und dazu Elektrozäune in besagter Höhe vorschlagen oder die Anschaffung eines oder zweier Herdenschutzhunden. Nicht einmal eine zusätzliche Behirtung bringt Sicherheit.
Ehrlicher wäre es zu sagen, wir wollen, wir fördern den Wolf und nehmen dafür in Kauf, dass es Risse gibt, denn wir sind uns bewusst, dass es vor Wölfen keinen wirklichen Schutz für Nutztiere auf den Weiden gibt. Wir nehmen das in Kauf.
Das wäre dann eine Gesprächsgrundlage, auf der man sich auseinandersetzen könnte, ehrlich und offen, ohne Anfeindungen, Unterstellungen und die schulmeisterliche Belehrung, "sich etwas hinter die Ohren schreiben zu müssen".
Vielleicht sollten Juweliere auch keine Alarmanlage kaufen. Wozu am Ende werden sie ja doch ausgeraubt. Keine Gitter am Abend an den Fenster, denn brechen ja auch tagsüber ein. Und was wenn sie einfach nur unfähig oder zu bequem sind. Richten wir Todeszonen ein. Führen die Todesstrafe für Räuber ein. Hilft das vielleicht? Oder man Schütz sich einfach so gut es geht. Jeder der das nicht macht muss halt sein Geschäft auf geben. Wilkommen in der Welt des 21. Jahrhunderts. Wo jeder der nicht mithalen kann auf der Strecke bleibt. Das ist in jedem Geschäft so.
Das es keinen wirklichen Schutz gibt ist erst mal deine Unterstelllung laut Wolf nein Danke und/oder Bauchipedia. (Die Quelle hättest du ja nennen können wäre ehrlicher gewesen.)
Die Anfeindungen machst du dir daher selber.
Lämmchen hat geschrieben:
Ich träume nicht, ich verstehe nur einiges mehr von Wolfsverhalten als Du. Kein Beutegreifer nimmt unsinnige Risiken inkauf, die nicht für das Ergebnis stehen. In einem Land, in dem wolf überall über Rehe, Hirsche und Wildschweine stolpert, lohnt es sich nicht, auf Schafe zu spitzen, die von HSH bewacht werden.
Und wie kommt es dann zu Rissen von Nutztieren?
Jetzt nicht nur auf Schafe bezogen, auch auf Kälber oder Neugeborene, auf Esel und Fohlen - auch nicht nur auf D. bezogen. Die Welt ist ja bekanntlich etwas größer.
Wie kommt es nur zu verletzten HSH, die Herden bewachen? - alles nur unerfahrene Wölfe? Wie kommt es zu dieser Unerfahrenheit?
Z.B. durch abknallen. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von unter erwachsenen Wolf ist das nicht verwunderlich. Global betrachtet gibt es Regionen wo es eben nicht soviel Wild gibt. Oder ander Risiken überwiegen. usw... Steht das etwa nicht auf Wolf nein Danke oder deinem Bauchipedia?

Lämmchen hat geschrieben: Viele Tiere werden nur angefressen, schwer verletzt und liegen gelassen.
Fazit: die Wölfe sind satt und reißen trotzdem.
Hier eine kleine Ergänzung. Satt = 100% gesättigt? Naturlich warten Wölfe nicht bis sie entkräftet und kurz vor dem verhungern sind. Das wäre blöd. Sie müssen die Gelegenheit wahrnehmen, da es beim nächsten mmal schon zu spät sein könnte. Währscheinlich ist du auch jeden Tag was, obwohl du Monate ohne Nahrung auskommen könntest und dabei musst du keine Angst haben das der Supermark mal kein Essen verkauft.

Falls es dir mit Bauchipedia auf die Nerven geht, bitte überzeuge uns vom Gegenteil?
Regt es dich auf das was wir aus deinen Aussagen herleiten? Dann nimm nicht die Aussagen von Wolf Nein Danke in denen genau das was du als Phantasie bezeichnest gesagt und gefordert wird? Vielleicht ist es dir schon aufgefallen. Hier gründet niemand eine Schaf Nein Danke Seite. Ich bin für ein Zusammen von Wolf und Mensch, was ist daran dein Problem?

Wie viele Leute bemühen sich es immer weiter zu verbessern? Wäre es nicht mal Zeit dies Anzuerkennen, anstatt nur immer dagegen zu reden und alles als falsch darzustellen?

Das wäre dann eine Gesprächsgrundlage, auf der man sich auseinandersetzen könnte, ehrlich und offen, ohne Anfeindungen, Unterstellungen und die schulmeisterliche Belehrung, "sich etwas hinter die Ohren schreiben zu müssen"
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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von Lämmchen » 27. Sep 2016, 10:43

TheOnikra hat geschrieben: .... Dann nimm nicht die Aussagen von Wolf Nein Danke....."

Wolf nein Danke, war nicht meine Grundlage, aber danke für den Hinweis, werde künftig mal öfter dort lesen, sind ja sogar gute authentische Fotos zu finden.
Wie ich gesehen habe, ist der Blick dort nicht auf D verengt, sie nehmen auch das Geschehen im näheren Ausland zur Kenntnis und berichten darüber. Das finde ich sehr gut in informativ. Fotos von gerissenen Tieren können ja nicht reine photo-shop Produkte sein, heißt, sie sind authentisch!
Empfindliche Gemüter schauen sich manche dieser Fotos besser nicht an.

Wenn man - wie ich - oft unterwegs ist, sich mit den Menschen unterhält, mit Landwirten, Schafzüchter, Jägern und der Landbevölkerung in betroffenen Gebieten, kann man sich durchaus eine Meinung über Wölfe und das Zusammenleben mit ihnen bilden. Wenn man dann noch zusätzlich die Medien verfolgt, auch ausländische Presse (weil man mehrsprachig ist), ergänzt sich das Bild - nein, es ist nicht nur negativ, aber realistisch, nicht so durch die rosarote Brille, durch die hier in D alles gesehen wird, weil die Erfahrung fehlt.
Wer dauerhaft mit Wölfen und auch Bären leben muss (wie Menschen, die schon sehr lange in Wolf- und Bärenland leben), hat keinen so verklärten Blick mehr, und den Bär will man dann wirklich nicht auch noch. Meine Freunde könnten jedenfalls gut auf ihn verzichten. Sie finden, dass wir hier "im Paradies" leben, was Raubtiere betrifft. Sie würden gerne tauschen.
Manche hier träumen davon, den Wolf in D flächendeckend anzusiedeln. Ich würde es gut finden, wenn er in ausgewiesenen Gebieten, die nicht so dicht bewohnt sind, bleiben würde. Das wäre sicher auch besser für den Wolf.

So, jetzt könnt ihr mich wieder in Stücke reißen.

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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von zaino » 27. Sep 2016, 11:27

Wolf-nein-danke interpretiert alle Berichte sehr stark und polarisiert und manipuliert damit, dass es eine Sau graust. Ich finde die Seite einseitig und entsprechend demagogisch bis widerlich. Beispiel das angeblich gerissene Islandfohlen. Ja, blöd gelaufen, ja, das Pony ist zu Tode gekommen, das ist bitter. Und seine Überreste wurden gefressen. Aber eindeutig dem Wolf anlasten konnte man den Tod des Tieres nicht. Trotzdem wird in diese Richtung weiter und weiter gezetert.

Gefordert wird, dass es überhaupt gar keine BEGEGNUNGEN mit dem Wolf geben darf, egal ob er dann was tut oder nicht. Eine hysterische überzogene Rotkäppchen-Haltung, die ich schlicht kindisch finde.
Schutzmaßnahmen werden z. B. gar nicht erst ausprobiert, die gelten von vornherein nicht praktikabel, zu teuer, zu lästig etc. bläh blubb. Niemand will bei sich was verändern...

Wer sich schon von einer Sichtung bedroht fühlt, darf halt echt nicht allein raus in den Wald oder darf draußen kein Viehzeug halten.
Wer nicht bereit ist, sich mal auf die eine oder andere Weise VOR seine Tiere zu stellen, verdient keine. Und ja, dann gebt halt die Tierhaltung auf und sucht Euch was anderes. Übrigens: Auch 40 ha Weide müssen so eingezäunt sein, dass sie relativ ausbruchssicher sind - sonst wird die Halterhaftpflicht bockig und die gilt für jeden, ob Hobby-Pferde- oder professionellen Beafsteak-Züchter, und sie gilt schon seit langem, lange lange vor der Wiederkehr des Wolfs, mit Sicherheit aus gutem Grunde.

Ach ja, Lämmchen, Du lässt immer wieder fleissig einfließen, wie gar sehr gebildet, mehrsprachig und überhaupt ganz fabelhaft Du bist - auch die anderren hier haben das eine oder andere am Kasten und sind keine Bierdimpfl mit 5 Jahren Volksschule.
Wenn Du bei all Deiner beeindruckenden Büldung auch mal die Gehirnzellen fürs Selbstdenken einschalten würdest, würdest Du evt. die lästigen Wiederholungen und die giftigen Angriffe hier einstellen müssen, aber vermutlich liebst Du einfach die merkwürdige Mischung aus hysterischer Faszination durch "blutige Räuber" und ebensolchen Hass und Angst?

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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von Jan.Olsson@web.de » 27. Sep 2016, 11:50

Für Lämmchen...

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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von zaino » 27. Sep 2016, 12:29

Murks, ich wollte ein paar Zitate aus der Wolf-nein-Danke-Seite einbringen und auseinandernehmen, und die Änderungen wurden gelöscht.
Egal - es wird überinterpretiert, sich drüber aufgeregt, dass der Wolf nicht vegan frisst und so weiter. *würg*
Das Gleiche, was die Presse hierzulande auch macht um die Verkaufszahlen zu steigern.

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Grauer Wolf
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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von Grauer Wolf » 27. Sep 2016, 13:33

Lämmchen hat geschrieben:Wolf nein Danke, war nicht meine Grundlage, aber danke für den Hinweis, werde künftig mal öfter dort lesen, sind ja sogar gute authentische Fotos zu finden.
Nichtwissen zelebrierende Hetzseiten gegen Wölfe sind keine Informationsquelle!
Lämmchen hat geschrieben:Manche hier träumen davon, den Wolf in D flächendeckend anzusiedeln. Ich würde es gut finden, wenn er in ausgewiesenen Gebieten, die nicht so dicht bewohnt sind, bleiben würde. Das wäre sicher auch besser für den Wolf.

So, jetzt könnt ihr mich wieder in Stücke reißen.
Und schon wieder eine Falschbehauptung. Die Wölfe werden hier nicht angesiedelt, die kommen und verbreiten sich von ganz alleine. Deine rhethorischen Tricks verfangen nicht.
Lämmchen hat geschrieben:Empfindliche Gemüter schauen sich manche dieser Fotos besser nicht an.
Ich weiß, wie Wolfsrisse aussehen. Ob Reh oder Schaf, der Anblick ist der gleiche... *achselzuck* Die Tischsitten bei Wolfens schließen eben nicht Messer, Gabel, Serviette und Fingerschalen ein. Da geht's halt rustikal zu und an der Tafel wird auch mal gerauft...

Im übrigen kann man Tiere wie den Wolf, dessen Revier 100-mal so groß ist wie eine Jagdpacht, nicht einfach auf bestimmte Gebiete beschränken (wie auch "jäger"hörige Kreise in der FDP fordern). Was Du forderst, ist nichts anderes als massenhaftes Abschlachten dieser Tiere, besonders der Jungwölfe auf Dispersion, die oft sehr weite Strecken wandern, um ein geeignetes, eigenes Revier und einen Partner zu suchen.

Ich frage mich immer wieder, wie naturentfremdet kann man eigentlich sein kann:
Lämmchen hat geschrieben:Meine Freunde könnten jedenfalls gut auf ihn verzichten. Sie finden, dass wir hier "im Paradies" leben, was Raubtiere betrifft.
Ewig gestrige, die in den letzten 150 Jahren nichts, aber auch gar nichts dazugelernt haben! Das ist kein Paradies, sondern eine Landschaft ohne Seele. Süße Rehlein, Häschen und Lämmchen, die ach so fröhlich auf der Weide herumhopsen, reichen dazu nicht.
Mit dem Wolf gewinnt dieses Land seine Seele zurück... Ich erwarte nicht, daß Du das auch nur ansatzweise begreifst... :roll:


Was mich am meisten ärgert, ist die Bigotterie in allem. Letztlich geht es nur darum, daß sich der Wolf gelegentlich mal ein miserabel geschütztes Schöps holt, das die Menschen lieber selber schlachten und vermarkten. Es geht um Geld, sonst nichts. Keiner hält Schafe, weil die so niedlich sind, sondern weil es Nutzvieh ist: Wolle, Milch und natürlich Fleisch. Kein Schaf stirbt eines natürlichen Todes. Es landet letztlich immer auf dem Teller.

Gruß
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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von Grauer Wolf » 27. Sep 2016, 16:43

Wes Geistes Kind die Typen auf Wolf-nein-danke sind, sieht man an den "Experten" auf die sie sich berufen:
Durch empirische Studien wurde gezeigt, wie wild lebende Caniden (bes. Koyoten, Wölfe, Hybriden) zu einer Gefahr
für den Menschen werden.

Professor V. Geist beschreibt diesen Prozess als 7-stufige Skala.
Er schon wieder... :lol: :lol: :lol:
Keine Ahnung von Wölfen (der Mann ist emeritierter Professor für große Huftiere), aber ein gewaltiges, persönliches Problem mit ihnen. Niemand aus der Wolfsszene nimmt diesen "Experten" auch nur ansatzweise ernst und genauso wenig wird er zitiert. Daß der bei "Jägern", Schafhaltern und Rotkäppchen gerne gesehen ist, liegt auf der Hand...

Gruß
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Re: Wölfe werden gut trainiert

Beitrag von Lämmchen » 28. Sep 2016, 01:17

Grauer Wolf hat geschrieben: Ewig gestrige, die in den letzten 150 Jahren nichts, aber auch gar nichts dazugelernt haben! Das ist kein Paradies, sondern eine Landschaft ohne Seele. Süße Rehlein, Häschen und Lämmchen, die ach so fröhlich auf der Weide herumhopsen, reichen dazu nicht.
Mit dem Wolf gewinnt dieses Land seine Seele zurück... Ich erwarte nicht, daß Du das auch nur ansatzweise begreifst... :roll:

Gruß
Wolf
Ewig gestrige, die in den letzten 150 Jahren nichts, aber auch gar nichts dazugelernt haben?
Was hätten sie denn dazulernen sollen?
Wie es schön war, vor dieser Zeitspanne?
Sollte sich damit eine Sehnsucht verbinden, die zurück strebt, vor die heutige Entwicklung, auf das Niveau von vor 150 Jahren?
Ja, wer von uns würde denn dann zu den "ewig gestrigen" zählen?

Ich lebe sehr gerne in dieser, meiner Zeit, und ich finde nicht, dass Natur nur dort stattfindet, wo es Raubtiere gibt, Natur ist für mich vielfältig. Raubtiere gehören dazu, aber sie sind nicht "der Nabel der Welt", auch die Wölfe nicht. Es gibt auch andere Tiere, Tiere, die vom Aussterben betroffen und schützenswert sind, auch seltene Pflanzen. Der Wolf ist ganz sicher nicht vom Aussterben betroffen.
Natur und Naturverbundenheit schließen für mich auch Landschaften ein, die es zu erhalten gilt, großen Respekt und Faszination habe ich z.B. vor "Naturgewalten". Wenn man sie erlebt, empfindet man sich als ganz klein.Plötzliche Wintereinbrüche z.B. in Kanada oder Island sind eine Herausforderung, gleichzeitig aber auch erlebenswert. Dann ist man plötzlich ganz auf sich gestellt, allein "auf weiter Flur", aber dennoch faszinierend, ein Erlebnis, das zwar während des Erlebens durchaus angstbesessen ist (du weiß ja nicht, wie es ausgeht, wenn du mit dem Auto in einer Schneeverwehung festsitzt, mitten in der Nacht, weit und breit nur Schnee, glatt verweht, keine Landschaft mehr erkennbar, keine Straßen, so letztes Jahr in Island), doch es ist ein Erleben, das deine Persönlichkeit formt. Wenn du es danach trotzdem noch liebst und wieder hinfährst, dann bist du für mich auch "naturverbunden".
Vulkanausbrüche gehören auch zur Natur, einen solchen habe ich noch nie erlebt, kann auch darauf verzichten.
Wirbelstürme finde ich als Naturereignisse auch faszinierend, erleben möchte ich sie nicht.
So könnten wir jetzt weiter machen, lieber Grauer Wolf, wahrscheinlich würde ich am Ende bei einem meiner Lieblingstemen landen, den neuronalen Verknüpfungen.
Ich weiß, nicht in deinem Sinne.
Du forderst "Wildnis" - Wildnis wie sie früher war, in der Zeit von vor 150 Jahren? Das nehme ich mal an, denn du sprichst immer wieder von diesen 150 zurückliegenden Jahren.
In der Zeit vor 150 Jahren möchte ich nicht jedenfalls nicht mehr leben, mit ihren gesamten Einschränkungen, auf dem niedrigen technischen Niveau, ohne die Errungenschaften und Fortschritte in der Medizin.
Insofern empfinde ich mich nicht, als "ewig gestrig", (wie ist es bei dir, mir deiner "Sehnsucht" nach dieser "wilden Zeit?)
Natürlich stapfe auch ich in der Freizeit gerne durch den Wald, mache Urlaub, wo andere keinen Urlaub machen. Ja, manchmal liebe ich auch die Herausforderung der Natur, und bin mir stets ihrer Gefahren bewusst. Ich empfinde mich - auch in meiner übrigen Lebensweise - durchaus als "naturbewusst" und erhaltend.

Was den Wolf betrifft, er ist ein Stück Natur wie wir alle, er hat seine Berechtigung wie wir alle, Lebensraum gestehe ich ihm zu, auch Entfaltung (unter den gleichen Bedingungen wie bei anderen Spezies) aber auch dem Menschen. Und so wie jede Spezies ihren Lebensraum und seine Unversehrtheit und die seiner ihm Angehörenden verteidigt und in Anspruch nimmt, darf das auch der Mensch, der ebenfalls hier sesshaft ist. Ich weiß, du magst du Menschen nicht.

Naturverbundenheit, lieber "Grauer Wolf" beinhaltet für mich auch Empathie, Mitfühlen für ALLES Leben und Ehrfurcht vor ALLEM Leben, miteingeschlossen auch die von dir so bedeutungslos betrachteten Lebensformen wie Schafe.
Woher nimmst du eigentlich das Recht zu dieser Einteilung? Mir scheint, du teilst die Tiere in höher und minderwertig ein. Tue ich dir Unrecht? Ich leite es ab von deiner stets beim mir abwertend ankommenden Bezeichnung für Schafe. Interpretiere ich dich falsch? Dann stell es klar, ich würde meine Meinung in dieser Hinsicht sehr gerne ändern.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass es hier einige gibt, die diese Zeilen jetzt wieder "phantasieren" und in der üblichen Manier "bekämpfen".

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