Lamas für Herdenschutz

Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf, Zusammenleben, Herdenschutz, Konflikte und Lösungen.
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Richard M
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Lamas für Herdenschutz

Beitrag von Richard M » 27. Jul 2015, 13:27

Im Wolfs-Magazin 2/2014 ist ein Bericht über den Einsatz von Lamas zu Herdenschutzzwecken und Wolfsabwehr. Da steht drin, dass der Reiterhof Bagenz mitten im Wolfsgebiet Ostsachsen sehr gute Erfahrungen gemacht hat und sich Interessenten gerne dorthin wenden können: http://www.reiterhof-bagenz.de/
Der Reiterhof selbst existiert zwar nicht mehr, aber die Inhaberin gibt auf Stammtischen ihr Wissen und Erfahrungen weiter. Über aktuelle Termine fand ich dort zwar jetzt nichts, aber auf der Homepage gibt es die Kontaktdaten.
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland


Schattenwolf
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Re: Lamas für Herdenschutz

Beitrag von Schattenwolf » 14. Dez 2016, 18:59

Wollte ich auch gerade posten.Wenn ich das richtig sehe nur ein Stromschnur oben am Zaun,also völlig sinnlos gegen den Wolf.
Aber wieder ein sehr emotionaler Artikel,hätte man sich zum wohle der Tiere vielleicht etwas mehr Mühe geben sollen.
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
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zaino
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Re: Lamas für Herdenschutz

Beitrag von zaino » 15. Dez 2016, 09:50

Was laber ich die ganze Zeit? Großes Heulen zwegs dem Wolf, aber sich richtig kümmern und auf die Viecher aufpassen? VIEL zu viel Arbeit.
Lamas und Alpakas sind obendrein extrem teuer in der Anschaffung, also spätestens dann sollten die Besitzer nicht so dämlich sein und auf extrem-extensiver Haltung bestehen. Gescheite Zäune, Kontrollen Kontrollen Kontrollen - und evt. sollte man doch auch mal über gezielte Vergrämung nachdenken statt übers gezielte Totschießen? Wenn man vorher schon durch schieren Leichtsinn die Caniden angefüttert hat, könnte man spätestens jetzt die dem allgemein dem homo sapiens nachgesagte Intelligenz und Kreativität bemühen? *kopfauftischkanteschlag*

Dass scharf behufte Esel wehrhaft sind, wenn sie Front machen, leuchtet mir ein. Aber Lamas und Alpakas, zumal Jungtiere? Haben dem Wolf wenig entgegenzusetzen, klärt mich mal auf, bitte... .ok, wenn mich der Braten anspuckt, mag ich ihn vielleicht auch nimmer, ansonsten... hm.

gelöscht_1

Re: Lamas für Herdenschutz

Beitrag von gelöscht_1 » 26. Dez 2016, 18:12

Hey

Ich hab bislang nur Doku's von Puma/Lama gesehen.
Puma ist ja ne' ganz andere Jagdtaktik!
In der Wildnis und nur dort kann man von fundierter Verhaltensforschung reden. Dort schleicht sich Puma an, Lama's sind extrem wachsam, am Tag mit Augen, Gehör und Nase....Nachts ohne Augen. Echten Abwehrkampf gibts da eigentlich nicht.....nix gesehen davon! Typische Fluchttiere halt!

Warum da in einem relativ engem Weidezaungebiet ein echter Abwehrkampf mit Hufen stattfinden sollte.......schwer vorstellbar. Evt in Panik und fehlender Fluchtmöglichkeit, könnte man sich verzweifelte Gegenwehr entwickeln.

Aber, wie schon genannt! Alpakas und Lamas sind extrem kostenintensiv......blöde Idee, die in einem Wolfsgebiet wie Sachsen, BB usw.Nachts nicht wegzutun......! Fahrlässigkeit hoch 10!

Ich weiß nicht, was die Leute immer in einen Weidezaun mit Strom hinein interpretieren?
Untergrabschutz dürfte schon ne' Relevanz haben.....muss! Also gehen nur Kombinationen aus Festzaun und Strom oder Netze, ausreichend hoch + Flatterdraht/Wimpel!

Hier imTagebau Bluno, also Seenland und Knappenrode-Rudel liegt die Terra Nova Ranch....immer schon. Nur einmal 2008 oder so, war mal Schaf fällig, sonst nix! Die Pferde .....nix. Die schwarzen Galloways, die kalben ganzjährig draußen....riesige Weiden mit Stahlpfosten und 4 Drähten mit Strom (meist), Abstand ca. 30cm Boden und jeweils auch dazwischen! Extrem straff gespannt und auch nix mit Ableitungen, da extrem karge Wiesen hier im Tagebau. Nix an Übergriffen.......nie! Evt. treten die aber auch gut zu, wenn auf der sehr gut einzusehenden Weide, ein Wolf kommt! Aber, keine Bodenwellen, Ableitugen oder sowas......also 100%iger Stromfluss im Zaun....

Gruß Rudi

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TheOnikra
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Re: Lamas für Herdenschutz

Beitrag von TheOnikra » 26. Dez 2016, 21:20

Der Nachteil zu Hunden ist, ganz gleich wie wirksam jetzt Lamas, Esel ... jetzt sein mögen, das sie nicht die Herde schützen sondern nur sich selbst. In wie weit Schafe jetzt Nutznießer davon sein können? Eventuell verwirrt es ja die Wölfe wenn gemischte Herden vorliegen, bei dem sie je nach Art mit verschiedener Gegenwehr rechnen müssen.
Die Welt ist für alle da!

zaino
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Re: Lamas für Herdenschutz

Beitrag von zaino » 27. Dez 2016, 11:58

Naja, Schafe machen normalerweise nicht Front wie ein Esel das täte... der schreit, haut und beisst.
Lamas sind vergleichsweise "unbewaffnet" - oder täusche ich mich da?

Übrigens hab ich auch mal zugucken dürfen, was ein Araberhengst mit einem Hund machte, der dreist auf seine Koppel rannte und das Pferd ankläffte..... SEHR lustig.
Außer für die Hundebesitzerin und den Hund. Die waren hinterher beide etwas entnervt. Der Hängscht eher leicht amüsiert.
Und nein, es ist keinem was passiert, keine Bange.

gelöscht_1

Re: Lamas für Herdenschutz

Beitrag von gelöscht_1 » 27. Dez 2016, 18:45

zaino hat geschrieben:Naja, Schafe machen normalerweise nicht Front wie ein Esel das täte... der schreit, haut und beisst.
Lamas sind vergleichsweise "unbewaffnet" - oder täusche ich mich da?

Übrigens hab ich auch mal zugucken dürfen, was ein Araberhengst mit einem Hund machte, der dreist auf seine Koppel rannte und das Pferd ankläffte..... SEHR lustig.
Außer für die Hundebesitzerin und den Hund. Die waren hinterher beide etwas entnervt. Der Hängscht eher leicht amüsiert.
Und nein, es ist keinem was passiert, keine Bange.
Schon erwänt! Das Lama spuckt voller Verachtung eine fette Aule......dem Wolf ins Gesicht! :shock: :mrgreen:

Nee.......maximal bei direktem Angriff, mit den Füßen "Ballet" spielen! :cry2:

Aber.....gute Idee/Logik! Das Gemisch aus sehr großen Tieren und Schaf, verunsichert evt.........auch nicht schlecht! :geek:


Gruß Rudi

kangal2
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Re: Lamas für Herdenschutz

Beitrag von kangal2 » 29. Dez 2016, 12:07

Dahinter steckt wohl auch eher der Wunsch nach einfachen Lösungen.
Ist eben etwas anderes, einen Esel oder 2 Lamas zu einer Herde zu packen, als Hunde einzuarbeiten.
Und da das Internet für alles scheinbar simple Aha - Lösungen anbietet, versucht man eben den bequemeren Weg.
In Gebieten, in denen Herden frei weiden, also Schweiz, Frankreich usw., ist es auch eine andere Herausforderung, mit Hunden zu arbeiten, als bei uns.
Letztendlich landet man allerdings in der Regel wieder beim Hund, die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch hierbei nicht.

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