Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Themen, die den Wolf im Allgemeinen betreffen.
harris
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von harris » 14. Mai 2018, 12:41

Erklärbär hat geschrieben:
14. Mai 2018, 10:21
NABU nochmal, ein Insider packt aus:

https://schillipaeppa.net/2017/03/21/of ... -den-nabu/
Er beschreibt die Realität.... Sehr gut zu lesen.

Gruß Harris

Erklärbär
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Erklärbär » 14. Mai 2018, 14:48

Kann ich nicht beurteilen, kenne aber genug NABU-Leute.
Es klingt aber auch nach offener Rechnung. Jedenfalls plausibel.

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Lone Wolf
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Lone Wolf » 14. Mai 2018, 15:08

@Erklärbär und (leider auch Harris)

Nun ja, wer neutral herangeht und mit gutem Willen diesen offenen Brief liest, fühlt sich doch sehr erinnert an einen fast religiösen Wahn von Gut und Böse, von In Group und out Group, von Schwarz und Weiß... Wenn ich schon den Begriff Raubwild höre (natürlich nur für die üblichen Verdächtigen Fuchs, Marderartige, Wölfe, Katzen) im Abschluss des Briefes aber die Klage über die arme junge Möwe, die vielleicht nie geschlüpft wäre, kann ich diesen Herrn nicht mehr als Insider, quasi Experten in Sachen Natur für voll nehmen. Als ob sich Letztere vegan ernähren würden, diese Eierdiebe, gerade auch aus Bodengelegen.
Oder nehmen wir die Unterstellung der Tollwut als ausgerottetem Regulator der Fuchspopulation. Dies impliziert, dass Tollwut von jeher in Fuchspopulationen auftrat. Das stimmt schlicht nicht. Der Fuchs ist ein guter Vektor, ja, dass war es dann auch. Früher hiess Tollwut übrigens Hundswuth und hatte einen s.g. urbanen Charakter, so wie heute noch in Asien.
Könnt ihr euch vielleicht noch an Tolwutsperrbezirke erinnern? Tollwut trat epidemisch auf, die letzte Epidemie kam aus Osteuropa und war erst in den 60igern mit voller Wucht in Mitteleuropa angekommen. Man geht übrigens häufig überhaupt erst vom 20.Jhd. aus, dass es einen signifikanten Übergang von urbaner zur silvatischen Form der Tollwut gab.
Wie auch immer, auf jeden Fall und selbst mit meinem guten Willen zu dieser These, konnten hunderte Jahre vergehen, zig Fuchsgenerationen ohne jegliches Auftreten von Tollwut in Wildtierbeständen.
Wieder einmal, wie mit der ewigen Leier der schuldigen Katze an schwindenden Vogelarten, relativiert der Mensch seine Schuld und macht sogar noch ein Vergnügen draus, in dem er für seine Schusslust Legitimationsgespinste zusammenschustert.
Wie dem auch sei, zurück zum Insider.

Er ist ein Eiferer mit Hang zur Einseitigkeit in Sachen Fauna, pro Ornithologie, ähnlich einem Herrn Geist, mit seiner Affinität zu Huftieren. Auf einen solchen, aus meiner Sicht, infantilen Wutbrief würde ich auch nicht antworten. Warum auch, der Herr hat seine Wahrheiten gefunden.

Der gesamte schreierische Unterton ist jedenfalls nicht an Lösung interessiert, sondern nur auf Angriff gebürstet, bei pauschalem Herausstreichen einer naturschützenden, biotoppflegenden Jägergilde. Das mag dir gefallen Erklärbär, weil es deine Überzeugungen bestätigt, mit einer allseitigen Wahrheit oder auch nur einer Annäherung an diese hat es wenig zu tun. Damit möchte ich nicht sagen, dass es solche verantwortungsbewusste Jäger nicht gäbe, nicht falsch verstehen, es gibt auch welche die grundsätzlich keine Füchse schiessen, diese rotpelzigen Mäusetöter. Doch sind diese Waidmänner -und frauen sicher nicht in der Überzahl unter den 370.000 Jagdscheininhabern.
Und auch andere Menschen engagieren sich, manche eben auch im NABU. Und bei aller Kritik, wer den NABU als allg. Feindbild pflegt, ist nicht besser, als jene "Idioten"die er glaubt, pauschal bekämpfen zu müssen.

Grüße
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Redux
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Redux » 14. Mai 2018, 15:52

+1
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Erklärbär
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Erklärbär » 14. Mai 2018, 16:11

Ich sagte ja, klingt nach Abrechnung. Man kann nur ahnen, was dieser Typ mit den NABU- Leuten durchgemacht hat. Und dass es ein Vogelfreund ist, nunja. Ich habe nix gegen Vögel, allenfalls was gegen die Kormoran-Invasion, vom NABU inszeniert.

Und natürlich kann man die NABU -Mitglieder nicht verantwortlich machen für die verfehlte Verbandspolitik. Die NABU-Leute in meinem Umfeld sind alle höchst anständig und engagiert, höchstenfalls etwas naiv. Das mache ich doch niemand zum Vorwurf. Es geht um den Verband als Ganzes und nicht um die kleinen Rädchen im Getriebe.

NABU und seine Mafia-Methoden:

https://www.berliner-zeitung.de/wirtsch ... r--6793728

https://www.eike-klima-energie.eu/2013/ ... anche-ein/

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Lone Wolf
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Lone Wolf » 15. Mai 2018, 10:08

@Erklärbär
Grundsätzlich sehe ich NGO' s und ihr Gebaren, insbesondere wenn sie im Grunde antidemokratische Agenden oder gar kriminelle Machenschaften inoffiziell und im Auftrag von Milliardären verfolgen oder ausländischen Regierungen zur Destabilisierungen von Gesellschaften durch gelieferte Propaganda dienen, sehr kritisch.
Am Gebahren des NABU gegen Windkraftbetreiber allerdings, habe ich persönlich gerade nichts auszusetzen.
Zitat Berliner Zeitung aus dem Link:
„Die Energiewende wird dort zum Problem, wo sie ungeregelt und ohne Rücksicht auf den Schutz der biologischen Vielfalt erfolgt.“ Ziel des Nabus sei es, die Windkraft auf naturverträgliche Standorte zu lenken. Nach Recherchen dieser Zeitung gibt es einen weiteren Fall, wo zwar kein Geld geflossen ist, der Nabu aber seiner Stiftung wertvolle Flächen zuführen konnte. Ein Windpark mit fünf Anlagen der Gemeinde Bad Endbach im nordwestlichen Hessen wurde um mindestens ein Jahr durch Einwände des Nabu verzögert. Am Ende stand eine Einigung, die vorsah, dass zwei Windräder abgebaut, Acker in Grünland umgewandelt und ein Stromkabel unterirdisch verlegt werden. Und: Ein zwei Hektar großes Waldstück wird von der Gemeinde an die Nabu-Stiftung Hessisches Naturerbe übertragen. Dies bestätigte der Nabu auf Anfrage
Zitatende
– Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/6793728 ©2018

Jedes Windrad welches nicht gebaut wird, empfinde ich mittlerweile persönlich als Gewinn. Vor allem, wenn ich die bereits strapazierten Landschaften meiner schönen Heimat sehen muß. Selbst der Erzgebirgskamm (!) wird in die Überlegungen zur Bebauung mit Windparks einbezogen. Ähnliches hört man aus dem Schwarzwald.
Die durch zusätzliche Steuererhöhungen, eines eh schon über alle Maßen ausgepressten Bürger und zu Lasten des Mittelstandes, finanzierte Energiewende, gerade auch der völlig ideologisierte, aufgeblähte Windkraft- und Solarwahn mit immensem Flächenverbrauch und subventionierten Profitgeiern, läuft doch völlig aus dem Ruder. Jeder Euro der aus diesen Anlagen die Rendite mindert und in naturgebundene Projekte zurückfließt Ist ein echter Gewinn. Ist aber natürlich nur meine Meinung, deine bleibt dir unbenommen.
Viele Grüße
LW
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Redux » 15. Mai 2018, 11:02

Ich sehe da keine verfehlte Verbandspolitik. Und das ewige die da oben und die da unten macht diese Versuche einen bisher unbescholtenen Naturschutzverband zu diskreditieren und kriminalisieren auch nicht besser. Man kann sich leicht ausrechnen aus welchem Grund. Zu Windrädern hin oder her äußere ich mich nicht und die Unterstellung einer Erpressung wie hier behauptet verdient nicht der Antwort. Tendenzdarstellung mit Scheinargumenten, danke an das Haus Propagandabär.


@Lone Wolf Ja es gibt auch unerfreuliche Ngos (wie überall anders auch/sogar kriminelle und sogar bei den einfachen kleinen Leuten) nur sind diese trotzdem ein wichtiges Instrument in selbstgewählter Gemeinschaft Dinge zu erreichen , die alleine nicht erreichbar sind, bzw. die eigene Stimme hörbar zu machen. Ihre größten Feinde sind Despoten, Konzerne und gegnerische Lobbies. Warum wohl ?
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Lone Wolf » 15. Mai 2018, 12:33

@Redux,
du hast Recht, hier hat sich bei mir ein kleiner Fehler eingeschlichen mit grosser Wirkung. Ich sehe gerade nicht grundsätzlich alle NGO's kritisch. Mit Pauschalurteilen habe ich nichts am Hut. In meinem ersten Satz fehlt daher das Wort "einige" vor NGO's...Ich unterscheide sehr wohl nach Ziel, Art der Umsetzung, Finanzierungsquellen und demokratischer Legitimation.

Grüße
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Erklärbär » 15. Mai 2018, 23:07

Ich habe nichts gegen NGO's.

Nur läuft es bei uns bei bestimmten Gruppen dermaßen schief. Ich finde es katastrophal, dass bei quasi null Demokratie über ein Verbandsklagerecht sinnvolle Projekte zerstört werden können. Der NABU ist an Scheinheiligkeit dabei nicht zu überbieten. Ich könnte dutzende Fälle auflisten, die das belegen. Auch aus meinem persönlichen Umfeld. Aber das ist ja hier nicht das Thema.

Diese Kolumne bringt es gut auf den Punkt:

https://www.salonkolumnisten.com/buerge ... -und-ngos/

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Redux
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Re: Mehr als 40 tote Schafe in BW am Tag des Wolfes, Wolf unter Verdacht

Beitrag von Redux » 16. Mai 2018, 00:15

Hahaha ja wie schön um die dort skizzierten furchtbaren Zustände abzustellen hilft nur Durchregieren ! Am besten mit Hilfe der Armee. Also vorausgesetzt die wird mal Einsatzfähig. Danke Propagandabär deine Beiträge lassen mich keine Tag ohne Lachen zurück. Übrigens was diesen BILD -Kolumnisten und angeblichen Neokonservativen angeht, wenn du den toll findest oder gar selbst sein solltest wundert mich deine Vorliebe für reißerische Hetzartikel keineswegs. Erosion des politischen Systems was ? Nein lediglich das Äquivalent zur Industrielobby !
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