Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Themen, die den Wolf im Allgemeinen betreffen.
zaino
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von zaino » 18. Apr 2018, 16:22

Es macht nur leider, wie ich glaube, wenig Sinn, dem Erklärbären wildbiologische Zusammenhänge zu erklären.
Korrigiert mich, wenn ich Quatsch erzähle: Intakte Rudel beispielsweise "praktizieren" quasi Geburtenkontrolle, weil nur die Alpha-Tiere Kinder kriegen. Der Rest beteiligt sich an der Aufzucht. Futterknappheit oder Stress im Revier führen dazu, dass weniger Welpen geboren oder erfolgreich aufgezogen werden. Normalerweise halten sich Nachwuchs und Verlustraten fast die Waage. Ältere Wölfe verunfallen oder sterben, Einzelwölfe wandern ab, allerdings auf der Suche nach Partnern, viele Welpen sterben schon im zarten Alter. Das wird immer unterschätzt, denke ich. Und deswegen ist diese Idee, dass Wölfe sich explosionsartig vermehren und in Horden über unsere Zivilisation herfallen werden, so absurd.

Erklärbär
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 18. Apr 2018, 16:40

Danke für den zarten Versuch, das zu erklären.
Kein Mensch hat hier von Horden und Explosionen gesprochen.

Aber wie das mit der Nicht-Vermehrung bei überreichlichem Futterangebot und gleichzeitigem Sättigungsgrad im Revier sein soll, da hätte ich doch gerne eine kompetente Meinung mit belegbarer Evidenz.

zaino
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von zaino » 18. Apr 2018, 16:42

Erklärbär hat geschrieben:
18. Apr 2018, 16:40
Kein Mensch hat hier von Horden und Explosionen gesprochen.
Stimmt, nachdem schon ein einzelnes Wölfchen Deine kostbare Existenz bedrohen könnte, ist DESSEN Existenz natürlich ein wolf zu viel... :lol:

Lutra
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Lutra » 18. Apr 2018, 19:26

Erklärbär hat geschrieben:
18. Apr 2018, 16:40

Aber wie das mit der Nicht-Vermehrung bei überreichlichem Futterangebot und gleichzeitigem Sättigungsgrad im Revier sein soll, da hätte ich doch gerne eine kompetente Meinung mit belegbarer Evidenz.
Ehrlich gesagt habe ich mich speziell hier bei mir in Ostsachsen auch schon gefragt, weshalb die Wölfe ihre Territorien nicht erheblich verkleinern. Das Nahrungsangebot ist sehr hoch. Es hätten theoretisch die doppelte Anzahl Rudel auf der Fläche ihr Auskommen. Aber sie tuns einfach nicht, keine Ahnung weshalb. Und das nun schon seit geraumer Zeit. Welpen werden genug geboren. Es wird ja genetisch immer wieder mal festgestellt, wo dieser oder jener Wolf herstammt, der irgendwo auftaucht. Mal speziell zum Königsbrücker-Heide-Rudel, da hab ich noch von keinem Verbleib eines Nachkommen gehört außer der Fähe des benachbarten Laußnitzer-Heide-Rudels.
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TheOnikra
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von TheOnikra » 18. Apr 2018, 20:03

Erklärbär hat geschrieben:
17. Apr 2018, 22:57
TheOnikra, das ist doch alles graueste Theorie!

Du hast mir immer noch nicht erklärt, was präzise an der Sättigungsgrenze passiert bzw. passieren soll gemäß Deiner Theorie! Das hatte ich mal in einem anderen Thread nachgfragt, aber nie ne Antwort bekommen.
Und du kannst nicht mal das selbst nachschauen. Hauptsache rum meckern das dies und das nicht stimmt, aber nicht 1 Sekunde mal sich darüber informieren.
Hier was leichtes für dich. Embrioenniveau konnte ich für dich leider nicht finden.
http://www.u-helmich.de/bio/lexikon/L/l ... hstum.html
Darauf aufbauend sind die Lotka-Volterra-Regeln:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lotka-Volterra-Regeln
Erklärbär hat geschrieben:
18. Apr 2018, 16:40
Aber wie das mit der Nicht-Vermehrung bei überreichlichem Futterangebot und gleichzeitigem Sättigungsgrad im Revier sein soll, da hätte ich doch gerne eine kompetente Meinung mit belegbarer Evidenz.
Weil Futter nicht die einzige benötigte Faktor ist. Platz, Intraspeziefische Konkurrenz, Zugang zu Wasser und noch einige andere. Oder warum meinst du das die Geburtenrate von Menschen in Deutschland so niedrig ist? Weil die Hunger leiden oder was?
Fang doch mal an richtig logisch zu denken.
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Redux
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Redux » 18. Apr 2018, 21:07

Spar dir die Puste geht dem eh nur um Propaganda. Und klar hat er von Horden von Wölfen geredet.
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zaino
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von zaino » 18. Apr 2018, 21:18

Danke Redux, manchmal beginne sich schon an meiner Wahrnehmung zu zweifeln, aber wenn andere dann das gleiche lesen... bin ich wieder beruhigt.

Erklärbär
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 19. Apr 2018, 13:17

Lutra hat geschrieben:
18. Apr 2018, 19:26
Erklärbär hat geschrieben:
18. Apr 2018, 16:40

Aber wie das mit der Nicht-Vermehrung bei überreichlichem Futterangebot und gleichzeitigem Sättigungsgrad im Revier sein soll, da hätte ich doch gerne eine kompetente Meinung mit belegbarer Evidenz.
Ehrlich gesagt habe ich mich speziell hier bei mir in Ostsachsen auch schon gefragt, weshalb die Wölfe ihre Territorien nicht erheblich verkleinern. Das Nahrungsangebot ist sehr hoch. Es hätten theoretisch die doppelte Anzahl Rudel auf der Fläche ihr Auskommen. Aber sie tuns einfach nicht, keine Ahnung weshalb. Und das nun schon seit geraumer Zeit. Welpen werden genug geboren. Es wird ja genetisch immer wieder mal festgestellt, wo dieser oder jener Wolf herstammt, der irgendwo auftaucht. Mal speziell zum Königsbrücker-Heide-Rudel, da hab ich noch von keinem Verbleib eines Nachkommen gehört außer der Fähe des benachbarten Laußnitzer-Heide-Rudels.
Fragen gibt es oft mehr als Antworten.
Vielen Dank für Deinen nüchternen und ehrlichen Beitrag!
In der Tat gibt es stets mehr Fragen, als Antworten!

Mir sind Leute mit Fragen lieber als Leute, die meinen, auf alles eine Antwort zu haben.

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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 19. Apr 2018, 13:26

TheOnikra hat geschrieben:
18. Apr 2018, 20:03
Erklärbär hat geschrieben:
17. Apr 2018, 22:57
TheOnikra, das ist doch alles graueste Theorie!

Du hast mir immer noch nicht erklärt, was präzise an der Sättigungsgrenze passiert bzw. passieren soll gemäß Deiner Theorie! Das hatte ich mal in einem anderen Thread nachgfragt, aber nie ne Antwort bekommen.
Und du kannst nicht mal das selbst nachschauen. Hauptsache rum meckern das dies und das nicht stimmt, aber nicht 1 Sekunde mal sich darüber informieren.
Hier was leichtes für dich. Embrioenniveau konnte ich für dich leider nicht finden.
http://www.u-helmich.de/bio/lexikon/L/l ... hstum.html
Darauf aufbauend sind die Lotka-Volterra-Regeln:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lotka-Volterra-Regeln
Erklärbär hat geschrieben:
18. Apr 2018, 16:40
Aber wie das mit der Nicht-Vermehrung bei überreichlichem Futterangebot und gleichzeitigem Sättigungsgrad im Revier sein soll, da hätte ich doch gerne eine kompetente Meinung mit belegbarer Evidenz.
Weil Futter nicht die einzige benötigte Faktor ist. Platz, Intraspeziefische Konkurrenz, Zugang zu Wasser und noch einige andere. Oder warum meinst du das die Geburtenrate von Menschen in Deutschland so niedrig ist? Weil die Hunger leiden oder was?
Fang doch mal an richtig logisch zu denken.
Ich verstehe das alles schon, keine Sorge. Ich kann lesen.
Menschen taugen nicht als Vergleich mit Wildtieren.
Aber vielleicht hast Du ja Recht.

Trotzdem hat mir noch niemand erklären können, in welcher Phase sich die Wolfspopulation im D befindet und was in der Sättigungsphase konkret passiert. Man kann diese Modelle ja auch immer nur beschränkt auf eine spezifische Art anwenden. Nahrungsvorkommen ist mit Sicherheit der stärkste Einflussfaktor.

Diese ökologischen Wachstumsmodelle sind as usual nicht der Weisheit letzter Schluss und unterliegen in Fachkreisen durchaus der Diskussion. So ist Wissenschaft eben.

Erklärbär
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 19. Apr 2018, 13:26

Redux hat geschrieben:
18. Apr 2018, 21:07
Spar dir die Puste geht dem eh nur um Propaganda. Und klar hat er von Horden von Wölfen geredet.
Bla. Blubber. :-?

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