Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Themen, die den Wolf im Allgemeinen betreffen.
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Redux
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Redux » 16. Apr 2018, 11:20

Erklärbär hat geschrieben:
15. Apr 2018, 22:45
Redux hat geschrieben:
15. Apr 2018, 17:59
Die Aussage stimmt nicht, die bezog sich auch nur auf die Propaganda (oh in Indien ist es aber so/ist wahrscheinlich sogar eine andere Tierart) und die zu erwartende Wolfsgefährlichkeit bzw. die Situation nach 1990. Alles aus dem 19Jhd. und davor verschwimmt sowieso im mythischen Nebel. 9 Angriffe sind soweit ich weiß tatsächlich belegt und 75% davon unter nachgewiesenem Tollwuteinfluß. Wikipedia: In Europa (ohne Russland/UdSSR) wird für die Jahre von 1952 bis 2001 von neun Fällen berichtet, bei denen Menschen durch frei lebende Wölfe getötet wurden, wobei bei fünf dieser Fälle bei den Tieren Tollwut nachgewiesen wurde.
Redux, was soll das jetzt? Wir drehen uns im Kreis!
Immerhin beschäftigst Du Dich jetzt mit ein paar Fällen, von denen Du mal was gehört hast.

Ich zitiere mich noch mal selber....
Was sagt denn Euer Rudelführer Wotischowsky dazu?

"Dabei bestreitet kein vernünftiger Mensch, dass Wölfe dem Menschen gefährlich werden können, ja sogar Menschen töten, Jahr für Jahr (in Indien, im Irak)" 
Bist Du kein vernünftiger Mensch oder warum beharrst Du darauf, dass Wölfe hier und jetzt kein Risiko darstellen?

Die Sprüche von Euch erinnern mich an die Propaganda vor 1986, dass Atomkraft sicher ist und das Risiko bei 1:1 Mio liegt! :lol:

Wenn Du wirklich überzeugt bist von Deiner Wahrheit, dann unterschreib mir notariell beglaubigt, dass Du den Angehörigen des ersten Opfers - ab jetzt in Deutschland - 50 000 Euro Schmerzensgeld bezahlst. Dann bist Du mich los und ich schreibe hier nie mehr etwas, was Dir nicht passt!

Und?
So viel zur Vernunft und sachlichen Auseinandersezung https://de.wikipedia.org/wiki/Paranoia
SALVE BARBARI !

Erklärbär
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 16. Apr 2018, 22:46

SammysHP hat geschrieben:
16. Apr 2018, 07:28
Erklärbär hat geschrieben:
15. Apr 2018, 23:27
Wölfe, die sich nicht an die Spielregeln halten, werden entnommen.
Damit habe ich kein Problem, solange die Spielregeln sinnvoll definiert sind. Wie oft wurde in den letzten 20 Jahren in Deutschland ein Wolf aufgrund Gefährdung von Menschen getötet? Ein mal? Und selbst dabei gab es Zweifel bezüglich der Rechtmäßigkeit, weil die Gefährdung eben nicht so eindeutig war. Das Problem ist, dass niemand absehen kann, wie sich ein Lebewesen zukünftig verhalten wird.
Vor 20 Jahren gab es ja auch noch fast keinen Wolf!
In der ganzen Diskussion geht es auch nicht um Ausrottung sondern um Bestandsfragen. Wieviel Wölfe erträgt unser Land und ab wann wird es kritisch?
Ich bin üblicherweise mit meinen Thesen der Realität ca. 10 Jahre voraus. Die massiven Probleme haben wir nicht jetzt, aber in 10 Jahren, wenn wir nicht einen Modus vivendi finden. Das vermisse ich in allen Diskussionen hier, Weitsicht! Alle reden nur von heute und gestern, das morgen bleibt grau und verschwommen.

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Redux
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Redux » 16. Apr 2018, 22:50

Nein haben wir nicht, da deine Bestanderwartungen aberwitzig sind und jeder rationalen Grundlage entbehren. haben wir aber hinreichend geklärt.
SALVE BARBARI !

Erklärbär
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 16. Apr 2018, 22:58

Zaino, einen Kommentar über Deinen abscheulichen letzten Absatz erspare ich mir mal. Kann sich jeder ein eigenes Urteil über Dich bilden. Gibt es hier keine Kotzwolfsmiley? :cry2:

Und was die ewigen aneren Vergleiche mit Lebensrisiken anbelangt: Ja, es gibt sie und ich habe täglich Sorge, wenn meine Kleine mit ihrem Kinderfahrrad auf die Straße fährt.

Ohne Autos würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren, im Gegensatz zum Wolf. Man kam und kommt sehr gut ohne ihn klar. Zecken kannst Du nicht ausrotten. Bei Haien muss jeder selber entscheiden, wo er rumschwimmt. Ich wüsste, wo ich nicht schwimmen würde. Etc. etc. es geht hier um Wölfe und nicht um andere Gefahren des Lebens. Nimm das mal zur Kenntnis.

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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 16. Apr 2018, 23:00

Redux hat geschrieben:
16. Apr 2018, 22:50
Nein haben wir nicht, da deine Bestanderwartungen aberwitzig sind und jeder rationalen Grundlage entbehren. haben wir aber hinreichend geklärt.
Nein, meine Bestandserwartungen wurden hier nicht entkräftet. Im Gegenteil wurden sie bestätigt.

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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 16. Apr 2018, 23:21

Grauer Wolf hat geschrieben:
2. Aug 2016, 19:31
TheOnikra hat geschrieben:Ein wachsamer Beobachter (zum Beispiel ein Wolfsspezialist), der sich ohne Angst und im Auftreten selbstsicher und dominant dem Wolf nähert, um ihn zu fokussieren, bewegt sich dabei angstfrei wie ein potentieller Feind - was einen intelligenten Wolf sofort auf Vorsicht und Abstand gehen lässt: Ergo zeigt der Wolf "natürliche Scheu".
Das habe ich schon so oft geschrieben. Wildtieren im allgemeinen und dem Wolf im besonderen gegenüber gibt man sich einfach selbstsicher und Stärke ausstrahlend. Souveränität trifft es noch am besten... Auftreten wie ein starker Beutegreifer und Respekt unter "Kollegen" einfordern, aber auch erweisen :!:

Zu den Killern im Lodenoutfit sage ich jetzt lieber nichts, sonst werde ich ausfallend. Die haben nichts dazugelernt, nichts begriffen, gar nichts!

Gruß
Wolf
Interessant! Für einen, dem noch nie einem Wolf in freier Wildbahn begegnet ist, gibst Du hier den "Versteher".

Ich fände es klasse, wenn Du mal im Winter einem hungrigen Rudel begegnest. Dann kannst Du Deine Thesen ja mal testen. Aber ich schätze mal, Du würdest Dich nur allzu gerne auffressen lassen, um in ihnen weiterzuleben. ;-)

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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von zaino » 17. Apr 2018, 10:42

Erklärbär hat geschrieben:
16. Apr 2018, 22:58
Zaino, einen Kommentar über Deinen abscheulichen letzten Absatz erspare ich mir mal. Kann sich jeder ein eigenes Urteil über Dich bilden. Gibt es hier keine Kotzwolfsmiley? :cry2:
Ähm, you made my day, selten so gelacht.
Was ist denn so besonders abscheulich, hm?
Dass ich kein Smartphone besitze?
Oder dass ich mich weigere, hysterisch hyperventilierend vor der nächsten Lokalredaktion einen Zusammenbuch zu inszenieren, um dann, wenn alle teilnahmsvoll um mich rumstehen und mir Luft zufächeln, "Ein Wolf" Ein Wolf"! zu hauchen?
Nö, no way. :twisted:

Selbiger ist mit Sicherheit NICHT auf der Suche nach einem saftigen gut genährten und unbewachten Kleinkind, der hat nämlich Besseres vor. Und ich auch. In einem Land, in dem Uhus, Luchse, Wölfe oder Biber hintenrum abgemurkst werden - und komischerweise findet man fast nie einen Täter, um ihn zu belangen - halte ich im Zweifelsfalle fein die Klappe.

Was anderen im Übrigen gewissen anderen Leuten auch mal gut zu Gesicht stünde, die alles falsch und nichts im Kontext verstehen WOLLEN.

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Richard M
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Richard M » 17. Apr 2018, 12:41

Erklärbär hat geschrieben:
16. Apr 2018, 23:21
Ich fände es klasse, wenn Du mal im Winter einem hungrigen Rudel begegnest. Dann kannst Du Deine Thesen ja mal testen. Aber ich schätze mal, Du würdest Dich nur allzu gerne auffressen lassen, um in ihnen weiterzuleben.
Menschen gehören nicht in das Beutespektrum von Wölfen. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Rehen, Rotwild und Wildschweinen. Außerdem gibt es die großen Rudel in Deutschland nicht. Was bei uns als Rudel bezeichnet wird sind die beiden Elterntiere, die Welpen des aktuellen Jahres und auf unbestimmte Zeit die Welpen des letzten Jahres. Diese wandern nach der Geburt des neuen Wurfes früher oder später ab. Du kannst also ganz beruhigt auch im Winter die Natur genießen, bzw. das was Mensch daraus gemacht hat. Oder lieber doch nicht, es könnte Dir vielleicht ein Ast von einem Baum auf den Kopf fallen und Dich verletzen ;) .
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Nina » 17. Apr 2018, 13:04

Erklärbär hat geschrieben:Ich fände es klasse, wenn Du mal im Winter einem hungrigen Rudel begegnest. Dann kannst Du Deine Thesen ja mal testen.
Na, Erklärbär, biss'l viel amerikanische Spielfilme à là "The Grey - Unter Wölfen" geguckt? :lol:

Wer das für bare Münze nimmt, hält wahrscheinlich auch King Kong und Godzilla für Tier-Dokumentationen und glaubt an mordende Autos wie "Christine".

Ich muss doch immer herzhaft lachen, wie sich manche Menschen unsere heimische Natur vorstellen. Klar, wen nervt es nicht, dass im Herbst regelmäßig die Flugschalter vollgestopft und die Flüge vollkommen überbucht sind, wenn sich Reh, Wildschwein und Rothirsch mal wieder auf die jährliche Reise in den Süden begeben, um dort im Liegestuhl am Strand zu überwintern... :mrgreen:

Merke: Die Beutetiere des Wolfes, das sogenannte Schalenwild, bleibt auch im Winter in Deutschland und zieht nicht in den Süden. :!:

Anders als dieses Schalenwild - das auf pflanzliche Kost angewiesen ist und in harten Wintern tatsächlich schon mal darben muss, ist der Winter für die Wölfe die Zeit des gedeckten Tisches, da seine Beute aufgrund der relativen Nahrungsknappheit geschwächter ist als zu den üppigen Zeiten im Sommer und im Herbst.

Also lieber nicht ungefiltert so viele amerikanische Filme reinziehen, sondern mals raus in die Natur gehen und das eigene Oberstübchen betätigen. Dann kommt man auch nicht auf so absurde Ideen.

Übrigens kam das Tierhorror-Genre durch die "Der weiße Hai"-Filme in den USA so richtig in Schwung, was dort offenbar ein wenig den Realitätssinn getrübt hat.

Dazu fällt mir ein Satz aus dem Skript des Bundesamt für Naturschutzes ein:
Ein Wolf, der dasselbe Verhalten zeigt, gilt, überspitzt ausgedrückt, in Rumänien als "normal", in Deutschland als "auffällig", in Amerika als "Problemwolf".

Bundesamt für Naturschutz: Leben mit Wölfen -Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland, 2007, Seite 111
https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/docume ... ipt201.pdf

Erklärbär
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Re: Angst der Jäger, Landwirte und Co vor dem Wolf

Beitrag von Erklärbär » 17. Apr 2018, 13:21

Ja, redet Ihr nur die Wölfe schön.

Das sind keine Streicheltiere. Kenton Carnegie z.B. würde es Euch sicher gerne erzählen, wenn ihn die Wölfe nicht schon zerrissen hätten....

http://wolfeducationinternational.com/t ... -tragodie/

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