Wölfe in der Schweiz

Wolfs-Theoretiker
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Re: Wölfe in der Schweiz

Beitrag von Wolfs-Theoretiker »

Hallo Erklärbär,

wollte eigentlich nichts mehr zu der Präsentation von Luigi Boitani sagen(da es um die Hybridisation in Italien geht),
weil es hier um das Thema Wölfe in der Schweiz geht.
Aber auch wenn es ein alter Hut ist, wie man so schön sagt, ich kann es mir nicht verkneifen, weil da geschrieben wurde,
daß über die Präsentation schon ausreichend diskutiert worden ist,
bzw. schon ausführlich behandelt wurde und es braucht nicht wiederholt zu werden.

Habe mal in der Forumssuche eingegeben: "Präsentation Luigi Boitani", da wurde ich mit meinem Beitrag verlinkt.

Aber egal, vielleicht habe ich falsche Suchwörter eingegeben. Ich will auch nicht weiter monieren, daß ich nichts finde.

Deshalb wende ich mich nun der Schweiz zu. Hier gibt es wesentlich weniger Wölfe als bei uns oder in Frankreich.
Im Jahr 2018 gab es ca. 50 Wölfe und es waren ca. 200 HSH im Einsatz, trotzdem haben es die Wölfe auf ca. 500 Risse gebracht.

Das heißt: "Pro Jahr 10 Risse je Wolf" oder so.

https://www.wikiwand.com/de/Herdenschutz

Grüsse, WT
"Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen." Jean-Jacques Rousseau

Wolfs-Theoretiker
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Re: Wölfe in der Schweiz

Beitrag von Wolfs-Theoretiker »

Hallo zusammen,

hat sicherlich nichts mit der Schweiz und ihren Wölfen zu tun und ist für mich kaum erklärbar,
am 16. Jan 2020 um 17:53 Uhr war der Besucherekord 151 Besuchern gleichzeitig, welche im Forum online waren.

Heute mitten in der Woche sind zur Zeit 126 unbekannte Besucher(mit mir versteht sich) im Forum online.

Die warten sicher darauf, wie zaino meinen vorangegangenen Beitrag über Nutztierrisse in der Schweiz kommentiert.

Nun nochmal zu den Wölfen in der Schweiz.
Im Prinzip sind es erfolgreichere Nutztierreißer, als die Wölfe in der BRD,
denn im Jahre 2018 als es in der Schweiz ca. 50 Wölfe waren,
da gab es in der BRD schon(geschätzt und nicht übertrieben, 14 mal so viel) ca. 700, aber nicht 14 mal so viele Risse,
sondern nur nur etwas über 4 mal so viel wie in der Schweiz.
Ist der Wildbestand in den Hochburgen der BRD-Rudel viel höher als in der Schweiz oder ist der Herdenschutz in der BRD
besser organisiert.
Bei ca. 2070 Rissen und geschätzten 700 Wölfen kommen wir in der BRD nur auf einen Durchschnitt von 3 Risse pro Wolf.
Was die schweizer Wölfe in dieser Hinsicht schaffen, steht im vorangegangenen Beitrag.

Grüsse, WT
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Lutra
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Re: Wölfe in der Schweiz

Beitrag von Lutra »

WT, dann google mal nach "Sömmerung" und wie diese auf den Schweizer Almen, dort heißen sie "Alpen", verbreitet gehandhabt wird. Dann hast Du Antworten auf Deine Fragen.

Wolfs-Theoretiker
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Re: Wölfe in der Schweiz

Beitrag von Wolfs-Theoretiker »

Hallo Lutra,

danke für Dein Feedback und den Tip mit der "Sömmerung".

Grüsse, WT
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SammysHP
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Re: Wölfe in der Schweiz

Beitrag von SammysHP »

Wolfs-Theoretiker hat geschrieben:
16. Jan 2020, 18:50
Hallo zusammen,

hat sicherlich nichts mit der Schweiz und ihren Wölfen zu tun und ist für mich kaum erklärbar,
am 16. Jan 2020 um 17:53 Uhr war der Besucherekord 151 Besuchern gleichzeitig, welche im Forum online waren.

Heute mitten in der Woche sind zur Zeit 126 unbekannte Besucher(mit mir versteht sich) im Forum online.
Für mich wiederum ganz einfach zu erklären. Aber hast recht, hat nichts mit dem Thema zu tun.

Wolfs-Theoretiker
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Re: Wölfe in der Schweiz

Beitrag von Wolfs-Theoretiker »

Hallo zusammen,

@ SammysHP, danke für Dein Feedback,muß es einfach sagen, der Besucherrekord wurde also gestern sogar noch getopt.
Nach 22:00 Uhr waren 185 Leser gleichzeitug im Form online. Ist sicherlich erfreulich für Dich und auch für die Mitforisten.
Dir als Admin möchte ich erstmal gratulieren und auch Danke sagen, hast sicher alles richtig gemacht im wolf-forum.

Doch nun wieder zurück zu den Wölfen und der Sömmerung in der Schweiz.

Bei der Sömmerung werden jährlich durchschnittlich 200000 Nutztiere in die Berge bis zu einer Höhe von 1400 metern getrieben
(kann auch schon mal höher sein, aber dafür weniger Tiere als weiter unten,) dazu ein Link zum Regularium.

https://www.admin.ch/opc/de/official-co ... 7/6139.pdf

In einem etwas zurückliegendem Beitrag hatte ich geschrieben,
daß es im Jahr 2018 ca. 500 Nutztierrisse gezählt wurden(es waren 513), bei ca. 50 Wölfen.

Bei den 200000 Sömmerungstieren tritt ein Verlust von 5 % ein, welcher durch offizielle Schätzung staatlich bestätigt wird.
Also da gibt es einen Verlust von 10000 Tieren durch Abstürze, diverse Krankheiten und andere Todesursachen,
weil nicht alle Tiere eingefercht sind oder so. Die Tiere sind größtenteils sich selbst überlassen und turnen da munter auf
den Alp-Weideland herum, wobei sie Geländepflege betreiben. Natürlich haben einige Herden auch Hirten und HSH,
denn ganz ohne Herdenschutz geht es nicht.
Doch wenn man sich bemüht um zu erfahren, wie es zu den gezählten 500 Rissen gekommen ist, dann erkennt man schnell,
was da in der Sömmerung los ist. Von 300 Rissen im Kanton Wallis waren 270 Risse(90%), nicht oder ungenügend geschützt
und nur 30 Risse erfolgten in geschützte Herden. Die restlichen 200 Risse fanden verteilt in anderen Kantonen statt.
Hier ist besonderst hervor zu heben das Gebiet des Calanda, weil sich hier 4 bis 5 Rudel in Habitate von ca. 250 km²
angesiedelt haben.
Ja es waren in 2018 nicht mehr als 5 nachgewiesene Rudel(obwohl es schon vor 23 Jahren Wölfe in der Schweiz gab).
Aber ich denke es waren nicht nur vorgenannte 5 Rudel, sondern auch Wölfe aus den Nachbarländern,
welche es sich den reich gedeckten Tisch der Sömmerung haben schmecken lassen, denn wenn nach und nach im Laufe
eines Jahres 10000 Verlusttiere rumliegen, welchen man noch nicht mal hinterher laufen und reißen muß.

Die Schweiz ist quasi Wolfs-Schlaraffenland. Auch eine Link zu Pronatura, darin ist der Wolf seit 1945 aufgeführt.

https://www.pronatura.ch/de/wolf

Grüsse, WT
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