Wölfe ins Jagdrecht: CDU vs. Grüne

Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf, Zusammenleben, Herdenschutz, Konflikte und Lösungen.
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Erklärbär
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Wölfe ins Jagdrecht: CDU vs. Grüne

Beitrag von Erklärbär » 6. Apr 2019, 14:40

In BaWü geht es hoch her, bricht die Koalition am Wolf auseinander?

https://www.stimme.de/suedwesten/nachri ... 70,4177675

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Re: Wölfe ins Jagdrecht: CDU vs. Grüne

Beitrag von Erklärbär » 6. Apr 2019, 14:45

Hier etwas fundierter vom MDR (warum eigentlich mitteldeutscher Rundfunk, kapiere ich nicht):

https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/goer ... e-100.html

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maxa67
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Re: Wölfe ins Jagdrecht: CDU vs. Grüne

Beitrag von maxa67 » 8. Apr 2019, 09:23

Tja, wenn man so die Ausdehnung Deutschlands bis in die Sudeten und Königsberg vor Augen hat, liegen wir in Ostsachsen quasi in der Mitte Deutschlands :lol:

Die Spätzlefresser machen ein Drama um ihre paar Wanderwölfe und unser Landespumuckel, der seit anderthalb Jahren statt zu regieren, über die Dörfer tingelt und über die selbstgeschaffenen Mißstände rumningelt, wirbt immermal wieder für seinen Schießbefehl.
Was bitteschön ist denn an der Aussage: "Das ist ein unhaltbarer Zustand. Die Menschen leiden wirklich unter dem Wolf und verlangen nichts anderes, als das genau die gleichen Regeln wie in den baltischen Ländern..." fundiert?

Also ich leide definitiv nicht unterm Wolf, eher im gegenteil und ich verlange erstmal die Einhaltung anderer Regeln, bevor wir auf die Ostseeanrainer schauen...

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Re: Wölfe ins Jagdrecht: CDU vs. Grüne

Beitrag von Erklärbär » 8. Apr 2019, 12:16

Fundiert insgesamt, und nicht auf eine einzelne Aussage bezogen.

Mitteldeutsch war mal. Warum bennent sich eine ö-r Rundfunkanstalt nicht um? Ostdeutscher Rundfunk? Oder ist das Attribut Ostdeusch schändlich?

Bei den Spätzlefressern ist vielleicht insgesamt weniger Platz, viel mehr Kulturfläche als im Osten, wo die Bevölkerung eher schrumpft, siehe kürzliche Studie dazu.

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maxa67
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Re: Wölfe ins Jagdrecht: CDU vs. Grüne

Beitrag von maxa67 » 8. Apr 2019, 16:08

Ich hatte schon immer meine Probleme mit dem Begriff Mitteldeutschland. Gerade in einem Land, wo die Grenzen über die Jahrhunderte immer woanders gesteckt wurden. Ostdeutsch ist insofern bissel problematisch weil die Definition dann auf nen Uckermärker genauso angewendet werden würde wie auf nen erzgebirgischen Holzmichel. Da tun sich ja einige schon schwer, Leipzig und Dresden innerhalb Sachsens unter einen Hut zu bringen. Das geht beim Fußball los und hört bei der politischen Ausrichtung noch lange nicht auf.
Bei der Bevölkerungsdichte und der sogenannten Kulturfläche würde ich das nicht so sehen. BW liegt bei 308 Einwohnern/qkm Sachsen bei 221, Sachsen hat 4 Städte=Zentren über 100.000 Einwohner (Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau) in welchen knapp 1/3 der 4,1 Mio Sachsen leben, Baden Württemberg hat 9 solcher Zentren mit rund 2 Mio Einwohnern bei gesamt 11 Mio im Ländle. Und diese eher leicht abweichenden Populationsrelationen rechtfertigen aber nicht den Hype, wenn man das Verhältnis der Wölfe Sachsen = ca. 150 vs. BW = 1 Tier betrachtet.
3 Rudel im Schwarzwald, zwei auf der Alb, 1 Rudel im Norden, 1 im Bodenseekreis und 1 an der Donau das sind 8 Standorte, die ich mir von der Siedlungs- und vor allem Landschaftsstruktur gut vorstellen kann, wenn man es denn zuläßt. Und das bei der fast doppelten Landesfläche als sie Sachsen mit mittlerweile 22 Territorien zu bieten hat. Und dort sind mit Erzgebirge und Vogtland bei weitem noch nicht alle territorialen Möglichkeiten ausgeschöpft...

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