Feuer frei: Rodewälder Rüde

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Schattenwolf
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Schattenwolf » 1. Mär 2019, 16:51

Die Abschussgenehmigung wurde heute bis zum 31.03 verlängert. Der Nabu hat die Begründung mittlerweile auch als fachlich falsch eingestuft und behält sich rechtliche Schritte vor. Soweit ich gehört habe wird auch der Nabu Einspruch einlegen. Lies verteidigt weiter sein vorgehen im Landtag. Zitat: Der Staat müsse seine Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Ich hoffe das die Sache Lies und Konsorten gewaltig um die Ohren fliegt.
Auch soll Roddy nicht mehr erschossen, sondern betäubt und eingeschläfert werden. Es ist also möglich Nahe genug an in heranzukommen um in zu betäuben. Eine Vergrämung ist aber nicht machbar?

Ich gehen davon aus das schon geplant ist das ganze Rudel zu töten.
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
Charles Darwin

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Schattenwolf
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Schattenwolf » 1. Mär 2019, 18:33

Hier der Beitrag vom Wolfsmonitor.
https://wolfsmonitor.de/?p=16867
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
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Dr_R.Goatcabin
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Dr_R.Goatcabin » 2. Mär 2019, 09:46

Nina hat geschrieben:
14. Feb 2019, 16:46
"Diese Wolfsberater lassen es an der für dieses Amt notwendigen Neutralität vermissen. Deshalb beantragen wir, diese Wolfsberater wegen Befangenheit von ihrem Amt abzuberufen", schreiben die Schafzüchter. Und weiter: Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sei deshalb nicht mehr möglich.

NDR, 14.02.2019: Schafzüchter wollen Wolfsberater ablösen lassen https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f3864.html
Ich bin mal so auf die "Empörung" aus Jägerkreisen und Politik jetzt gespannt ...

https://wolfsmonitor.de/?p=16879
Beim letzten Mal, als sich gleich mehrere Wolfsberater öffentlich zur Wort meldeten (hier!), wollten einzelne Landtagsabgeordnete aus Niedersachsen ihnen die Neutralität absprechen. Der CDU-Politiker Frank Schmädeke klagte beispielsweise öffentlich: „Wir lassen und die Sache von solchen Leuten nicht kaputtmachen”. Jetzt glaubte erneut ein „Wolfsberater“ das Wort öffentlich ergreifen zu müssen. Der hat allerdings einen jagdlichen Background. Und wo bleibt Schmädeke?

Die Einlassungen von Wolfsberater Helge Stummeyer zeigen nämlich sehr gut, dass weder ein Jagdschein, noch ein wenige Tage dauernder Wolfsmonitoring-Kurs zwangsläufig tiefergehendes Wolfs-Know-how zur Folge haben müssen.

Jäger Stummeyer spricht von einem „Mittelweg“ beim polarisierenden Thema Wolf und fordert nichts weniger, als den Schutzstatus des Beutegreifers herabzustufen, die Aufnahme ins Jagdrecht vorzunehmen und Wölfe auch tatsächlich zu bejagen.
"Though this be madness, yet there is method in 't ..."

Nina
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Nina » 16. Mär 2019, 16:21

Zu den Abschussplänen des Rodewalder Rüden durch das niedersächsische Umweltministerium hat nun auch Ulrich Wotschikowsky Stellung bezogen.
Die Datenlage ist alles andere als niet- und nagelfest, den NLWKN (die Fachbehörde, die die Entnahme genehmigen bzw. anordnen muss) hat sich geschlossen gegen die Entnahme ausgesprochen, der Freundeskreis frei lebender Wölfe hat die Anordnung auf dem Gerichtsweg angefochten, aber das Gericht hat die Anfechtung innerhalb von 24 Stunden abgewiesen. Die Begründung umfasst 14 Seiten. Dass die Justiz so rasch reagiert, möchte man gerne öfter erleben. Für mich allerdings hat der Vorgang, wie man in Schwaben sagt, „a G’schmäckle.“

Ulrich Wotschikowsky, 13.03.2019: Der Rodewaldwolf: ein Testfall für den Umweltmister http://woelfeindeutschland.de/der-rodew ... eltmister/
Das ist insofern interessant, als dass die Behörde (NLWKN), die die Abschussgenehmigung erteilt hat (erteilen musste?), sich laut Wotschikowsky "geschlossen gegen die Entnahme ausgesprochen hat".
Die Abschussgenehmigung erfolgte am 23. Januar 2019 durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Unterstützung des Niedersächsischen Umweltministeriums (MU) und gelangte erst acht Tage später am 31. Januar 2019 an die Öffentlichkeit.

NABU Kreisgruppe Lüneburg: NABU-Landesverband bezieht Stellung zur Wolfsthematik
NABU: Begründung zur Abschussgenehmigung des Rodewalder Wolfes ist fachlich falsch
https://www.nabu-lueneburg.de/handlungsfelder/wolf/
Und so lautet denn auch das Fazit von Ulrich Wotschikowsky über die Abschusspläne von Umweltminister Olaf Lies:
Viel Zeit bleibt nicht. Die Entnahmeerlaubnis läuft am 31. März aus. Wer das macht, wie es geschehen soll, wie man den Leitrüden überhaupt identifizieren will, bevor jemand den Finger krumm macht [...] – dazu schweigt sich der Minister aus. [...] Aber er meint zu „erahnen“, wo sich der Wolf befindet, er meint, das Tier habe „optische und altersspezifische Merkmale,“ die es ermöglichen, ihn als den „richtigen“ Wolf zu identifizieren – welche sind das? Und was, wenn der Wolf nachts zuschlägt?

Nach Ablauf der Entnahmefrist in 18 Tagen ist immer noch Zeit zu fragen, wie er sich dieses absurde Vorhaben vorgestellt hat. Fachleute können ihm das nicht empfohlen haben.


Ulrich Wotschikowsky, 13.03.2019: Der Rodewaldwolf: ein Testfall für den Umweltmister http://woelfeindeutschland.de/der-rodew ... eltmister/

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