Abschussfreigabe für Wolf in SH

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Erklärbär
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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Erklärbär » 28. Aug 2019, 20:46

Okay, mach ich bei Gelegenheit. Aber vorher muss ich noch den Jagdschein machen, falls mir dort ein Wolf auflauert. LOL.

zaino
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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von zaino » 28. Aug 2019, 21:26

Na aber sicher doch: Wölfe liegen eh nur rum und lauern auf Erklärbären und Co. *augenroll*

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Richard M
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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Richard M » 29. Aug 2019, 08:07

Pressemitteilung von Wolfsschutz Deutschland zur erweiterten Abschussverfügung von Umweltminister Albrecht:
Pressemitteilung: Erweiterte Abschussverfügung von Umweltminister Albrecht (Grüne) gegen Wolf Dani ist ein Kniefall vor der Agrar- und Jägerlobby
https://wolfsschutz-deutschland.de/2019 ... egerlobby/
Erklärbär hat geschrieben:
28. Aug 2019, 20:46
Aber vorher muss ich noch den Jagdschein machen,
Geht bestimmt am Wochenende in einem 3-tägigen Turbo-Kurs.
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

Erklärbär
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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Erklärbär » 29. Aug 2019, 09:44

Man sieht, Du hast von Qualifikationen von Jägern keine Ahnung. Aber das war vermutlich als Witz gedacht.

Wolfsschutz Deutschland hetzt gegen Jäger.
jetzt jede Jägerin und jeden Jäger befugt, Wolf Dani abzuschießen
Das ist NUR EINE gezielte Falschinformation. Den Betreibern der Seite ist nicht über den Weg zu trauen. Das hatten wir ja schon mal, z.B. bei der großzügigen Untermessung von Zaunhöhen.

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Richard M
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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Richard M » 29. Aug 2019, 10:53

Auf ndr.de steht auch, dass jetzt alle Jäger, die in besagtem Gebiet jagen, Dani erschießen dürfen: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... lf114.html
Mir erscheint Wolfsschutz-Deutschland glaubwürdig und ich traue Brigitte Sommer über den Weg.
Ich frage mich, wie die Jäger erkennen, ob das wirklich Dani ist, auf den sie da ballern.
Erklärbär hat geschrieben:
29. Aug 2019, 09:44
Man sieht, Du hast von Qualifikationen von Jägern keine Ahnung. Aber das war vermutlich als Witz gedacht.
Muss ich "LOL" dazu schreiben, wenn´s nicht ernst gemeint ist?
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

Erklärbär
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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Erklärbär » 29. Aug 2019, 12:04

Da differenziert der NDR mehr, als Wolfsschutz. Es ist ein Unterschied, ob "alle" oder "alle Jäger, deren Jagdrevier" betroffen ist. Jawina differenziert noch mehr, selbst Begehungsscheininhaber dürfen NICHT. Google selber.

Also, man kann klar sehen wer die Wahrheit schreibt und wer nicht. Alles i.S. der Hetze gegen Jäger.

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Redux
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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Redux » 29. Aug 2019, 12:18

Also der der hier am meisten hetzt sollte vielleicht den Ball flacher halten.
NO DOGS NO MASTERS !

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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Nina » 29. Aug 2019, 18:40

Jetzt sollen also auch noch die Hobbyjäger den "Problemwolf" schießen, der komischerweise mittlerweile kaum noch Probleme macht:
[Frage der Kieler Nachrichten:]Wurde der Problemwolf mittlerweile heimlich abgeschossen?

[Umweltminister Jan-Philipp Albrecht:] Nein, er ist ziemlich sicher noch da, wo wir ihn vermuten. Er wurde gesichtet und es gab zuletzt nur sehr wenige Nutztierrisse. Wir gehen daher davon aus, dass er sich von Wildtieren ernährt hat, aber aufgrund der Sichtungen noch da ist.

Kieler Nachrichten, 20.08.2019: Der Problemwolf ist immer noch in Schleswig-Holstein https://www.kn-online.de/Nachrichten/Sc ... p-Albrecht
Jetzt macht der Wolf also genau das, was er soll - sich von Wild- statt von Nutztieren zu ernähren. Es ist unerklärlich, warum er dann noch geschossen werden soll und vor allem immer noch als "Problemwolf" betitelt wird. Hier geht es wie bei Olaf Lies in Niedersachsen nur ums Prinzip und um das Minister-Ego, das sich vor der Jagd- und Bauernlobby als tollkühner Drachentöter präsentieren möchte.

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Re: Abschussfreigabe für Wolf in SH

Beitrag von Nina » 13. Sep 2019, 15:38

Während sich die übrigen Natur- und Wolfsschutzverbände öffentlich noch bedeckt zu der neuen geplanten Abschussverfügung des Rüden "Dani" GW924m zeigen, hat sich neben Wolfsschutz Deutschland e.V. auch die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V. in einer Stellungnahme plus Presseerklärung gegen das Vorhaben des schleswig-holsteinischen Umweltministers Jan-Philipp Albrecht ausgesprochen.

Neben der Rechtsanwältin Christina Patt ist auch Almuth Hirt Verfasserin der Stellungnahme.
Almuth Hirt war einst Vorsitzende Richterin am Bayerischen Obersten Landesgericht, sie ist Mitautorin eines Kommentars zum Tierschutzgesetz. Jetzt, im Ruhestand, verfasst die Juristin Gutachten zu tierschutzrechtlichen Fragen, unter anderem zum Wolfsschutz.

Spiegel, Print-Ausgabe Nr. 5 / 26.01.2019, Julia Koch: Wolfswut, Seite 104
Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht hat sich heute mit einem Schreiben an den schleswig-holsteinischen Minister Albrecht gewandt, und den geplanten Erlass einer Allgemeinverfügung, mit der der Abschuss des Wolfes GW924m „effizienter“ gestaltet werden soll und die Wahrscheinlichkeit des Abschusses erhöht werden soll, scharf kritisiert. In dem Schreiben wird dargelegt, dass die Voraussetzungen für eine
rechtmäßige Entnahme des Wolfes und somit auch für den Erlass der geplanten Allgemeinverfügung aktuell nicht vorliegen. Neben unzureichenden und teils widersprüchlichen Begründungen stellt sich der gesamte Prozess als äußerst intransparent dar, da insbesondere die aktuell gültige verlängerte Ausnahmegenehmigung im Gegensatz zu den ersten beiden Dokumenten nicht öffentlich verfügbar ist. Auf dieser Basis behält sich die DJGT auch vor, Strafanzeige zu erstatten, sollte es zu einem rechtswidrigen Abschuss des Wolfes kommen.

Pressemitteilung der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. zur geplanten Allgemeinverfügung zur Entnahme des Wolfes
GW924m, 11.09.2019
https://wolfsschutz-deutschland.de/wp-c ... GW924m.pdf
Aus der Stellungnahme:
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung aktuell noch nicht hinreichend dargelegt sind. Die gemachten Ausführungen sind vielmehr in mehrfacher Hinsicht widersprüchlich. Darüber hinaus fehlt es nach wie vor an einer ausreichenden Begründung, warum ein den empfohlenen Standards entsprechender Herdenschutz in den betroffenen Gebieten nicht möglich ist. Die aktuelle Ausnahmegenehmigung sollte daher mit sofortiger Wirkung aufgehoben werden. Damit fehlt es dann auch an einer hinreichenden Grundlage für die Erteilung der beabsichtigten Allgemeinverfügung.
Die DJGT weist vor diesem Hintergrund bereits jetzt darauf hin, dass sie im Falle eines rechtswidrigen Abschusses des Wolfes GW924m oder
eines anderen Wolfes Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstatten wird.

Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e. V.: Stellungnahme adressiert an das Umweltministerium in Schleswig-Holstein: Einbeziehung weiterer Jägerinnen und Jäger bei der Entnahme des Problemwolfs GW924m - Geplante Allgemeinverfügung - , 11.09.2019 https://wolfsschutz-deutschland.de/wp-c ... GW924m.pdf

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