Wolf in NRW

Über freilebende Wölfe in Deutschland.
S-H Cruiser
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Re: Wolf in NRW

Beitrag von S-H Cruiser » 5. Dez 2018, 21:37

Es sollten keine Wölfe geschossen werden, sie gehören in die Natur wie wir Menschen auch, man sollte sich überlegen wie man die Wölfe verschrecken könnte, wovor hat der Wolf am meisten Angst oder so, ich bin erst seit heute hier mache mir aber Gedanken darüber ob es nicht Alternativen gibt, hat schon mal jemand beobachtet das ein Wolf einen zwei Meter Zaun überspringt habe noch nichts eindeutiges gelesen oder ein Video gesehen, vielleicht sollte man mehr WKs aufstellen wo man der Meinung ist das der Wolf sich dort häufig aufhält

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Old Trapper
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Re: Wolf in NRW

Beitrag von Old Trapper » 6. Dez 2018, 09:26

Das LANUV NRW bestätigt das stationäre Vorkommen einer Wölfin (GW 1044f) im Bereich des Truppenübungsplatzes Senne in Ostwestfalen. Nach dem amtlichen Erstnachweis im Juli gab es bis jetzt immer wieder Bestätigungen.
Schon vorher gab es hier einige C1- Nachweise.
Es gibt in NRW somit z. Z. zwei bestätigte Wolfsreviere mit (noch) unverpaarten Wolfsfähen.
Schermbeck/ Hünxe GW 954f und Senne GW 1044f)
Hoffen wir, dass sich bald Partner einfinden und es zur Rudelbildung kommt.

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Old Trapper
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Re: Wolf in NRW

Beitrag von Old Trapper » 6. Dez 2018, 10:48

https://www.lanuv.nrw.de/landesamt/vero ... a267a5d6dc

Nach den gültigen Kriterien wird das Vorkommen offiziell noch nicht als stationär bwertet, da noch keine C1-Nachweise über einen Zeitraum von 6 Monaten vorliegen. Hinweise auf einen Wolf in der Senne gibt es jedoch weiterhin aus der örtlichen Jägerschaft.
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Lutra
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Re: Wolf in NRW

Beitrag von Lutra » 30. Jan 2019, 17:32


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maxa67
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Re: Wolf in NRW

Beitrag von maxa67 » 30. Jan 2019, 19:10

Das nenne ich mal gelebte Demokratie. Da darf wirklich jeder was in die Feder bzw. Tastatur zum Besten sabbeln.
Kommt er nicht besser, er würde verschwommene UFO Fotos aus den 50ern interpretieren? Das hätte ja noch was von Faszination und würde den Glauben direkt ansprechen.
Mein Gott, wie tief sind unsere wissenschaftlichen Standards gesunken... grauselig...

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SammysHP
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Re: Wolf in NRW

Beitrag von SammysHP » 30. Jan 2019, 19:32

Wernher Gerhards Gutachten sind immer wieder eine Freude. Viele Autoren sind sicher neidisch auf dieses Ausmaß an Kreativität und Fantasie. Nur schade, dass die meisten Leser solche Dinge zu wenig kritisch lesen und es glauben.

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Re: Wolf in NRW

Beitrag von Old Trapper » 30. Jan 2019, 20:27

SammysHP hat geschrieben:
30. Jan 2019, 19:32
Wernher Gerhards Gutachten sind immer wieder eine Freude. Viele Autoren sind sicher neidisch auf dieses Ausmaß an Kreativität und Fantasie. Nur schade, dass die meisten Leser solche Dinge zu wenig kritisch lesen und es glauben.
Hallo SammysHP

Gerhards Gutachten dürften nur für gewisse gläubige, unbelehrbare und wenig bis nicht sachkundige Wolfsfeinde eine Freude sein.
Für Dich, mich und alle die sich in der Materie auskennen sind derartige "Gutachten" nicht das Papierwert, auf das sie gedruckt sind. Ja, man kann darüber lachen. Aber Freude empfinde ich hier nicht, weil Du mit Deinem letzten Satz leider nur allzu recht hast. Viele unbedarfte Leser fallen auf diesen Unsinn herein.

Dass solche Leute ( ..."sciencegroup"... ) überhaupt ernst genommen werden, die sogar in ihrem Logo nicht einmal der englischen Rechtschreibung mächtig sind! Und man durchforschne mal das www nach der genannten " sciencegroup". Da ist nur Dunkel.
Ulrich Wotschikowsky hat die Truppe, wie schon oben bemerkt, recht gut charaktisiert.
Die Auswertung des Fotos durch die "... sciencegroup..." ist dilletantisch und verdient insgesamt das Prädikat ungenügend.
Weder lassen sich die verwendeten morphologisch anatomischen Daten aus dem Foto so auslesen, wie es Gerhard tut, noch sind die Aussagen zu dickbäuchigen Wölfen und weniger dickbäuchigenHunden sachlich korrekt. Da hat der Herr wohl noch keine verwilderten Hunde in Italien, Asien oder sonst wo in der Welt gesehen, nachdem diese sich einmal den Bauch vollschlagen konnten.
Beim LANUV wird man dieses Pseudogutachten sicher kaum ernst nehmen.

Mit freundlichem Gruß
Old Trapper
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Re: Wolf in NRW

Beitrag von Dr_R.Goatcabin » 30. Jan 2019, 21:08

"EU-Wolfsexperte und gerichtlich zugelassener Wolfs-Sachverständiger" ........ Wer vergibt denn eigentlich diese Zulassungen? "EU-Wolfsexperte" kann ich mir auch auf'n Pappschild malen und damit zum nächsten Wolfssymposium von beliebigen Jägerschaften gehen; ist dasselbe.
"Though this be madness, yet there is method in 't ..."

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Re: Wolf in NRW

Beitrag von SammysHP » 30. Jan 2019, 21:26

Sowas vergibt sich jeder selbst. ;)

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Re: Wolf in NRW

Beitrag von Nina » 30. Jan 2019, 21:47

In Teilen der Jägerschaft genießt Herr Gerhards aber hohes Ansehen.

So hat sich 2014 der Meißner Kreisjagdverband auf das von Herrn Gerhards in Eigenregie erstellte Gutachten¹ über die Ursache eines Verkehrsunfalls durch entlaufene Pferde als Grundlage in einem "Brandbrief" an das sächsische Innenministerium berufen - und darin die „unkontrollierte Ausbreitung des Wolfes im Landkreis Meißen“² und die„Gefahren für die innere Sicherheit durch den unkontrollierten Bestandszuwachs des Wolfes“¹ beklagt.

Obwohl das Umweltministerium die Expertise des Gutachters anzweifelte, weil es "keine Hinweise auf eine wissenschaftliche Tätigkeit" des Verfassers gesehen hat und Herr Gerhards auch gegenüber der Sächsischen.de eine Aussage über die Herkunft seines Wissens eine Auskunft verweigerte², stand der Kreisjagdverband unbeirrt hinter Gerhards:
Der Kreisjagdverband indes verteidigt das Gutachten vehement. „Nach aktueller Faktenlage“ bestehe „keinerlei Anlass, die Seriosität anzuzweifeln“, heißt es in einem Statement.

Sächsische.de, 07.01.2014: Zweifel am Wolfsgutachten https://www.saechsische.de/zweifel-am-w ... 45768.html
Das Gutachten, das zunächst "wochenlang unter Verschluss"³ blieb, wurde letzten Endes doch der Landesbehörde zugänglich gemacht und war über die Internetseite des Kreisjagdverbandes Meißen einsehbar.³

Im Dialog zum Arbeitsthema „Wölfe im Landkreis Meißen“ waren die Vertreter der Jagd voll des Lobes für Herrn Gerhards.
Rolf Kotzur, Wildtierbeauftragter des Landesjagdverband Sachsen, würdigte die Arbeit von Wernher Gerhards: „In der Expertise steckt mehr als nur Fleiß. Darin enthalten ist sehr viel wissenschaftliches Know-how. Herr Gerhards gehört zu den wichtigsten Wolfsexperten in Deutschland.“

Landkreis Meißen, Pressemitteilung 13.02.2014: Gutachten geht jetzt an die Landesbehörde http://www.kreis-meissen.org/9254.htm
Norman Härtner vom Kreisjagdverband erklärte, dass in den im Gutachten dargestellten Verfahren, deren Erfolg durch historisches Jägerwissen belegt sei, „ein möglicher Weg aufgezeigt wird, Wolfsfährten auch unter Feldbedingungen zu identifizieren“.

Landkreis Meißen, Pressemitteilung 13.02.2014: Gutachten geht jetzt an die Landesbehörde http://www.kreis-meissen.org/9254.htm
Auch der Verband der Jagdaufseher Niedersachsen e. V. (VJN) bedient sich Wernher Gerhards Expertise:
Zusätzlich haben wir Wernher Gerhards vom bionic center aus Meissen darum gebeten, eine Wolfs- oder Hundespur spurenanalytisch zu beurteilen, die in einem Revier in der Nähe Rodewald in Niedersachsen gefunden wurde. Das analytische Spurenergebnis ebenfalls hier zur Information für den Leser. [...] Weltweit mahnen mittlerweile viele Wolfsexperten diese einseitige EU-Wolfspolitik an, und Valerius Geist - einer der renommiertesten Wolfs- / Verhaltensforscher - sagt zur europäischen und deutschen Wolfspolitik, dass sie mit Wissenschaft oder Naturschutz schon lange nichts mehr zu tun hat.

Verband der Jagdaufseher Niedersachsen e. V. (VJN): Neues vom Wolf – Wolf, Hund, Hybrid? http://www.jagdaufseher-niedersachsen.d ... newsID=151


¹ Landkreis Meißen, Pressemitteilung 13.02.2014: Gutachten geht jetzt an die Landesbehörde http://www.kreis-meissen.org/9254.htm

² Sächsische.de, 07.01.2014: Zweifel am Wolfsgutachten https://www.saechsische.de/zweifel-am-w ... 45768.html

³ BUND Sachsen e.V., 18.02.2014: Neuer Ärger ums Wolfsgutachten https://gesunde-zukunft.eu/cms/pages/po ... 0.php?p=40

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