Wildschaden und Jagdpacht

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Lutra
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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von Lutra » 15. Mai 2019, 17:50

wasserwerker hat geschrieben:
15. Mai 2019, 17:06
Es zählt nicht eine Genossenschaft den Wildschäden. Gibt es nicht! Die wären auch schön blöd. Ergo es zahlt immer der Pächter.
Und das weißt du auch. Allerdings verstehe ich, dass es besser aussieht, wenn der Jäger nicht zahlt. Passt besser zum Jäger Hass!
Fuchs ist Quatsch! Weil du nicht in Ortschaften jagen darfst, bzw x Meter von der nächsten Behausung jagen darfst.
Also erzähl kein Quatsch.
Unsere Genossenschaft zahlt Wildschaden, wie vom Gesetzgeber vorgegeben. Die Pächter zahlen eine Wildschadenspauschale zusätzlich zur Pacht.
Es geht nicht um das Bejagen des Fuchses, es geht um den Schadenersatz für die von ihm angerichteten Schäden, und den gibts einfach nicht.

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von wasserwerker » 15. Mai 2019, 18:17

Lutra, am Ende zählt der Jäger den Wildschäden richtig. Bauer Maier ist mit 40ha in der Genossenschaft. SW verursacht auf den 40 hä Schäden. Der Jäger zahlt jetzt nach deiner Aussage an die Genossenschaft, und die Genossenschaft zahlt dann Bauer Maier seinen eigen Wildschäden. Lach mich weg. Zeig mir einen Bauern der die Genossenschaft dazwischen lässt.
Aber egal wie ihr es macht! Der Jäger zahlt. Und das wird Euch nicht anderes sein!
Also nochmals für die Jägerhasser.
Der Jäger/Pächter zahlt den entstandenen Wildschäden. Aber, gilt auch für Wolfsblut, man lernt nicht aus.

Lutra
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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von Lutra » 15. Mai 2019, 18:44

Natürlich zahlt er, über die Pacht, die Wildschadenspauschale oder direkt, je nachdem, wie der Pachtvertrag ausgehandelt ist. Die Jagdgenossenschaft hat ja keine anderen Einnahmen als die Jagdpacht, ist aber selbst laut Gesetz, das Du gerne im Netz suchen kannst, zum Wildschadensersatz verpflichtet. Wenn nicht anders, muß eben die Pacht so hoch ausgehandelt werden, das das Geld dafür reicht. In unserer Jagdgenossenschaft wurden für Wildschadensausgleich z.B. Rücklagen angelegt, falls mal unerwartet hohe Schäden angemeldet werden.
Praktisch ist es so, dass bei Neuverpachtung die Pächter Angebote unterbreiten und von sich aus Übernahme von Wildschäden, pauschal oder voll, anbieten, auch Wildbret fürs Jagdvergnügen z.B., um die Pacht zugesprochen zu bekommen.
Kannst Dich weglachen wie Du willst, wär vielleicht gar nicht so verkehrt...

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von wasserwerker » 15. Mai 2019, 18:50

Also Wolfsblut, Sprache wiedergefunden und im Netz mal Wildschäden nachgelesen. Oh Wunder oh Wunder. Der Jäger zahlt für Wildschäden. Und noch einmal. Für Schäden die Schweine im Feld/Grünland verursachen, und die Schäden die das Rotwild, Damwild, Rehwild, sikkawild im Forst verursachen. Und zwar Schäl und Fegeschäden. Da biste platt. Jäger zahlen.
Und das in Ansiedlungen nicht geschossen werden darf finden Jäger richtig, aber die Bürger in den Vororten von Berlin hätten das sehr gerne anderes! Na sowas, wird aber trotzdemnicht gemacht. Gibt ein paar Idioten die machen das trotzdem, die sind aber sehr schnell ihren Jagdschein los.

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von wasserwerker » 15. Mai 2019, 18:54

Lutra das glaubst du doch selber nicht. Das mag vllt bei unattraktiven Revieren der Fall sein, weil diese sonst garnicht verpachtet werden. Sonst bleiben die Eigentümer auf dem gesamten Schäden alleine sitzen, weil sie kein Jagdrecht haben. Außer sie haben einen Jagdschein und mindestens 75 ha. Also erzähl nicht.
Sag es ja, doof das die Jäger den Wildschäden zahlen, passt so garnicht ins Bild. Schade gelle!

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von wasserwerker » 15. Mai 2019, 18:56

Noch mal, erzähl du mir nichts von Wildschadensregelungen.

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von wasserwerker » 15. Mai 2019, 18:59

Frag dich mal deine Jagdgenossen in den Revieren Nähe der Grossstädte(Umkreis von 2std) die können Dir erzählen wie in Genossenschaften Geld verdient wird durch die Jagd.

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von Lutra » 15. Mai 2019, 19:17

Wir reden aneinander vorbei.
Ich sage, wie es rechtlich geregelt ist.
Du sagst, wie es in der Regel praktiziert wird, was aber immer Sache der Aushandlung des Pachtvertrages ist.
Übrigens, das Jagdrecht liegt seit Mitte des 19. Jahrhunderts in unseren Regionen beim Grundeigentümer, ist was anderes, als das Recht, die Jagd auszuüben. Dafür wird eben dann das Jagdrecht verpachtet, außer, du hast genügend Fläche, um es selbst ausüben zu können (Eigenjagd).

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von Lutra » 15. Mai 2019, 19:31

wasserwerker hat geschrieben:
15. Mai 2019, 18:50

Und das in Ansiedlungen nicht geschossen werden darf finden Jäger richtig, aber die Bürger in den Vororten von Berlin hätten das sehr gerne anderes! Na sowas, wird aber trotzdemnicht gemacht. Gibt ein paar Idioten die machen das trotzdem, die sind aber sehr schnell ihren Jagdschein los.
Schon mal was von Stadtjägern gehört?

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Re: Wölfe in Sachsen

Beitrag von wasserwerker » 15. Mai 2019, 19:37

Das mit dem Jagdrecht stimmt. Die Jagdausübung ist beim Jagdausübungsberechtigten.
Und wie ich bereits schrieb, braucht der Grundstückseigentümer mindesten75 Ha und eine Jagdberechtigung/Jagdschein um zu jagen. Hat er diese nicht, darf er nicht die Jagd ausüben. Mehrere Kleingrundstückseigentümer schließen sich in der Jagdgenossenschaft zusammen, um Jagdreviere anzubieten, damit diese Bejagd werden können!
Und wir sind uns einig das der Jäger für den Wildschaden zahlt für nachfolgende Tiere: siehe WhatsApp s vorher.
Bei uns zahlt man als Pächter für 400 ha knapp4000-6000€. Dazu kommt der Wildschäden den er bezahlen muss. Verhandelt muss er mit den einzelnen Grundstückseigentümer, denn jeder Eigentümer hat individuelle Bezahlmodelle. Und das geht die anderen Genossen nix an!

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