Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

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Richard M
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Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von Richard M » 10. Mär 2019, 11:38

Es gibt eine Petition im Bundestag, nach der der Fuchs in Zukunft nicht mehr als jagdbares Wild eingestuft werden soll: https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... 91112.html
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

harris
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von harris » 10. Mär 2019, 13:54

Richard M hat geschrieben:
10. Mär 2019, 11:38
Es gibt eine Petition im Bundestag, nach der der Fuchs in Zukunft nicht mehr als jagdbares Wild eingestuft werden soll: https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... 91112.html
Na dann sprich mal mit dem NABU wie die dann in den Vogelschutzgebieten in Norddeutschland auf weitere Bruterfolge hoffen wollen?
Warum sind die Erfolge auf den Inseln so groß? Weil es hunderte Füchse gibt, oder weil jeder einzelne bejagt wurde?

Nina
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von Nina » 11. Mär 2019, 16:34

harris hat geschrieben:Warum sind die Erfolge auf den Inseln so groß? Weil es hunderte Füchse gibt, oder weil jeder einzelne bejagt wurde?
Weil z. B. Igel im großen Stil mit Fallen gefangen und auf dem Festland ausgesetzt worden sind?
Untersuchungen aus früheren Jahren hatten zudem ergeben, dass ein hoher Anteil von Uferschnepfen-Gelegen durch Igel gefressen wurde. Dies führte dazu, dass zu wenig Uferschnepfenküken schlüpfen konnten und zu wenig Schnepfennachwuchs flügge wurde. Im Rahmen des LIFE-Projektes entschied man sich daher zu einer Regulierung der Beutegreifer in den Brutgebieten. „Igel sind kein natürlicher Bestandteil der Inselnatur Borkums, sie wurden von Menschen eingeschleppt. Inseln sind von Natur aus frei von Raubsäugern, und die dort brütenden Vögel haben keine Abwehrmechanismen gegenüber Bodenprädatoren“, so Reichert weiter. Nach enger Absprache mit dem Tierschutz und den Landkreisen Leer und Aurich wurden von 2013 bis 2016 die Igel aus den Brutgebieten abgesammelt und am Festland in ihren natürlichen Lebensräumen ausgesetzt. Gelegeverluste durch Igel wurden seitdem nicht mehr festgestellt.

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer:Borkums Uferschnepfen legen zu - Bruterfolg zählt dank LIFE-Projekt zu den höchsten in ganz Niedersachsen https://www.nationalpark-wattenmeer.de/ ... en-zu/5096
Die gesicherten Untersuchungen der Biologen hätten ergeben, dass der von Igeln nachts gefressene Anteil der Vogelgelege erheblich sei und den der anderen Säuger deutlich übertreffe.

Friesischer Verband für Naturschutz und ökolgische Jagd, 19.09.2017: Runder Tisch zum Schutz der Uferschnepfe auf Langeoog http://fvnj.eu/aktuelles/runder-tisch-z ... -langeoog/
Weil z. B. die Lebensraumqualität verbessert worden ist?
Mit aktuell etwa 300 Brutpaaren der Uferschnepfe spielt das niedersächsische Wattenmeer eine wichtige Rolle beim Wiesenvogelschutz.
Auf Langeoog tragen vor allem die dort wirtschaftenden Landwirte und Pferdehalter zum Schutz der Wiesenvögel bei. Auf großen Teilen des Inselgrünlands wird eine extensive Mäh- und Weidenutzung durchgeführt, die in enger Abstimmung und nach Vereinbarungen mit dem Naturschutz erfolgt. So wurde gemeinsam erreicht, dass ein bedeutender Anteil der Uferschnepfen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer auf Langeoog brütet.

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Wiesenvogelland Niedersachsen https://www.nationalpark-wattenmeer.de/ ... g_life.pdf
Wie töricht ist es zudem, die Situation auf den Inseln auf das gesamte Bundesgebiet zu übertragen und eine Notwendigkeit der Prädatorenbejagung für die gesamte Fläche des Festlands abzuleiten?

Wiesenvögel benötigen vor allem geeignete Lebensräume - dann verkraften sie auch den natürlichen Prädatorendruck:
Wiesenvögel brauchen im Frühjahr nasse Wiesen, die erst spät gemäht werden. In der Zwischenzeit können die Vögel auf dem Boden brüten und ihre Jungen großziehen. Weil die Küken Insekten fressen, sind blütenreiche Pflanzen wichtig, denn dadurch werden viele Insekten angezogen. Um solche Wiesen zu erhalten, dürfen aber nicht zu viele Kühe auf der Weide stehen und es darf auch nicht früh und nicht zu oft gemäht werden. Das aber ist nach den heutigen Erfordernissen in der modernen Landwirtschaft notwendig. Außerdem darf die Wiese für eine frühe erste Mahd auch nicht nass sein. Also wurden und werden viele Wiesen, insbesondere in der Niederung am Niederrhein entwässert. Die Folge ist, dass die Wiesen austrocknen, Blütenpflanzen verschwinden und dichtes Gras dominiert. Die Wiesenvögel haben kaum noch Möglichkeiten im Boden nach Nahrung zu stochern. Die Nester werden bei der Mahd zerstört und die wenigen Küken, die schlüpfen, finden kaum noch Insekten.

LIFE-Projekt: Grünland für Wiesenvögel http://www.life-wiesenvoegel-niederrhei ... ex.php/de/
Wenn die Jägerschaft mit der Zustimmung des Landkreises Leer es schafft (was gar nicht möglich sein wird, dass zeigen die vergangenen Ausrottungsversuche des Fuchses) den Fuchs zu 90% hier in Ostfriesland abzuschießen, stehen die nächsten Beutegreifer schon in den Startlöchern. Wer wird dann ausgerottet, um einige wenige Gelege der Wiesenbrüter zu schützen? Der Igel und der Reiher? Vielleicht auch der Storch - er frisst ebenfalls Eier und Kleintiere bis Kükengröße? Da wäre auch noch der Marder, der Bussard und Adler? Sollte uns nicht spätestens jetzt bewusst werden, dass wir den Wildtieren Lebensraum geben müssen und unsere Finger von den Beutegreifern lassen sollten?

Pro Fuchs Ostfriesland: Sind Füchse schuld am Rückgang der Wiesenvögel?
https://www.profuchsostfriesland.de/Inf ... senvoegel/
Danke an Richard M für den Link zur Petition! :)

Yummie
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von Yummie » 11. Mär 2019, 17:20

Ich denke, man sollte langfristig versuchen, ökologisches Gleichgewicht wiederherzustellen und auch dem Fuchs wieder mehr Raum geben. Immerhin hat er ja nun durch den Wolf wieder einen natürlichen Feind. Das Argument mit dem Vogelschutz lässt mich grübeln, ja. Vielleicht gibt es tatsächlich in Ausnahmefällen Gründe, Füchse zu schießen. Ich stecke in dieser speziellen Materie zu wenig drin. Das sind alles Dinge für die man vor Ort mit Experten nach Lösungen suchen sollte.

Vor ein paar Monaten hatte ich mir ein Jagdvideo angeschaut, bei dem es um Kaninchenjagd in einem Weinberg ging.... Nebenbei wurden noch ein paar Füchse erlegt, die Jäger haben sich gefreut wie die Schneekönige.... Was soll man dazu noch sagen....

Erklärbär
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von Erklärbär » 11. Mär 2019, 23:01

Nanunina, liest Du Deine eigenen Zitate nicht?
 Inseln sind von Natur aus frei von Raubsäugern, und die dort brütenden Vögel haben keine Abwehrmechanismen gegenüber Bodenprädatoren
Was schiebst Du dem armen Harris schon wieder alles unter....es ging auch nicht um Igel usw. er hat ganz deutlich lediglich die NABU Position erwähnt.

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Lone Wolf
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von Lone Wolf » 13. Mär 2019, 22:23

Das würde höchste Zeit... Die gnadenlose Jagd auf Füchse, Dachse, Marder ist der blanke Wahnsinn...Ein Leben für ein Leben, obwohl die Tiere/ Bodenbrüter seit zigtausenden Jahren auf dem Festland koexistieren...Um Inseln, auf denen Füchse u.a. nicht heimisch waren, geht es nicht...Und die Jäger wissen es ganz genau.Bodenbrüter, Fuchsbandwurm, ja gar die Tollwut sind die Ausreden für die Bürger. Sitzt man unter Ihnen gibt es Klartext. Dieses Raubzeug ist das einzige Tier in Deutschland, auf das die Jagd so richtig Spass macht, heisst es da ohne viel Umschweife. Und so sterben Füchse weiter zu hunderttausenden, obwohl sie als gute Mäusevertilger nützlich wären. Können sich kaum Familien gründen, machen fast alle von ihnen Zeit ihres kurzen Lebens die furchtbare Erfahrung, ständig gehetzt und in Lebensgefahr zu sein, deutlich mehr als 90 % werden keine 4 Jahre, die meisten kaum ein Jahr...
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harris
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von harris » 14. Mär 2019, 09:31

Lone Wolf hat geschrieben:
13. Mär 2019, 22:23
Das würde höchste Zeit... Die gnadenlose Jagd auf Füchse, Dachse, Marder ist der blanke Wahnsinn...Ein Leben für ein Leben, obwohl die Tiere/ Bodenbrüter seit zigtausenden Jahren auf dem Festland koexistieren...Um Inseln, auf denen Füchse u.a. nicht heimisch waren, geht es nicht...Und die Jäger wissen es ganz genau.Bodenbrüter, Fuchsbandwurm, ja gar die Tollwut sind die Ausreden für die Bürger. Sitzt man unter Ihnen gibt es Klartext. Dieses Raubzeug ist das einzige Tier in Deutschland, auf das die Jagd so richtig Spass macht, heisst es da ohne viel Umschweife. Und so sterben Füchse weiter zu hunderttausenden, obwohl sie als gute Mäusevertilger nützlich wären. Können sich kaum Familien gründen, machen fast alle von ihnen Zeit ihres kurzen Lebens die furchtbare Erfahrung, ständig gehetzt und in Lebensgefahr zu sein, deutlich mehr als 90 % werden keine 4 Jahre, die meisten kaum ein Jahr...
Haste mal gelesen was du für einen Mist geschrieben hast? Da passt ja gar nichts.. :roll:

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TheOnikra
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von TheOnikra » 14. Mär 2019, 18:08

harris hat geschrieben:
14. Mär 2019, 09:31
Lone Wolf hat geschrieben:
13. Mär 2019, 22:23
Das würde höchste Zeit... Die gnadenlose Jagd auf Füchse, Dachse, Marder ist der blanke Wahnsinn...Ein Leben für ein Leben, obwohl die Tiere/ Bodenbrüter seit zigtausenden Jahren auf dem Festland koexistieren...Um Inseln, auf denen Füchse u.a. nicht heimisch waren, geht es nicht...Und die Jäger wissen es ganz genau.Bodenbrüter, Fuchsbandwurm, ja gar die Tollwut sind die Ausreden für die Bürger. Sitzt man unter Ihnen gibt es Klartext. Dieses Raubzeug ist das einzige Tier in Deutschland, auf das die Jagd so richtig Spass macht, heisst es da ohne viel Umschweife. Und so sterben Füchse weiter zu hunderttausenden, obwohl sie als gute Mäusevertilger nützlich wären. Können sich kaum Familien gründen, machen fast alle von ihnen Zeit ihres kurzen Lebens die furchtbare Erfahrung, ständig gehetzt und in Lebensgefahr zu sein, deutlich mehr als 90 % werden keine 4 Jahre, die meisten kaum ein Jahr...
Haste mal gelesen was du für einen Mist geschrieben hast? Da passt ja gar nichts.. :roll:
Siehe es mal positiv harris. Wenn das durchkommen würde, wäre ein großer Hassschürer gegen die Jäger getilgt, oder nicht?
Aber was würde den gegen eine Art Wildhüter sprechen wie in der Schweiz. Da müssen wir ja nicht absolutes Jagdverbot fordern. Doch ich finde man sollte zumindest versuchen möglichst wenig in die Natur einzugreifen. So viel der Natur ihren freien lauf lassen wie möglich und nur so viel regulieren wie nötig.
Und nein ich weiß nicht wie es bei Füchsen und Bodenbrütern aussieht, aber du musst doch zugeben das pauschales Füchse bejagen genauso unsinnig ist wie ein Komplettverbot.
Ich weiß das es dir Missfällt in diesem Forum so etwas zu diskutieren. Daran bin ich auch nicht unschuldig. Aber ohne Aufklärung wird sich da auch nichts ändern. Das ist dein Gebiet, nicht meins. Das musst du schon selbst übernehmen.
Die Welt ist für alle da!

harris
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von harris » 15. Mär 2019, 09:36

TheOnikra hat geschrieben:
14. Mär 2019, 18:08
harris hat geschrieben:
14. Mär 2019, 09:31
Lone Wolf hat geschrieben:
13. Mär 2019, 22:23
Das würde höchste Zeit... Die gnadenlose Jagd auf Füchse, Dachse, Marder ist der blanke Wahnsinn...Ein Leben für ein Leben, obwohl die Tiere/ Bodenbrüter seit zigtausenden Jahren auf dem Festland koexistieren...Um Inseln, auf denen Füchse u.a. nicht heimisch waren, geht es nicht...Und die Jäger wissen es ganz genau.Bodenbrüter, Fuchsbandwurm, ja gar die Tollwut sind die Ausreden für die Bürger. Sitzt man unter Ihnen gibt es Klartext. Dieses Raubzeug ist das einzige Tier in Deutschland, auf das die Jagd so richtig Spass macht, heisst es da ohne viel Umschweife. Und so sterben Füchse weiter zu hunderttausenden, obwohl sie als gute Mäusevertilger nützlich wären. Können sich kaum Familien gründen, machen fast alle von ihnen Zeit ihres kurzen Lebens die furchtbare Erfahrung, ständig gehetzt und in Lebensgefahr zu sein, deutlich mehr als 90 % werden keine 4 Jahre, die meisten kaum ein Jahr...
Haste mal gelesen was du für einen Mist geschrieben hast? Da passt ja gar nichts.. :roll:
Siehe es mal positiv harris. Wenn das durchkommen würde, wäre ein großer Hassschürer gegen die Jäger getilgt, oder nicht?
Aber was würde den gegen eine Art Wildhüter sprechen wie in der Schweiz. Da müssen wir ja nicht absolutes Jagdverbot fordern. Doch ich finde man sollte zumindest versuchen möglichst wenig in die Natur einzugreifen. So viel der Natur ihren freien lauf lassen wie möglich und nur so viel regulieren wie nötig.
Und nein ich weiß nicht wie es bei Füchsen und Bodenbrütern aussieht, aber du musst doch zugeben das pauschales Füchse bejagen genauso unsinnig ist wie ein Komplettverbot.
Ich weiß das es dir Missfällt in diesem Forum so etwas zu diskutieren. Daran bin ich auch nicht unschuldig. Aber ohne Aufklärung wird sich da auch nichts ändern. Das ist dein Gebiet, nicht meins. Das musst du schon selbst übernehmen.
Weißt Du was die sogenannten Wildhüter in der Schweiz sind? Jäger. Nur eben "harloser" und für Jagdgegner toll umschrieben. Lentale Entnahme hört sich ja auch toller an... ;-) oder?

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SammysHP
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Re: Petition: Herausnahme des Fuchses aus dem Jagdgesetz als jagdbares Wild

Beitrag von SammysHP » 15. Mär 2019, 09:52

Nur, dass ein "Wildhüter" dafür eine zweijährige Berufsausbildung benötigt und angestellt ist.

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