Skandinavien Wolfsjagd

Norwegen, Schweden, Finnland
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TheOnikra
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Skandinavien Wolfsjagd

Beitrag von TheOnikra » 16. Jan 2017, 18:41

http://www.outfox-world.de/blog/im-nord ... sjagd.html

http://www.outfox-world.de/news/schwede ... uegig.html

Die skandinavischen Länder :( Irgendwie ist deren einzige Begründung das es genug Wölfe gibt. Also das nächste mal eine Eidechse am Schwanz festhalten, weil der wächst ja wieder nach.
Alle vorgeschobenen "Argumente" lösen sich ja in Luft auf. Hat heiße Luft nun mal so an sich.
dass zwei Drittel der Bevölkerung trotz Lizenzjagd eine massive Beeinträchtigung durch den Wolfsbestand beklagen und um ihre Sicherheit fürchten. Die Verbesserung der „sozialen Akzeptanz“, die aktuell auch von Finnland zur Begründung der Abschüsse angeführt wird, scheint sich bisher nicht zu bewahrheiten.
Zeigt doch mal wieder das Wolfsjagten einfach wenig bringen. Warum lieber Millionen für Hubschraubereinsetze ausgegeben wird, anstatt für Herdenschutz ist unbegreiflich.
Wie immer. Wolfsjäger haben ihre Trophäe und der ganze Ärger der Landwirte endet nicht.

Der eine Kommentar sagt es ja ganz deutlich. (Wir) also seine Belänge werden befriedigt. Eben typisch Populisten.

Schon Interessant das auf Antiwolfsseiten immer auch auf diese Länder verwiesen wird. Wenn ich mir das aber so anschaue weiß ich nicht ob da nicht deren Ziel verfehlt wird.
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Richard M
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Re: Skandinavien Wolfsjagd

Beitrag von Richard M » 24. Apr 2018, 12:45

Jäger in Norwegen und Schweden haben fast 80 Wölfe erschossen: https://www.mdr.de/wissen/umwelt/jaeger ... n-100.html
Grandiose Leistung dieser Menschen. Grund für die Tötung von Wölfen ist die Nutztierhaltung, wo Wölfe ab und zu Beute machen. Aber da es trotz der Wolfserschießungen Nutztierübergriffe gibt ist klar, dass das Töten von Wölfen nichts bringt. Ein funktionierender Herdenschutz würde den Nutztierhaltern ein vielfaches mehr nützen, als dieses Abschlachten von Wölfen.
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

Erklärbär
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Re: Skandinavien Wolfsjagd

Beitrag von Erklärbär » 24. Apr 2018, 16:24

Richard M hat geschrieben:
24. Apr 2018, 12:45
Jäger in Norwegen und Schweden haben fast 80 Wölfe erschossen: https://www.mdr.de/wissen/umwelt/jaeger ... n-100.html
Grandiose Leistung dieser Menschen. Grund für die Tötung von Wölfen ist die Nutztierhaltung, wo Wölfe ab und zu Beute machen. Aber da es trotz der Wolfserschießungen Nutztierübergriffe gibt ist klar, dass das Töten von Wölfen nichts bringt. Ein funktionierender Herdenschutz würde den Nutztierhaltern ein vielfaches mehr nützen, als dieses Abschlachten von Wölfen.
Dass das nix bringt, klingt unlogisch. 100 Wölfe reissen doch mehr Tiere als 50. Also hat man 50 weniger, die den Nutztierhaltern Ärger machen. Zudem sind die restlichen Wölfe vielleicht etwas vorsichtiger und meiden die menschliche Nähe. Man sollte doch meinen, dass da Platz genug ist in Skandinavien.

Die Skaninavier ticken wohl anders und gestehen den Nutztierhaltern das Recht auf Selbstverteidigung zu.
Hier bei uns ist alles viel komplizierter. Alle möglichen Gruppen melden Rechte an. Ich will das auch gar nicht kleinreden. Ein gesellschaftlicher Konsens ist Rambo-Methoden vorzuziehen.

Aber wenn ich ein Schäfer wäre, der gerade einen Wolf im Blutrausch in der Herde hat, den Wolf würde erledigen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Soll man da zuschauen müssen? Ernsthaft?

zaino
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Re: Skandinavien Wolfsjagd

Beitrag von zaino » 24. Apr 2018, 18:20

Erklärbär, das ist Quark.

1) Ein alter, sehr netter Jäger hat mal bei einer Diskussion erklärt, dass oft EIN einzelnes Reh samt Kitz, das einen festen Einstand hat, mehr Bäume "verbeisst" als eine Zahl X über zig Hektar verteilt. Einfach weil die individuelle Nahrungspräferenz entscheidet.

Ähnlich ist das mit den Wölfen. 1 oder 2 oder ein Minirudel hat sich aus irgendwelchen Gründen auf Haus- und Nutztiere "eingeschossen", evt. weil Ungeschützt = anfüttern ist? Daneben leben vielleicht drei Rudel, die sich sagen, nö, lieber Reh als Schaf und Menschengehöfte sind uns suspekt, da gehn wir nicht hin.

2) Wenn Du die Alphatiere umnietest, gehen die Jungspunde auf Verzweiflungsjagd, wenns dumm läuft, und reißen manches, das sie sonst in Ruhe ließen, weil ihre Chefs und Eltern es ihnen so vorgemacht haben/hätten.

Übrigens gibts Statistiken, die den Anstieg der Nutztierverluste nach Abschüssen bestätigen. Die hatte hier auch jemand schon mal gefunden und eingestellt (und nein, die Erhebungen wurden nicht von Wolfskuschlern gefälscht... falls Du jetzt gleich wieder damit anfängst :roll: ).

3) "Blutrausch" erlebt nur der Mensch. Da die Weideviecher ja nicht aus können, löst das HIn- und Hergerenne beim Wolf dann den Drang zum Surplus-Kill aus. Er täte das schon alles "verarbeiten", wenn man ihn ließe.
4) Wenn Entnahme, dann bitte gezielt nur auf den Wolf/die Wölfe lauern, der/die sich auf Zäune, Tore u.s.w und Weidegetier spezialisiert hat. Und die vergrämen oder notfalls entnehmen. Da sehr viele Jäger aber leider zu doof sind, ihre Schwiegermutter von einer Wildsau zu unterscheiden, und es eh schwer ist, Wölfe richtig anzusprechen, sehe ich da etwas schwarz.

Du kannst natürlich sagen: 50 Wölfe weniger ist gut, alle Wölfe weg ist noch besser. Aber dass wir im Wolfsforum diesen Standpunkt nicht teilen, sondern andere Wege suchen, sollte Dir einleuchten.
Zuletzt geändert von zaino am 24. Apr 2018, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.

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TheOnikra
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Re: Skandinavien Wolfsjagd

Beitrag von TheOnikra » 24. Apr 2018, 18:34

Erklärbär hat geschrieben:
24. Apr 2018, 16:24
Dass das nix bringt, klingt unlogisch. 100 Wölfe reissen doch mehr Tiere als 50. Also hat man 50 weniger, die den Nutztierhaltern Ärger machen.
Wölfe ernähren sich aber nicht nur von Nutztieren im Gegenteil und Abschüsse fördern das die restlichen eher auf Nutztiere umsteigen, auch die welche vorher nicht ein Nutztier gerissen haben. Besonders
Erklärbär hat geschrieben:
24. Apr 2018, 16:24
Zudem sind die restlichen Wölfe vielleicht etwas vorsichtiger und meiden die menschliche Nähe.
Wenn sie im Wald geschossen werden, da wo sie ja eigentlich sein sollten und die übrichen Rudelmitglieder, wenn es überhaupt welche gibt, es höchstwahrscheinlich gar nicht mit bekommen. Finde den Fehler.
Und wenn dem so wäre müsste man ja diese Bejagung bis Nahe der Ausrottung nicht immer wiederholen. Realität bezeut dies.

Viel Wirkungsvoller ist sich ein Wolfsrudel zu "erziehen" mit Hilfe von Herdenschutz. Vorteile: Solbald das Rudel gelernt hat keine Nutztiere zu reissen, mittels Elektrobestrafung und/oder Herdenschutzhundanwesenheit. Hat man auf Dauer ein bestehendes Rudel, das andere Wölfe fernhält und selbst wenige bis keine Nutztiere reissen. => Stabile Verhältnisse
Erklärbär hat geschrieben:
24. Apr 2018, 16:24
Man sollte doch meinen, dass da Platz genug ist in Skandinavien.
Da klappt es in der Kulturlandschaft Deutschand ja viel besser. Anscheinend spielt das eben keine Rolle ob die Beziehung zw. Mensch und Wolf klappt. Ein weiter Punkt wo V. Geist nicht genug nachgeforscht hat. Zahlen hat er ja nicht in den Kontext gesammelt.
http://wolfeducationinternational.com/w ... -menschen/
Wie man sieht sieht man nichts.
Ein Betrüger kann nur Aufzählen und Zahlen(falls er überhaupt die Mühe gemacht hat und welche gesammelt hat) nicht in relevanten Relationen bringen.
Ein Wissenschaftler würde Beobachtungen und Bewertungen gänzlich trennen (Extra Gliederungspunkte). Ein Betrüger würde sie mischen und sie in eine schön zu lesende leicht verständliche Geschichte verpacken.
Ein Betrüger unterscheidet sich vom Laien, da er weiß wie es geht, aber es trotzdem nicht tut. Könnte man von einem Prof. erwarten. ... wie enttäuschend.
Erklärbär hat geschrieben:
24. Apr 2018, 16:24
Die Skaninavier ticken wohl anders und gestehen den Nutztierhaltern das Recht auf Selbstverteidigung zu.
Hier bei uns ist alles viel komplizierter. Alle möglichen Gruppen melden Rechte an. Ich will das auch gar nicht kleinreden. Ein gesellschaftlicher Konsens ist Rambo-Methoden vorzuziehen.

Aber wenn ich ein Schäfer wäre, der gerade einen Wolf im Blutrausch in der Herde hat, den Wolf würde erledigen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Soll man da zuschauen müssen? Ernsthaft?
Es ist ja wohl ein Unterschied ob man gleich tödliche Mittel einsetzt bevor man mildere Mittel nicht wenigstens ausprobiert hat. Beim Menschen ist Die Handlungsfolge ja klar. Und nicht falsch verstehen man jetzt Tiere nicht wie Menschen behandeln, aber doch wenigstens mehr als eine Sache, der Situation angemessen und dem Tier gerecht.
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Dr_Goatcabin
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Re: Skandinavien Wolfsjagd

Beitrag von Dr_Goatcabin » 11. Nov 2018, 13:57

TheOnikra hat geschrieben:
24. Apr 2018, 18:34
http://wolfeducationinternational.com/w ... -menschen/
TheOnikra, hast Du Dir dieses Geschwurbel wirklich zur Gänze selber mal angetan? In dem Maße, wie ich mir Kräuterlikör zuführen müsst, um den aufkommenden Verkrampfungen beim Lesen dieses Textes zu begegnen, hielte ich das wohl nicht bis zum Ende durch, ohne vollkommen betrunken zu werden.
Das ist genau so ein Duktus, den Verschwörungstheoretiker haben, um die Arbeit seriöser Wissenschaftler zu verunglimpfen.
"Though this be madness, yet there is method in 't ..."

"Ich wollte schon immer was mit Menschen machen." - "Ja, aber ... Scharfschütze?"

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TheOnikra
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Re: Skandinavien Wolfsjagd

Beitrag von TheOnikra » 11. Nov 2018, 15:10

@Dr_Goatcabin
Anfangs habe ich sogar überwiegend Informationen bei Wolfsgegnern aufgelesen. Man lernt schnell die ganzen emotionelgeprägten Stellen zu überfliegen und konzentiert sich auf den sachlichen Inhalt. Also recht übersichtlich das Ganze. Aber wie gesagt ich kenne das ganze gedönz der Wolfsgegner. Da ist seit Jahren nicht neues mehr dabei
Zum Vergleich kann man sich auch V. Geist Werke ansehen (Nicht den Wolf betreffend) wo er noch ein echter Wissenschaftler war.
Von ein guten Wissenschaftler zu einem schlechten Märchenschreiber.
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