Jagdgesetz und Hund

Alles rund um die wölfischen Vierbeiner zu Hause.
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Caronna
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Jagdgesetz und Hund

Beitrag von Caronna » 20. Feb 2014, 14:54

Ich habe in Erinnerung das es in einem der östlichen Bundesländer eine Verschärfung gibt, die das einfache abknallen von Haushunden erschwert. So weit ich in Erinnerung habe muss für jeden Hund eine Genehmigung eingeholt werden, die wurde nur erteilt wenn der Hund mehrfach beim Wildern erwischt wurde.
Ich vermute mal das auch der Schutz der Wölfe dahintersteht.
Es kann auch sein das das nicht fürs ganze Bundesland gilt.
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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von Lutra » 20. Feb 2014, 20:07

Landesjagdgesetz Sachsen, §27, Abs. 3:

http://www.ljv-sachsen.de/fileadmin/use ... G_2012.pdf

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Caronna
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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von Caronna » 20. Feb 2014, 20:15

Ich finde das sollten wir uns merken und immer in der Hinterhand als Argument bereithalten
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Schattenwolf
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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von Schattenwolf » 24. Mär 2016, 19:35

OK wenn ich sowas auf Facebook Wölfe Fakten lese geht mir die Kappe hoch,Sorry.
Ein Hund Jagd aus Spieltrieb und wildert nicht gleich, wenn er hinter einem Reh hergeht.Ist nicht schön sollte auch nicht sein,aber kann mal passieren.
THÜRINGEN: Erwischt ! - Im unmittelbaren Nachweisgebiet der "Wölfin von Ohrdruf" zersprengt ein wildernder Hund sieben Rehe an der Grenze des StOÜbPl "Gotha-Ohrdruf" (19.03.2016). Vom Besitzer des Hundes ist weit & breit nichts zu sehen.

Foto: S.B. (LAG WOLF NABU Thüringen)
https://scontent-ams3-1.xx.fbcdn.net/hp ... 9617_o.jpg

Wenn ich dann auch noch solche Kommentare lese könnte ich nur noch brechen!
Schade das die 3 Fifis nicht in Sachsen /Anhalt waren. Jagdgesetz lesen und dann weiß man wie man die nach Hause kriegt.
Da könnte ich es verstehen wenn ein Jäger schießen würde.Ja es stimmt bei einem Wolf würde ich es anderst sehen, da dieser nicht in Menschenhand ist, und dieser jagen muß um zuüberleben.
mann sollte Hunde so oder so nicht im Wald rummlaufen lassen, auch wegen den Wölfen
In Thüringen herrscht ganzjährig!!! Anleinpflicht in den WÄLDERN:
Sehr gut! Das gilt glaube ich bundesweit. Schöner auch für alle anderen, die den Wald auch genießen möchten. Spaziergänger, Reiter, Jogger....
Seit wann kann ein Hund von Recht und Unrecht unterscheiden?Das kann nur der Besitzer,was es doch für Deppen bei Facebook gibt.
Ich fühle mich durch Reiter und Pferde belästigt, im Grunde auch durch Menschen,und nu? :lol:

Ich glaube ich werde zum Wolfs Gegner. :-?
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charlie
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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von charlie » 24. Mär 2016, 22:40

Hallo Direwolf,
habe nur Deinen Beitrag gelesen (Frazebuch meide ich grundsätzlich). Aber ich habe da eine ganz andere Meinung. Ich wohne ja im Norden des Landes Brandenburg mitten im Urlaubergebiet des Rheisberg-Fürstenberger Seengebietes, unmittelbar an der Grenze zu MeckPom. Bei uns besteht lt. Brandenburgischem Waldgesetz, einschließlich des Landschafts- und Naturschutzgesetzgebung (hier ist alles Landschafts- und Naturschutzgebiet) sowie der örtlichen Hundeverordnungen, im Waldgebiet und in den Ortslagen Leinenpflicht. Und das nach meiner Meinung und Erfahrung ganz zu Recht - ohne wenn und aber. Ausnahmen bestehen nur für Polizei- und Rettungshunde im Einsatz, sowie für Jagdhunde bei der unmittelbaren Jagdausübung (Nachsuche, Ausbildung).
Wenn ich schon höre: "mein Hund jagd nicht", "mein Hund hört", "der läuft nicht hinter Wildtiere", ... . Alles Mumpets. Täglich erlebe ich Anderes!
D.h. nun nicht, das ich dafür bin, dass man wildernde Hunde gleich abschießt ... macht auch kein vernünftiger Jäger. Nur hilft leider oftmals kein klärendes Gespräch mit den betreffenden Hundehaltern, wenn man höflich auf die Rechtslage hinweist. Meist bekommt man nur dumme Sprüche zu hören oder wird sogar beleidigt. Und irgendwann platzt auch dem friedfertigsten Jäger die Hutschnur. Bin kein Jäger, aber mit meinen Hunden viel auf den Waldwegen zwecks Training unterwegs.
Und frage nicht, wie oft ich bzw. meine Hunde schon von freilaufenden Urlauberhunden angefallen wurde, wenn ich mit meinen "Wölfchen" per Rad auf Tour bin (sie laufen vorm Rad im Huskygeschirr). Und genau aus vorgenannten Gründen habe ich einen Waffenschein beantragt, bekommen und bin bei meinen Touren jetzt entsprechend bewaffnet (allerdings nur mit 9mm-Pfeffer ;-) ). Ein entsprechender Hinweis, dass ich ggf. schieße hat seit dem geholfen - leider muss man heut zu Tage zu solch drastischen Maßnahmen wegen der Unvernunft einiger unverantwortlich handelnden Hundehalter greifen.
Gruß
Charlie

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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von charlie » 25. Mär 2016, 23:39

Gestern erst über unverantwortliche Hundehalter geschrieben ... heute an Karfreitag hats wieder "geklappt" ... :evil:
2 freilaufende Hunde haben mich und meine Hunde angegriffen. Sie kamen plötzlich hinter mir her. Habe es zu spät bemerkt, da wir gerade um eine Kurve liefen, und der Weg von Hecken / Strauchwerk gesäumt ist. Der Besitzer fuhr im PKW ca. 300 m im Auto hinter den Hunden.
Die Entschuldigung hät er sich kneigen können, denn beim Hinweis, dass sein Handlungsweise verboten sei, kam der übliche Schwachsinn, vom notwendigen Freilauf ...
Und wenn da Kinder mit ihrem Hündchen gelaufen wären? Da kam nur Achselzucken. :roll: :?:
Ich wurde übrigens von meinen vierbeinigen Damen tapfer verteidigt ... ;-)
Gruß
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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von balin » 26. Mär 2016, 04:08

Hunde sind eben Wölfe! Die haben andere Vorfahrtsregeln. Und zb Herdenschutzhunde sind sehr Revier-trächtig..da geht man mit Hunden am besten weit aussen vorbei, auch mit Leine, weil die nämlich immer frei rumlaufen und Hütehunde auch. Es gibt den heiligen Hundehalter nicht und auch nicht den, der immer recht hat. Die Interessen sind sehr unterschiedlich. Im übrigen freue ich mich immer, wenn der Hund den Halter bewegt. Solche Menschen sind in der Tendenz etwas ausgeglichener. ;-)

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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von charlie » 26. Mär 2016, 07:36

Hallo Ballin,
was Du schreibst ist bekannt, eine Weissheit, die jeder Hundehalter kennen und beachten sollte. 8-) Hier in meinen Beiträgen ging es aber nicht um Hüte- oder Herdenschutzhunde.
Ich bin übrigens tgl. mit meinenm Wolfshund und Huskywolfshundmischling unterwegs, abwechselnd per Fahrrad (im Winter mit Schlitten ;-) ) und zu Fuß ca. 10 - 15 km. Manchmal auch noch weiter.
Meine Wölfchen sind ruhig und entspannt, allerdings sehr jagdtriebig und außerordenlich stark auf die Familie geprägt. Sie würden (und tun es auch) jeden von uns bei einem Angriff bis aufs Letzte verteidigen - und dazu sind sie u.a. auch da.
Gruß
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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von Schattenwolf » 27. Mär 2016, 21:20

charlie hat geschrieben:Hallo Direwolf,
habe nur Deinen Beitrag gelesen (Frazebuch meide ich grundsätzlich). Aber ich habe da eine ganz andere Meinung. Ich wohne ja im Norden des Landes Brandenburg mitten im Urlaubergebiet des Rheisberg-Fürstenberger Seengebietes, unmittelbar an der Grenze zu MeckPom. Bei uns besteht lt. Brandenburgischem Waldgesetz, einschließlich des Landschafts- und Naturschutzgesetzgebung (hier ist alles Landschafts- und Naturschutzgebiet) sowie der örtlichen Hundeverordnungen, im Waldgebiet und in den Ortslagen Leinenpflicht. Und das nach meiner Meinung und Erfahrung ganz zu Recht - ohne wenn und aber. Ausnahmen bestehen nur für Polizei- und Rettungshunde im Einsatz, sowie für Jagdhunde bei der unmittelbaren Jagdausübung (Nachsuche, Ausbildung).
[/u].
Sehe ich nicht so,wenn der Hund hört.Sehr Artgerecht einen Hund nur an der Leine zu führen. :roll:
Da sieht man doch das die Leinenplicht nicht greift,vielleicht wäre auch da eine vernünftige Aufklärung besser,auch ein Sachkundenachweis für alle Hunde wäre von Vorteil.
Wenn ich schon höre: "mein Hund jagd nicht", "mein Hund hört", "der läuft nicht hinter Wildtiere", ... . Alles Mumpets. Täglich erlebe ich Anderes!
D.h. nun nicht, das ich dafür bin, dass man wildernde Hunde gleich abschießt ... macht auch kein vernünftiger Jäger.
Nicht alles Mumpits,macht nicht jeder Hund.
Wie gesagt ein Hund läuft meist aus Spieltrieb hinter Wild her,das sollte aber nicht sein.
Naja würde ich so nicht sagen,in Vechta wurde letztes Jahr im Dezember ein Dobermann auf einer Treibjagd abgeschossen, :evil: er hatte sich von der Leine gerissen.Der Besitzer hatte den Hund erst wenige Tage.
Und jetzt erzähl mir nicht ein schwarzer kupierter Dobermann sieht aus wie ein Reh,bei einem braunen hätte ich es ja noch geglaubt.

Schau mal wie viele Hunde und Katzen jedes Jahr erschossen und vergiftet werden.
Und frage nicht, wie oft ich bzw. meine Hunde schon von freilaufenden Urlauberhunden angefallen wurde, leider muss man heut zu Tage zu solch drastischen Maßnahmen wegen der Unvernunft einiger unverantwortlich handelnden Hundehalter greifen.
Ja die gibt es das stimmt.Es gibt sogar Hundehalter die es geil finden wenn ein Rüde eine läufige Hündin in der Standhitze anfallen will.Und das trotz der tollen Kampfhundeverordung.Ein echtes Vorbild für alle Pitbull Halter. :mrgreen:

Es gibt aber leider auch mehr als genug unverandwortliche handelne Jäger.Mir wurde in jungen Jahren auch schon von einem Jäger gedroht meinen Hund zu erschießen,nur weil er ohne Leine gelaufen ist,der ist noch nicht mal hinter Wild hergelaufen. Bei vielen Jägern scheint ein Hund auch gleich zu wildern wenn er nur schnell läuft,ist mir schon drei mal passiert. ;-)
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Re: Jagdgesetz und Hund

Beitrag von Schattenwolf » 27. Mär 2016, 23:11

ch bin übrigens tgl. mit meinenm Wolfshund und Huskywolfshundmischling unterwegs.Und frage nicht, wie oft ich bzw. meine Hunde schon von freilaufenden Urlauberhunden angefallen wurde
Ich kenne deine Hunde nicht,aber Wolfhunde und Huskys haben auch ein anderes Sozialverhalten als andere Hunde.Alledings sollte man seinen Hund auch anleinen wenn der andere Hund an der Leine ist,und der Besitzer es wünscht.

Ich weiß ja nicht was du für einen Wolfshund hasst,einen Tschechoslowakischer Wolfshund?
Hier mal ein Zitat.
Diese Wolfshunde sind ab 1955 beim tschechoslowakischen Grenzschutz entstanden. Da die bis dahin eingesetzten Deutschen Schäferhunde nicht so robust und ausdauernd waren, wie sie sich das vorstellten und sie auch krankheitsanfällig waren, so haben sie sich überlegt, wie man diese Hunde aufwerten könnte. Sie sollten den Gegebenheiten in der Tschechoslowakei in den Höhenlagen der Grenzgebiete, mit viel Schnee und großer Kälte besser angepasst werden.
Die meisten dieser Hunde waren aber nicht diensttauglich. Sie waren zwar sehr robust und ausdauernd, dieses Ziel wurde erreicht, die Schärfe des Schäferhundes aber war weg. Sie waren z.T. auch sehr scheu, sehr schreckhaft und sehr misstrauisch Fremden gegenüber, was sehr wolfstypisch ist. Man hat immer wieder versucht sie als Diensthunde zu trainieren, aber ohne Erfolg. Die Armee musste dann einsehen, dass diese Hunde für den Grenzschutz nicht geeignet waren und trat als Auftraggeber der Zucht zurück. Nach diesem Entscheid kam die Zucht dann nach 1971 fast zum Erliegen, einzelne Tiere wurden sogar getötet.
Sie würden (und tun es auch) jeden von uns bei einem Angriff bis aufs Letzte verteidigen - und dazu sind sie u.a. auch da.
Das glauben viele Hundebesitzer aller Rassen,würde ich mich nicht drauf verlassen.Oder schon mal realistisch getestet? ;-)
Auch Huskys haben null Wachtrieb oder Schutztrieb,sind sie auch gar nicht für gezüchtet worden.Aber sie sind oft unsozial gegenüber anderen Hunden.
Und genau aus vorgenannten Gründen habe ich einen Waffenschein beantragt, bekommen und bin bei meinen Touren jetzt entsprechend bewaffnet (allerdings nur mit 9mm-Pfeffer ;-) ). Ein entsprechender Hinweis, dass ich ggf. schieße hat seit dem geholfen - leider muss man heut zu Tage zu solch drastischen Maßnahmen
Du kennst aber schon den Spruch"Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen" oder "Wer lebt durch das Schwert, stirbt durch das Schwert". ;-)
AKA Direwolf.

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