Calanda-Wölfe

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wolfsam
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Calanda-Wölfe

Beitrag von wolfsam » 7. Okt 2015, 13:50

Moin! Neues von den Calanda-Wölfen. :)
http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/17672469

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Richard M
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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von Richard M » 11. Dez 2015, 09:23

10.000 Unterschriften gegen die geplante Tötung von Wölfen wurden innerhalb von 10 Tagen gesammelt und an die zuständigen Behörden der Kantone Graubünden und St.Gallen übergeben:
http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostsc ... 94,4457042
"Wie verschiedene Meldungen zeigen, sind im Umfeld von Siedlungen am Calanda nach wie vor Luderplätze (Futterplätze) für die Fuchsjagd vorhanden, die auch Wölfe anlocken könnten", heisst es im Communiqué.
Und da wundert sich ernsthaft jemand, dass auch Wölfe dorthin kommen, um sich leichtes Futter zu besorgen? Das kann doch nicht sein. Dumme Menschen gibt´s halt auch in der Schweiz.
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

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Richard M
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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von Richard M » 21. Dez 2015, 12:29

Entgegen aller Proteste hat das Bundesamt für Umwelt den Abschuss von zwei Wölfen bewilligt: http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/23410750
Wenn die das wirklich durchziehen, finde ich das Armutszeugnis für die Schweiz, ein Armutszeugnis auf allerhöchster Stufe.
Die SVP reichte Anfang Dezember ein Standesbegehren ein. Das Wolfsrudel sei für die Land- und Alpwirtschaft eine unerträgliche Belastung, schrieb die Partei. Die Sömmerung und die Haltung von Schafen und anderen Nutztieren werde immer aufwendiger.
Somit ist wieder klar, wer dahinter steckt :x . Die Nutztierhalter wollen zwar Tiere halten, aber möglichst wenig dafür arbeiten.
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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von holsteiner in nrw » 21. Dez 2015, 13:32

Richard M hat geschrieben: Wenn die das wirklich durchziehen, finde ich das Armutszeugnis für die Schweiz, ein Armutszeugnis auf allerhöchster Stufe.
Wenn man bedenkt, dass alleine 1,6 % aller Schafe während der Sömmerung durch Krankheit, Blitzschläge, oder Abstürze sterben (Quelle: http://t1p.de/qpb3) ist es wirklich ein Armutszeugnis die Wölfe des einzigen reproduzierenden Rudels in der Schweiz zu schießen...

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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von SammysHP » 21. Dez 2015, 14:08

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat den Abschuss von zwei Jungwölfen aus dem Calanda-Rudel bewilligt. Dadurch sollen die übrigen Tiere wieder scheuer werden und die Siedlungen meiden. […] Es empfiehlt den Kantonen, nicht zwei Wölfe gleichzeitig zu schiessen, sondern jeweils nur einen Wolf. Getötet werden sollen die Wölfe dann, wenn die anderen Rudeltiere dabei sind. Zudem soll der Abschuss in Siedlungsnähe und «während der Aktivitätszeit der Menschen» erfolgen.
Wer hat sich diesen kranken Mist eigentlich ausgedacht? Man bestraft damit noch nicht einmal den "Problemwolf" (gibt es den überhaupt?).

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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von holsteiner in nrw » 21. Dez 2015, 14:31

SammysHP hat geschrieben: Wer hat sich diesen kranken Mist eigentlich ausgedacht? Man bestraft damit noch nicht einmal den "Problemwolf" (gibt es den überhaupt?).
Zumindest niemand, der auch nur annähernd was von Wölfen versteht. Aber es gibt ja genügend „Experten“, die sich bei solchen Gelegenheiten bemerkbar machen. Einfach nur beschämend für die Spezies Mensch...

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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von Vicious Cry » 13. Jan 2016, 10:26

Auch Liechtenstein will Wölfe abschiessen

http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-them ... en-ld.4121

Und weiter geht's...
Sehr schade, dass auch die Abschuss-Empfehlungen des BAFU nicht verbindlich sind. Es würde die Chance, die Abschüsse tätigen zu können nochmals einschränken.

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Richard M
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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von Richard M » 19. Jan 2016, 14:35

http://www.augsburger-allgemeine.de/bay ... 47552.html
Meine Heimat-Zeitung hat einen großen Artikel über die Calanda-Wölfe veröffentlicht und auch reingeschrieben, dass deren Nachwuchs jederzeit in Süddeutschland sesshaft werden könnte. Die vielen Anti-Wolf-Kommentare darin zeigen deutlich, wie schwach es um das Wissen über die eigentlich normalsten Vorgänge in der Natur bestellt ist. Dass Wölfe sehr viel wandern müsste bekannt sein. Dass sie dabei menschliche Zivilisation streifen kommt halt vor. Und was die da für ein Drama draus machen. Das verstehe ich einfach nicht.
Hoffentlich lernen kommende Generationen wieder etwas mehr über die Vorgänge in Wald und Flur.
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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von Lutra » 19. Jan 2016, 19:17

Das hat irgendwie System, Panik zu machen, dass die Wölfe die "Scheu" verlieren und immer mehr sich den Siedlungen nähern und dagegen etwas getan werden müßte. Im Zeitungsartikel taucht auch wieder mal das beliebte Wort "Bushaltestelle" auf. Eigentlich müßten die Dorfbewohner wissen, was nachts so alles im Ort rumläuft, Tiere, die eben scharf bejagt werden und dadurch aber keineswegs die menschlichen Siedlungen meiden. Es bringt einfach nichts, die Bejagerei, außer vielleicht, dass dann paar Wölfe weniger da sind und dementsprechend weniger gesehen werden.

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Re: Calanda-Wölfe

Beitrag von Richard M » 20. Jan 2016, 12:50

Umweltverbände kritisieren eine «problemorientierte Grundhaltung» des Bundesamtes für Umwelt:
http://www.suedostschweiz.ch/politik/20 ... lfabschuss
Das Gefahrenpotenzial des Wolfs für den Menschen werde zu hoch eingeschätzt: In der Schweiz habe es keine Anzeichen für aggressives Verhalten dieser Raubtiere gegeben. «Es gibt keinen Grund, das in der Schweiz bei den Wölfen beobachtete Verhalten zu dramatisieren», meint Mirjam Ballmer, Grossraubtier-Verantwortliche von Pro Natura Schweiz.
Wie recht sie doch hat. Und das kann wohl kein Mensch bestreiten.
Aber der erste Kommentar dazu zeigt sowieso, dass es nicht um die Angst vor den Wölfen geht, sondern dass bestimmte Nutztierhalter ihre Arbeitsweise einfach nicht den neuen Begebenheiten anpassen wollen. Es geht einfach nicht mehr, sein Vieh irgendwo abzustellen, das sich dort ganz auf sich allein gestellt vollfrisst, irgendwann vom Besitzer wieder abgeholt und zu Geld gemacht wird.
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