Riss im Wallis

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Lämmchen
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Riss im Wallis

Beitrag von Lämmchen » 28. Aug 2015, 16:57

Im Wallis wurde ein Schaf aus einer mit Strom gesicherten Koppel getötet, die zusätzlich mit Hirten und Schutzhunden gesichert war.

http://www.swissinfo.ch/ger/wolf-greift ... ./41628314

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Richard M
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Re: Riss im Wallis

Beitrag von Richard M » 29. Aug 2015, 10:15

Na so ein Zufall, dass genau dieses noch fehlende 26. Schaf dem Wolf zum Opfer gefallen ist. Ein Sprichwort sagt: Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Im Wallis gibt es einen Verein der Wolfs- und Luchshasser: http://www.sn-verband.ch/quicklinks/wal ... btiere.php
Würde mich absolut nicht wundern, wenn die da was gedreht hätten, z.B. die Schafhirten geschmiert, dass sie dem Wolf ein Schaf überlassen. Damit ist nämlich die nötige Grenze erreicht, um den Wolf töten zu dürfen.
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

Lämmchen
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Re: Riss im Wallis

Beitrag von Lämmchen » 29. Aug 2015, 11:53

Das ist eine harte Beschuldigung.

Ich finde es nicht gut, Menschen Dinge zu unterstellen, die man ersten nicht beweisen kann und die zweitens so schön in die eigene Lebensphilosophie passen. Hauptsache diffamieren, werden sich schon welche finden, die lauthals in das Lied einstimmen.

Wer die Schweiz und die Lebensverhältnisse in der Bergwelt kennt, weiß, wie schwer es ist, Schafe dort gegen Großraubtiere zu sichern. Die betreffenden Schäfer, die sich zusammen gefunden hatten und sich alle Mühe gaben, ihre Tiere zu sichern und dafür keine Mühe scheuten, haben es nicht verdient, jetzt hier so heruntergeputzt zu werden, ohne jede Anhaltspunkte, geschweige denn Beweise. Die Menschen in den Bergregionen haben es schon ohne den Wolf schwer. Ich kann gut verstehen, dass sie sich allmählich gegen ihn wehren und seine weitere Ausbreitung auf ein verträgliches Maß einschränken wollen, schließlich geht es um ihre eigene Lebensgrundlage, um ihren Lebensraum, den sie verteidigen. Sie haben keinen anderen. Dazu haben sie das gleiche Recht wie der Wolf. Der Wolf fragt auch nicht, er handelt. Und wenn die Menschen sich jetzt zusammen tun, um zu erreichen, dass die Population eingeschränkt wird, habe ich Verständnis dafür. Irgendwann wird es wohl ohnehin so weit kommen, dass dieser Ruf nach Einschränkung der Population lauter wird. Wenn kein Verständnis für Betroffene da ist, wenn sie zu ihrem Schaden auch diffamiert werden, dann kann ich verstehen, wenn sich ein Klima gegen den Wolf ganz allmählich ausbreitet, und die Forderung, ihn aus dem geschützten Status zu entnehmen auch lauter wird. Schließlich gibt es weltweit genug Wölfe.
Ich wäre mal ganz still mit unberechtigten Anschuldigungen ohne Beweise.

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Re: Riss im Wallis

Beitrag von SammysHP » 29. Aug 2015, 12:31

Beruht wohl auf Gegenseitigkeit.

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Richard M
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Re: Riss im Wallis

Beitrag von Richard M » 29. Aug 2015, 13:18

Lämmchen hat geschrieben:Ich kann gut verstehen, dass sie sich allmählich gegen ihn wehren und seine weitere Ausbreitung auf ein verträgliches Maß einschränken wollen,
Was die unter verträgliches Maß verstehen, die Zahl kann ich Dir nennen: 0, in Worten NULL!
Die Herrschaften in der Schweiz müssen lernen, dass die Zeiten des rücksichtslosen Ausrottens und Umweltzerstörens vorbei sind.
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

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Grauer Wolf
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Re: Riss im Wallis

Beitrag von Grauer Wolf » 29. Aug 2015, 14:52

Lämmchen hat geschrieben:Das ist eine harte Beschuldigung.
Das ist ein durchaus realistischer Ansatz. Was wurde den Grauen nicht schon alles unter die Pfoten geschoben, bei dem die DNA-Untersuchung das letztlich widerlegte. Wie war das noch mit angegriffenen Pferden, getöteten und gefressenen Fohlen, Hunden und gar Jägern (hast Du diesen Lügenbold schon vergessen, der angeblich sogar zur Schußwaffe greifen "mußte")? Lügenmärchen! Mal eben das 26. Schaf opfern, um den Grauen legal an den Pelz gehen zu können? Imho durchaus eine Möglichkeit!

Menschen, die den Wolf hassen, ist jedes Mittel recht, inkl. Lügen und Verleumdungen.
Richard M hat geschrieben:Was die unter verträgliches Maß verstehen, die Zahl kann ich Dir nennen: 0, in Worten NULL!
Die Herrschaften in der Schweiz müssen lernen, dass die Zeiten des rücksichtslosen Ausrottens und Umweltzerstörens vorbei sind.
Das sehe ich exakt genauso!

Gruß
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Lämmchen
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Re: Riss im Wallis

Beitrag von Lämmchen » 29. Aug 2015, 15:26

Wie soll denn das passiert sein mit dem 26. Schaf?
Glaubt ihr vielleicht, die haben eins aus der Koppel genommen als sie den Wolf sahen und es davor ausgesetzt, damit es gerissen wird - oder wie?
Das klingt ein wenig abenteuerlich.
Es ist wohl auch gar nicht so einfach, den Wolf nach einem 26. Riss zu stellen, um ihm dann "legal an den Pelz zu können".

Für mich ist das so lange so, wie die Schäfer es berichten, bis glaubhaft versichert ist, dass es anders war. Ich mag solche Vorverurteilungen nicht.

Grüßli Lämmchen

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Grauer Wolf
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Re: Riss im Wallis

Beitrag von Grauer Wolf » 29. Aug 2015, 15:35

Bei Berichten über Risse bin ich grundsätzlich erstmal skeptisch (zuviele Vorfälle gaben mir darin Recht). Immer schön die DNA-Auswertung abwarten, dann hat man's schwarz auf weiß...

Gruß
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Widukind

Re: Riss im Wallis

Beitrag von Widukind » 29. Aug 2015, 18:30

Lämmchen hat geschrieben:... Hauptsache diffamieren, werden sich schon welche finden, die lauthals in das Lied einstimmen...
... sagt wer ... :lol:

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