..der tut ja nix... aber nun doch..

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Grauer Wolf
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Re: ..der tut ja nix... aber nun doch..

Beitrag von Grauer Wolf » 16. Okt 2014, 13:51

Wolfsblut hat geschrieben:Kannst du sie nicht mitnehmen? Da kommt die gute auch mal raus...
Der nächste Urlaub wird auf jeden Fall ein gemeinsamer. ;)
Eine "Wolfstour" würde ich dagegen lieber alleine machen. Meine Frau ist nicht in der Lage, sich lautlos querbeet zu bewegen, schon gar nicht in der Dämmerung oder bei Nacht.

Egal, kommt Zeit, kommt Rat. Es kann ja nicht immer so weitergehen (der (zienlich undankbare und egomansiche) Pflegefall ist 96). Aber genug davon, hab keine Lust mich zu ärgern... ^^

Gruß
Wolf
"Lernt mit uns zu leben, denn wir sind nicht mehr viele..."
Canis lupus

"Gesegnet ist das Land, in dem viele Wölfe laufen..."
Sprichwort der Comanches

wewahya
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Re: ..der tut ja nix... aber nun doch..

Beitrag von wewahya » 20. Okt 2014, 22:53

Grauer Wolf hat geschrieben:Einfach mal lesen!
http://www.gruppe-wolf.ch/index.php?page=2&item=164

Was sich die Wölfe da an Schafen holen, ist nicht der Rede wert und jede künstliche Aufregung darüber einfach nur lächerlich!

Gruß
Wolf
interessanter Artikel.. Wahrheit ist eben relativ und bei solch emotionalen Themen immer subjektiv.. aus dem Blickwinkel der jeweiligen Interessengruppe zu sehen..

der Artikel gibt eine gute Darstellung des Gesamtzusammenhangs wieder.. von daher stimme ich Wolf zu.. Die paar Wölfe machen nichts, zumal der Nachwuchs sowieso abwandert.

Grüße

Miscanthus
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Re: ..der tut ja nix... aber nun doch..

Beitrag von Miscanthus » 21. Okt 2014, 10:24

Bin mal zwischendurch dazu gekommen, diesen Thread komplett zu lesen um zu verstehen, an welcher Stelle er „gekippt“ ist.
Ich meine da, wo der Zynismus Eingang gefunden hat.
Vielleicht mag das ja ironisch gemeint sein – wenn ja, hab´ ich´s nicht verstanden.
Vielleicht mag das ja in einer gewissen Rage geschrieben worden sein – dann war es zumindest unüberlegt.

Mal Öl auf´s Feuer gießen:
Diese Pauschalierungen, die in diesem Thread etwas grobschlächtig und plakativ herumgeworfen werden, lasse ich so, in dieser Form nicht gelten. „ …..dann geh´ doch mal Zäune aufstellen und geh´Leute informieren“, etc. ! Viele tun so etwas bereits – im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Für viele, die dies vielleicht ebenso gerne tun würden, ist es aber in der Tat schwierig, wenn man in der Arbeitswelt heftig eingebunden ist und Familie, Haus, Garten hat. Das ist einfach im normalen Leben so und dabei rede ich noch gar nicht von möglichen zusätzlichen Bürden (wenn ich´s einfach mal so nennen darf), wie z.B.einer pflegebedürftigen Person!
Es wäre auch in der Praxis nicht ganz so einfach, wie man sich das als Laie so vorstellt: Da mal treuherzig bei einem Schafhalter aufzutauchen: „Grüß Gott, ich will mal bei Ihnen einen Zaun ziehen und Sie dazu noch ein bisschen aufklären“. Der lacht sich schepp! Aber ich könnte es mir zumindest lustig vorstellen, vor einem Wirtshaus voller bayerischer „Schaferer“, alle mit glasigem Blick und mit Gamsbart bewaffnet…..(Wer´s nicht glauben mag: Siehe einfach mal die Links in den Bayernwolf-Threads). Eine echte Herausforderung!
Ebensowenig lasse ich im Gegenzug die Pauschalierungen vieler Nutztierhalter gelten, die in heutiger Zeit immer noch darauf beharren alle Probleme und Widerstände von der öffentlichen Hand bequem aus dem Wege geschafft oder durch finanzielle Zuwendungen kompensiert zu bekommen. Sorry, im Jahre 2014 kann nicht mehr die Lösung sein, stupide den Abschuss der Wölfe zu fordern, anstatt Schutzmaßnahmen zu ergreifen!
Auch als Nutztierhalter hat man heute gewisse Verpflichtungen seiner Umwelt gegenüber zu akzeptieren und muss seinen Beitrag leisten. Und auch als Nutztierhalter hat man ein gewisses „Unternehmerisches Risiko“ und das mag in diesem Falle eben „Wolf“ heißen. Und einem Unternehmerischen Risiko habe ich zunächst mal als Unternehmer zu begegnen!
Ehe man mir nun vorwirft, ich wisse ja nicht, wovon ich rede (Sowas ist ja immer ein beliebtes Totschlagargument): In meiner nahen Verwandtschaft gibt es einige dieser Kandidaten, die allemal für hitzige Diskussionen gut sind! Die unterschiedlichen Seiten an einen Tisch zu bringen und evtl. sogar „Arbeitseinsätze“ interessierter Laien bei Nutztierhaltern zu organisieren und zu koordinieren wäre doch ein schöne, nützliche Aufgabe – für jemanden der Zeit dazu hat, oder?
Ach, übrigens, wer aus der Tatsache, dass Wildtiere sich nachts bis in die Dörfer und Städte hinein trauen ableitet, dass nun mittlerweile die Wölfe jegliche scheu verloren haben, wäre ein erster Kandidat für intensive Aufklärungsarbeit. Oder, er sollte einfach mal nachts aus dem Fenster gucken und staunen, was er da so sieht……

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Grauer Wolf
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Re: ..der tut ja nix... aber nun doch..

Beitrag von Grauer Wolf » 21. Okt 2014, 12:51

Miscanthus hat geschrieben:Oder, er sollte einfach mal nachts aus dem Fenster gucken und staunen, was er da so sieht……
Hier bei uns um die Ecke ist seit vielen Jahren ein Fuchs zuhause, was eine früh aufgestandene Nachbarin beschrieb, hört sich schwer nach Dachs an, der durch die Siedlung latschte. Abends kurven die Fledermäuse rum und ein Kabel in unserem Wagen hat wohl einem Steinmarder geschmeckt. Sogar Waschbären soll es hier geben (hab noch keinen gesehen). Dazu die üblichen Eichhörnchen, Igel, verwilderten Katzen etc. Die Natur macht nicht an den Stadtgrenzen halt und die Tiere wissen genau, wann die Zweibeiner pennen... :pleased:

Nur der Wolf soll um alles menschliche einen Bogen machen? Ja wie naiv sind die Leute denn? Wenn ich in Wolfsland morgens eine Wolfsspur im Vorgarten hätte, wunderte mich das überhaupt nicht, denn mehr als alle anderen Tiere weiß der Wolf genau bescheid über die menschlichen Aktivitäten und richtet sich danach. Mit verlorener Scheu hat das genau nichts zu tun, aber viel mit Intelligenz und Anpassungsvermögen! Die Leute sollen einfach ihre Märchenbücher vom "bösen Wolf" mal in die Tonne hauen und sich wirklich informieren. Gerade im Zeitalter des Internet ist das ein Klacks, denn es gibt einige, gute Seiten zu dem Thema. Man muß nur wollen. Wer aber aus Trotz oder falschem Traditionsverständnis (das hat mein Uropa schon so gemacht) nicht will, wer beratungs- und lernresistent ist, dem ist auch nicht zu helfen.

Gruß
Wolf
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