Schweiz: Interssanter Essay

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Miscanthus
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Schweiz: Interssanter Essay

Beitrag von Miscanthus » 4. Jul 2014, 13:55

"Wird die Idylle der Schweizer Alpen durch die Rückkehr des Wolfes zerstört?"
http://www.timberwolfinformation.org/ch ... n-of-wolf/

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Grauer Wolf
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Re: Schweiz: Interssanter Essay

Beitrag von Grauer Wolf » 4. Jul 2014, 15:16

Miscanthus hat geschrieben:"Wird die Idylle der Schweizer Alpen durch die Rückkehr des Wolfes zerstört?"
Idylle? Wahrscheinlich eine Mentalitätsfrage, aber ich finde an "Schäfchen auf der Weide" absolut nichts idyllisches. Mit dem Wolf erhalten die Alpen ein klein wenig ihrer ursprünglichen Wildheit zurück. Gut so!

Gruß
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balin
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Re: Schweiz: Interssanter Essay

Beitrag von balin » 4. Jul 2014, 16:15

Kleiner Irrtum. Schafe sind uralte Kulturgeschichte und auch mit dem Wolf.Die Schafe sind für uns nicht in Frage zu stellen, viel eher die Antwort der Schäfer auf die Wölfe. Muß man neudeutsch oder auch auf Schwyzerdytsch( ;-) ) einen Brainstorm veranstalten. Idylle ist da immer, nur fordert der Wolf endlich in unserer massenproduktionsorientierten Konsumenten-Welt auch ein spezielles Augenmerk ein. Das, was sie bis jetzt durch mangelnde Aufsicht verloren haben, gewinnen die Schäfer vielleicht aus Angst vor dem Wolf auf andere Art in dreifacher Hinsicht zurück.
Wolf als Intensivierungsfaktor. Kleinere Herden, mehr Aufsicht, weniger Verluste. Kluge Tendenz und im Sinne der Hirten.
Mögen die Verwerter nicht so arg. Schäfer in Not ist doch gleich der halbe Profit.
Wolf als Wirtschaftsfaktor und mit der Kompetenz für den Wolf steigt auch der Gewinn. Auch für den Schäfer, auch wenn es mühsam ist.
In der Schweiz kann man sich kompetente Hirten aus dem Balkan leisten.
Österreich hätte da schon ein Fränkliproblem und die Wölfe mögen ja auch bis jetzt den Dialekt nicht so arg. ;-)

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Grauer Wolf
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Re: Schweiz: Interssanter Essay

Beitrag von Grauer Wolf » 4. Jul 2014, 17:00

@ balin
Von der Fakten her hast Du natürlich völlig recht. Hier spielt bei mir was anderes mit, nämlich die Liebe zu Landschaften, die sich der Nutzung entziehen. Ich bin halt ein Fan ausgesprochener Wildnis, in der Schafe keinen Platz haben. Wenn also heutzutage Bereiche der Alpen wegen Unwirtschaftlichkeit aus der menschlichen Nutzung entlassen würden, so freute mich das... ;)

Gruß
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balin
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Re: Schweiz: Interssanter Essay

Beitrag von balin » 4. Jul 2014, 22:54

Natürlich! Aber man darf die Menschen auch mögen die in den Bergen leben. Mir ist ehrlich gesagt ein freundlicher Schäfer lieber wie eine berechnende Touristenspelunke. In den USA sind die Schafe übrigens zum Teil Ersatz für die Bisons. In den Steillagen, die ja besonders in Frage stehen, ist kurzes Gras lawinentechnisch immer noch besser wie langes. Ich würde da ein durchdachtes Konzept einfordern und es nicht durch den Wolf oder andere Vorstellungen antreiben lassen.

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Grauer Wolf
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Re: Schweiz: Interssanter Essay

Beitrag von Grauer Wolf » 28. Aug 2014, 17:15

Ergänzend: 1:0 für den Wolf. Gut so!

http://static01.20min.ch/schweiz/romand ... f-28440419

Gruß
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Re: Schweiz: Interssanter Essay

Beitrag von Dark Wolf » 1. Sep 2014, 14:13

Ich kenne mich mit der Schweiz nicht so aus, aber... warum hat man die Schafs- und Ziegenhalter/züchter nicht vorher genug Informiert, nicht vorher Schutzhunde ausgeteilt und ermahnt, kleinere Herden zu bilden?

Laut Artikel 'deziemiert' ein Wolf, Tiere ohne sie zu Fressen, Tötet nicht mal richtig. Also der Verfasser prangert die Bestie 'Wolf' noch mehr an.
Der Abgang der Züchter - je nach beliebtheitsgrad - ist nur noch mal ein Minuspunkt für den Wolf.

Sprich... Der Wolf ist das Böse Tier, was andere Tiere quält, und grundlos tötet. Er ist der Grund warum die Viehzüchter die Alpen aufgeben und ins Tal zieht. Die Kantonen sind dumm, den Wolf nicht ab zu schießen.
Und jeder der 'Neutralen' wird gleich rufen, JA DA HAT ER RECHT!

Solche sachen hätte man viel früher stoppen können.
Es ist kein Kampf Wolf ./. Vieh ./. Wild
Es ist ein miteinander. Und erst wenn man die Mittel für Vieh gedämmt hat (Schutzzäune und Hunde) und Wild (Jäger) mit ins Boot gehohlt hat, kann der Wolf in frieden neben uns Leben.
Wir brauchen den Jäger immer noch... als Forstschutz, als Beobachter. Nur eingreifen muss er nicht mehr. (Ich schreibe von den 5% Jägern mit Herz und Verstand)
Nur wenn das Vieh - UNSER Lebensmittel/unterhalt - gesichert ist ...
Nur dann ist er (Wolf) sicher und Aufklärung in der Bevölkerung gedeiht.
Weil dann können Medien nichts mehr zerreisen. Die Kühe, Schafen und Ziegen wären gesichert, Jäger wären erfreut und einzig Wolfsgegner wettern alleine gegen eine Front.

Hier ist es das beste beispiel.
Wo war die Aufklärung, der Schutz, die zugeständniss?
Nirgends, so wurde ein Kampf ausgetragen, der (zu recht) der Wolf gewann... aber die Medien betitteln den Wolf als der Böse, und welcher Bürger möchte, dass das Böse gewinnt?
Der Wolf ist schuld, dass der Berühmte XY seine besten Ziegen nicht mehr hat und nicht mehr Züchten kann... Der Wolf ist grausam, er hat die Schafe nicht mal richtig getötet... Bald wird kommen, der Wolf folgt den Züchtern ins Tal und kommt den Siedlungen zu nahe! Wartet ab! So schührt man kleine Gegner-Wolfs-Monster... =(

Der Wolf hat nichts Gewonnen in diesem oder mit diesem Artikel. Er wird in der Bevölkerung nur als Monster da stehen, denn jeder tot sehen will. Armes Tier.

Grüße
Darky
Now you tell me that i'm wrong and animals don't feel
you say the earth is not alive and only we are real
You try to tell me to behave, that I must act like you
But I just stick my fingers in my ears and say ''Fuck you!''

Omnia - Don't speak Human

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