Wolf im LK Bautzen überfahren

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SammysHP
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Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von SammysHP » 17. Jul 2017, 11:55

Wieder einmal hat es einen Wolf erwischt. Vor zwei Wochen wurde im Landkreis Bautzen eine Jährlingsfähe – im Territorium des Seenlandrudel – überfahren. Traurig, aber passiert.

Viel schlimmer ist folgende Tatsache:
Weiterhin wurde festgestellt, dass die Wölfin einige Zeit zuvor mit Schrot beschossen wurde und dies überlebt hat. Es wurden mehrere Schrotkugeln im Tierkörper sichergestellt, welche bereits, sofern nicht in Knochen liegend, in das Bindegewebe eingekapselt waren.
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Grauer Wolf
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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von Grauer Wolf » 17. Jul 2017, 12:36

SammysHP hat geschrieben:
17. Jul 2017, 11:55
Wieder einmal hat es einen Wolf erwischt. Vor zwei Wochen wurde im Landkreis Bautzen eine Jährlingsfähe – im Territorium des Seenlandrudel – überfahren. Traurig, aber passiert.
Solche Nachrichten nehmen mich immer mit... :cry:
SammysHP hat geschrieben:
17. Jul 2017, 11:55
Viel schlimmer ist folgende Tatsache:

Weiterhin wurde festgestellt, dass die Wölfin einige Zeit zuvor mit Schrot beschossen wurde und dies überlebt hat. Es wurden mehrere Schrotkugeln im Tierkörper sichergestellt, welche bereits, sofern nicht in Knochen liegend, in das Bindegewebe eingekapselt waren.
Auf gut deutsch: Einer dieser mörderisch gesinnten, wolfshassenden Lodenträger, die sich einen Dreck um Artenschutz scheren und nur ihre Besitzstandsansprüche im pulververnebelten Gehirn haben, hat auf eine Jungwölfin/einen Welpen geschossen (die Einkapselung dauert ja ihre Zeit)! :x :x :x

Wundert mich das? Nein! Ein Blick in "Landlive" und Co. und die Absonderungen der grünen Zunft im Web reichen...
Wann endlich misten die Jagdverbände ihre schwarzen Schafe aus?
Wie auch immer. Der Fund der Schrotkugeln spricht Bände, aber für eine strafrechtliche Ermittlung ist es wohl zu spät... :(

Gruß
Wolf *stinksauer*
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"Gesegnet ist das Land, in dem viele Wölfe laufen..."
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Redux
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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von Redux » 17. Jul 2017, 13:24

Grauer Wolf hat geschrieben:
17. Jul 2017, 12:36
Wundert mich das? Nein! Ein Blick in "Landlive" und Co. und die Absonderungen der grünen Zunft im Web reichen...
Wann endlich misten die Jagdverbände ihre schwarzen Schafe aus?
Wie auch immer. Der Fund der Schrotkugeln spricht Bände, aber für eine strafrechtliche Ermittlung ist es wohl zu spät...
Gar nicht bei aller Sympathie gegenüber der Jagd, die organisierte Jägerschaft hat daran natürlich kein Interesse. Und ich fürchte gewisse Kreisverbände könnten dann ganz schließen.
ES GEHT IN DER POLITIK NICHT DARUM RECHT ZU HABEN; SONDERN RECHT ZU BEHALTEN

feldmärker
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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von feldmärker » 17. Jul 2017, 15:26

SammysHP hat geschrieben:
17. Jul 2017, 11:55
Weiterhin wurde festgestellt, dass die Wölfin einige Zeit zuvor mit Schrot beschossen wurde und dies überlebt hat. Es wurden mehrere Schrotkugeln im Tierkörper sichergestellt, welche bereits, sofern nicht in Knochen liegend, in das Bindegewebe eingekapselt waren.
Da sollten jetzt die zuständigen Jagdverbände aber mal dringend nachforschen, wer für so ein unwaidmännischen Scheixx verantwortlich sein könnte. Mit Schrot anstelle von Kugel auf ein Tier dieser Größe zu schießen, kann nur bedeuten, dass der Wolf absichtlich gequält werden sollte. So etwas fällt auf die Waidmänner u. Frauen voll und ganz zurück.

Nichtsdestotrotz muß es nicht eindeutig ein Jäger gewesen sein. Der eine oder andere Bauer hat evtl. auch noch eine alte Flinte vom Großvater im Kleiderschrank stehen. Oder auch Sportschützen (Tontauben-Schießen) besitzen solche Waffen. Und auch Kriminelle, die Schießübungen im Wald mit einer PumpGun gemacht haben, könnten letztlich für dieses Verbrechen in Frage kommen. So, oder so, es ist eine Riesen-Sauerei :x

Direwolf
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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von Direwolf » 17. Jul 2017, 15:28

Schlimm so was.Zeigt ja deutlich wie hoch die Dunkelziffer illegal geschossener Wölfe sein muss,der Wolf beim Bodensee soll ja auch Verletzungen im Brustbereich habe.Ich fürchte die Jägerschaft ist in Deutschland einfach zu mächtig.So lange überall in der Politik Jäger sitzten und Enscheidungen treffen dürfen,wird sich da nichts ändern.

Ich habe mal diesen Kommentar im Netz gewunden,stammt nicht von mir. 8-)
"Seit Frühjahr 2016 hat die Wölfin ihr Beutespektrum auf das heimische Wild verlegt." Wer jetzt noch überlegen muß wem das wohl nicht paßt, der sollte mal an unsere heimische Hobby-Jägerei denken. Die züchten und mästen "ihre" Opfer, da sie tatsächlich glauben daß ihnen ganz alleine all unser gesamter Wildbestand eigentumsrechtlich zustünde, und genau wegen diesen absurden immer noch selbst im 21.Jahrhundert gültigenJagdprivilegien, die Jägern hierzulande unbeaufsichtigt legitime Wilderei in unseren Wäldern zugesteht und die völlige Aneignung getöteter Wildtiere zuspricht, wird sich auch an dieser Hetze und an weiteren illegalen Wolfsmorden nichts ändern. Das gesamte Jagdkonzept (mit Reviersystem und Trophäenkult und seinem Initiator aus der Nazi-Zeit, Hermann Göring läßt grüßen "Weidmanns-Heil" ) gehört sofort abgeschafft und endlich durch ein verantwortungsvolles, ethisch entwickeltes und v.a. endlich fachkomtentes Wildhüterkonzept ersetzt, die tatsächlich am Artenschutz, Tierschutz und Naturschutz interessiert sind und nicht nur an der Trophäe an der Wand oder am Schnitzel in der Pfanne....
Rehe dürfen so weit ich weiß übrigens auch mit Schrott beschossen werden,das möchte der ÖJV ja ändern.
Mit der Sehleistung sieht es ja bei manchen Jäger auch nicht mehr so gut,eventuell wurde sie auch mit einem Fuchs verwechselt. :-(
Vermutungen kann man viel anstellen.

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SammysHP
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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von SammysHP » 17. Jul 2017, 17:13

feldmärker hat geschrieben:
17. Jul 2017, 15:26
Mit Schrot anstelle von Kugel auf ein Tier dieser Größe zu schießen, kann nur bedeuten, dass der Wolf absichtlich gequält werden sollte.
Es dürfte noch einen Grund geben: Bei einem Projektil kann man meistens recht zuverlässig bestimmen, ob es aus einer bestimmten Waffe verschossen wurde. Gibt es einen Verdacht, hätte man so ganz schnell einen Beweis. Bei Schrot kann man vielleicht noch den Hersteller bestimmen, das wars dann aber auch.
feldmärker hat geschrieben:
17. Jul 2017, 15:26
Nichtsdestotrotz muß es nicht eindeutig ein Jäger gewesen sein. Der eine oder andere Bauer hat evtl. auch noch eine alte Flinte vom Großvater im Kleiderschrank stehen. Oder auch Sportschützen (Tontauben-Schießen) besitzen solche Waffen. Und auch Kriminelle, die Schießübungen im Wald mit einer PumpGun gemacht haben, könnten letztlich für dieses Verbrechen in Frage kommen. So, oder so, es ist eine Riesen-Sauerei :x
Das stimmt. Gerade bei dem von dir angesprochenen Tontaubenschießen werden ja tonnenweise Schrot verschossen. Und neben den illegal eingeführten Waffen dürfte noch eine beträchtliche Zahl an "vergessenen" Waffen existieren.

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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von Direwolf » 17. Jul 2017, 17:32

Ich glaube nicht das in Deutschalnd jemand mit einer illegalen Schrotflinte durch den Wald rennt, und auch für Sportschützen ist es meines wissens verboten.
Stimmt hier gibt es auch haufenweise Kriminelle die mit PumpGuns schießübungen im Wald machen.Wir sind doch nicht in den USA.
Aber möglich ist ja alles bei ca. 20 Millionen illegaler Schusswaffen in Deutschland.Ich glaube aber nicht dran

Das Rehe nicht mit Schrott beschossen werden ist mir übrigens klar. :lol:

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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von SammysHP » 17. Jul 2017, 17:42

Klar darf eine Waffe transportiert werden. Nicht geladen und getrennt von der Munition in einem verschlossenen Behältnis (soweit ich weiß). Damit ist man in wenigen Minuten dennoch schussbereit.

Musst mal hier in der Gegend durch die Wälder und Felder gehen. Du wirst etliche Schilder mit Einschusslöchern finden. Ob das der Jäger war, der seine Waffe eingeschossen hat? Fakt ist, dass es unzählige Waffen gibt, von denen niemand anderes weiß. Und dann gibt es natürlich die ganzen Waffen, die registriert sind und die auch regelmäßig auf diverse Arten genutzt werden. Mich würden konkrete Zahlen interessieren, wie viele Personen es gibt, die einen eigenen (vollen) Waffenschrank zu Hause haben und kein Jäger sind. Sicher nicht wenige.

Das löst natürlich alles nicht das Problem. Aber obwohl die meisten Waffenträger im Wald vermutlich Jäger sind, gibt es noch reichlich andere Waffenbesitzer.

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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von Direwolf » 17. Jul 2017, 17:58

SammysHP hat geschrieben:
17. Jul 2017, 17:42
Klar darf eine Waffe transportiert werden. Nicht geladen und getrennt von der Munition in einem verschlossenen Behältnis (soweit ich weiß). Damit ist man in wenigen Minuten dennoch schussbereit.

Musst mal hier in der Gegend durch die Wälder und Felder gehen. Du wirst etliche Schilder mit Einschusslöchern finden. Ob das der Jäger war, der seine Waffe eingeschossen hat? Fakt ist, dass es unzählige Waffen gibt, von denen niemand anderes weiß. Und dann gibt es natürlich die ganzen Waffen, die registriert sind und die auch regelmäßig auf diverse Arten genutzt werden. Mich würden konkrete Zahlen interessieren, wie viele Personen es gibt, die einen eigenen (vollen) Waffenschrank zu Hause haben und kein Jäger sind. Sicher nicht wenige.

Das löst natürlich alles nicht das Problem. Aber obwohl die meisten Waffenträger im Wald vermutlich Jäger sind, gibt es noch reichlich andere Waffenbesitzer.
Stimmt transportiert werden dürfen sie natürlich.

Das sind aber doch keine Einschusslöcher die von Schrot stammen,oder? Die Richtlinien für Sportschützen sollen ja verschärft werden, das heißt es sollen keine Schusswaffen mehr zu Hause aufbewahrt werden dürfen. Die Richtlinien sollen (wenn wundert es) nicht für Hobbyjäger gelten, dann müsste es nach der Theorie in Deutschland ja in Zukunft ein wenig sicherer für den Wolf werden.

wolfsam
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Re: Wolf im LK Bautzen überfahren

Beitrag von wolfsam » 17. Jul 2017, 18:35

Vielleicht würde es ja schon was bringen, wenn man dem DJV incl. aller Anhängsel den Status des Naturschutzesvereins (oder wie auch immer das heißt) entzieht. Wiedererlangung nur dann, wenn jeder einzelne Kreisverein (jedenfalls die kleinste Einheit) für sich nachprüfbar die Regeln einhält. Eine der Regeln muss dann aber auch lauten, mit den Strafverfolgungsbehörden nicht nur zu kooperieren, sondern nachweislich und nachprüfbar zu kooperieren. Eine andere Regel lautet dann bspw., dass ausschließlich unter Einhaltung aller Regeln sich geäußert werden darf. Bei Verstoß: Entzug. Ich denke, schon allein das Androhen dieser Konsequenzen würde einiges Licht ins Dunkel bringen.......

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