Feuer frei: Rodewälder Rüde

Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein
Schattenwolf
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Schattenwolf » 20. Sep 2019, 18:13

Die Frage ist nur wie die Tiere eingezäunt waren. :oops: Von Mindestschutz kann da wohl nicht die Rede sein. Ein echtes Trauerspiel.
Das Tier wird für Risse von bis zu eingezäunten Rindern, Ponys sowie auch eines Alpakas im Landkreis Nienburg und zwei Nachbarkreisen verantwortlich gemacht.

Er hat immer noch nicht dazu gelernt. Komplett beratungsresistent der Herr Minister.
Es sei davon auszugehen, beantwortete das niedersächsische Umweltministerium dieser Tage eine Anfrage der Grünen, „dass der Wolfsrüde seine Fähigkeit, zum Selbstschutz befähigte Rinder anzugreifen und zu reißen, beibehalten hat“. Mehr noch: „Dass er diese Fähigkeit weiter verfeinert und an andere Tiere des Rudels weitergibt.“
In Schleswig-Holstein ist daraus mittlerweile schon ein Spaß für die gesammte Hobby-Jagd geworden.
Ähnlich schwer wie Lies tut sich dessen grüner Kollege Kan Philipp Albrecht im Nachbarbundesland Schleswig-Holstein. Dort ist „Problemwolf“ GW924m seit dem Februar zum Abschuss freigegeben. Weil der Wolf die von der Landesregierung beauftragten Häscher immer wieder narrte und auf seiner Flucht munter weiter Weidetiere riss, hat Albrecht jetzt die Abschussgenehmigung auf alle Jäger mit Revieren in Pinneburg und Steinburg ausgeweitet: Dort haben jetzt rund 500 Jagdleute die Lizenz zum Töten.
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 32254.html
Bild
AKA Direwolf.

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zaino
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von zaino » 20. Sep 2019, 19:50

Schattenwolf hat geschrieben:
20. Sep 2019, 15:20
Echt jetzt ich dachte mehr als 80% der deutschen sind Pro Wolf?
weiss DER Minister das auch? Oder ist das nur ein Aufhänger für eine Macht-Demo (die aber eher was von blindem, geldfressendem Aktionismus hat, aber egal... )

Schattenwolf
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Schattenwolf » 27. Sep 2019, 17:35

Lies lässt nicht locker.
Genehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m wird nochmals erneuert
Die bis Ende August befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden GW717m wird bis zum 31.10.2019 verlängert und das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben.
Quelle: Pressemitteilung Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz vom 27.09.2019
Anscheinend wir in den Pressemitteilungen des Ministeriums nur noch das End-Datum ausgetauscht.
Umweltminsterium Niedersachsen setzt verbotene Schlingenfallen zum Fangen von Wölfen ein!
Umweltminister Olaf Lies setzt die „eigentlich“ verbotenen Schlingenfallen zum Fangen von Wölfen in Niedersachsen ein!
Schlingenfallen werden bisher nur von „Wildereren“, Tierfängern und anderen kriminellen Elementen verwendet, um Tiere auf die abscheulichste Art zu töten.
Das Schlingenfallen verboten sind regelt das Bundesjagdgesetz, § 19 Sachliche Verbote, Satz 8 eindeutig:
Die eindeutigen Hinweise (Kennung der Tierärztlichen Hochschule Hannover / Tiho / auf einem technischen Gerät, Minute 27,22 im Video) auf die Beteiligung der Tiho finden sich in der Reportage von NDR.de online vom 19.01.19 „Die Angst vor dem Wolf“.

Auf dem Internetportal „youTube“ ist dieses Video für jeden zugänglich.
https://www.youtube.com/watch?v=nLzREkg ... dex=2&t=0s
Beispielvideo für die tierquälerische Wirkung von Fallen an Wölfen

Nachfolgend ein Video aus Nordamerika, das die Qualen und das Leiden eines Wolfes ganz deutlich zeigt, der mit einer Schlagfalle gefangen wurde:
https://www.youtube.com/watch?v=XME2JXwd__8&t=38s
Umweltminister Lies stellt die Tiho als Partner für die Fangaktionen mit Schlingenfallen vor.

Ein weiterer Hinweis auf die eindeutige Beteiligung der Tiho an der Fangaktion mit Schlingenfallen und die später geplante Besenderung, ist die Rede von Umweltminister Olaf Lies, die er während der 16. Sitzung des Landtages Niedersachsen, am 28.02.19, gehalten hat.
https://www.w-i-s-z-v.de/w-i-s-z-v/neui ... 7-09-2019/
Der Dienstleister ist bereits seit dem letztem Jahr (2018) bekannt, Es ist die Tierärztliche Hochschule Hannover (Tiho). Federführend werden die Fangaktionen geleitet von Frau Prof. Ursula Siebert vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tiho.
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von SammysHP » 27. Sep 2019, 17:38


Schattenwolf
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Schattenwolf » 27. Sep 2019, 18:24

SammysHP hat geschrieben:
27. Sep 2019, 17:38
Siehe auch viewtopic.php?f=12&t=3036
Hab ich tatsächlich noch nicht mitbekommen. Schlingfallen sollen also eine schonende Fangmethode sein?
Kannst den unteren Teil des Posts gerne verschieben. Hatte ich ja in einem anderen Thema auch erfolglos drum gebeten.

Sind in Polen nicht gerade zwei besenderte Wölfe gewildert worden? Ich wage zu bezweifeln das das Zufall war.
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von SammysHP » 27. Sep 2019, 21:40

Würden die endlich diesen VHF-Fallback ausschalten (wenn sie das nicht schon getan haben), würde so ein Halsband kein Problem sein. Hatten wir hier irgendwo schonmal diskutiert.

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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Dr_R.Goatcabin » 28. Sep 2019, 09:10

Schonend invasive Alternative: alle Wölfe, derer man habhaft werden kann, bekommen einen ganz speziellen radioaktiven Tracer getackert. Deutschland schiesst ein geostationäres Super-Massenspektrometer in den Orbit; fertig. Damit wird jeder Wolf erfasst. :p
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Dr_R.Goatcabin » 30. Sep 2019, 19:26

Das kulturelle Erbe von Merkel - "alternativlos" als Begründung.

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... f4106.html
Endlos-Jagd auf Wolf? Derzeit "keine Alternative"
Nach einer etwas ruhigeren Phase im Sommer habe der Wolf jetzt wieder Schafe und Rinder gerissen. "Das heißt, der Druck, diesen Wolf zu entnehmen, ist weiterhin da." Allerdings, so räumt Lies ein, sei bei Rissen der vergangenen Wochen noch nicht geklärt, ob tatsächlich der gesuchte Leitwolf des Rudels aus Rodewald im Landkreis Nienburg der Verantwortliche war. Dies werde noch untersucht. Hat ein anderer Wolf die Tiere gerissen, macht das die Sache aus Sicht des Ministers nicht besser. Dann sei eingetreten, "was wir auch immer befürchtet haben, dass auch andere Wölfe aus dem Rudel zum Beispiel Rinder reißen". Gelernt hätten sie das dann wohl von ihrem Leitwolf - der muss daher weg, daran gibt es nach Auffassung des Ministeriums nichts zu rütteln.
Und klar, dass der Judas nun an allem schuld ist. Geht ja nicht anders. Der muss einfach weg! :? :x
Wölfe an sich und insbesondere ihre Tötung wird hochemotional diskutiert und bewegt manche so sehr, dass aus Sicht des Umweltministeriums Angriffe auf Beteiligte zu befürchten sind. Einer der Gründe hierfür sei eine "in den sozialen Medien geschürte Missachtung der staatlichen Entnahmeentscheidung", hieß es kürzlich.
Woher kommt es nur, dieses Misstrauen und all die böse Ablehnung in Entscheidungen aus SEINEM Ministerium? Woher nur?
"Umweltminister Olaf Lies hat sich mit der ständigen Wiederholung der Abschussgenehmigung für den Rodewalder Wolf verrannt." Die Kosten der Jagd auf das Einzeltier übersteigen laut Meyer "alle Schäden durch Wölfe im ganzen Land".
...
Für den Umweltminister ist die Lage klar: "So lange die Voraussetzungen erfüllt sind, es zu Rissen kommt und der Rüde noch nicht entnommen wurde, gibt es für mich keine Alternative dazu, diese Genehmigungen fortzusetzen."
Einmal Lolli gestohlen, lebenslang zur Fahndung ausgeschrieben. Man könnte die kriminelle Energie ja an seine Kinder weitergeben!
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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von wolfsam » 2. Okt 2019, 10:12

Klingt irgendwie nach Verfolgungswahn ...... :o

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Re: Feuer frei: Rodewälder Rüde

Beitrag von Dr_R.Goatcabin » 2. Okt 2019, 10:23

Klingt einfach nach ... insgesamt zu vielen miesen und dämlichen Menschen, in der ganzen Sache. Man stelle sich mal vor, mit nur einem Bruchteil des hierin involvierten Gelds zur Vollstreckung würden andauernde Fälle der Wilderei bekämpft (anstatt verbrecherische Jäger nur mit einem "Dudu!!" abzuwinken)?
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