Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

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Schattenwolf
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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von Schattenwolf » 17. Jan 2018, 16:48

Von dieser Art Schutzhütte ist bei Hagedorn die Rede. Die standen völlig ungeschützt auf dem Hof, 30-40 Stück.
http://hertlein-agrartechnik.de/index.p ... -2-kaelber


Da geht's schon los.
Es wird doch von Seiten der Gegner auch vielen Jägern,nur darauf gewartet das ein Jagdhund von Wölfen getötet wird. Und wie viele duzende Jagdhunde sterben allein in Deutschland jährlich durch Schüsse, Verkehrsunfälle oder werden von Wildschweinen getötet. Völlig krank das ganze.
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
Charles Darwin

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von Schattenwolf » 11. Sep 2019, 16:33

Mein Hündin war gestern wieder mal ein wenig komisch auf Weg zur Hunte hin. Und siehe da meine Mutter hatte heute morgen beim Spaziergang wie es aussieht eine Begegnung mit Isegrimm. Kann natürlich auch ein entlaufender Schäferhund gewesen sein. Er wurde von einem ca. 1 Jahr alten Eurasier Rüden in die Flucht geschlagen. Ich nehme mal an, das Tier hat sich im Maisfeld aufgehalten und wurde von dem Hund aufgeschreckt oder rausgelockt. Mann muss dazu sagen, das auch der Hund zeitweise gejagt wurde. Ging wohl ein paar mal hin und her bis der mutmaßliche Wolf zur Hunte hin verschwunden ist. Der Hund darf also trotz Wolfskontakt älter als ein Jahr werden. Hätte natürlich auch anders ausgehen können. Ob die Besitzer draus gelernt haben und ihren Hund nicht mehr einfach so laufenlassen bleibt abzuwarten. Das Grundstück der Besitzer ist nicht eingezäunt und Eurasier sind ja nicht gerade dafür bekannt, das sie auf Wort hören. Der Hund davor (auch ein Eurasier) ist zu jeder Zeit komplett frei im Dorf herumgelaufen und ist sehr alt geworden.

Zeigt doch das der Wolf nicht die blutrünstige Bestie ist zu dem in einige machen wollen.

Hätte allerdings auch nicht gedacht, das sich um die Zeit da noch ein Wolf aufhält. Könnte natürlich sein, das irendwo im Feld eine Beute liegt, welche erst morgens gerissen wurde. Rehe,Hasen und auch Wildschweine gibt es hier, hab dort auch schon Wolfsrisse (Reh) gefunden.

War an der Stelle wo ich die beiden das erste mal gesehen hatte. Von der größe her könnte es Goldi gewesesen sein. Vielleicht lege ich mich mal mit Kamera und Fernglas auf die lauer.
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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von Schattenwolf » 12. Sep 2019, 15:25

War ja klar das es ein Jäger sein muss, der zur Presse rennt um aus einem Jungwolf ein Problemwolf zu machen. :roll:
Wirklich schlimm und zeigt doch wieder mal, das da die wenigsten Ahnung haben! Kein Mensch rennt zur Presse und bauscht die Sache hoch bis zu geht nicht mehr, außer ein Jäger.

Mein Gott ein Jungwolf hat mit Hunden gespielt und gleich geht für einige die Welt unter. Zum kot....
Auf jeden Fall ist für einen heimischen Jäger klar: „Das Tier ist verhaltensauffällig und müsste entnommen werden.“
Für Ariane Müller aus Bassum, Wolfsteam-Leiterin Niedersachsen in der Organisation Wolfsschutz-Deutschland, zeigt das Tier kein unnormales Verhalten: „Das ist typisch für einen jungen Wolf, der auf dem Weg in die Selbstständigkeit eigene Erfahrungen machen muss.“ Die Scheu entwickele sich erst im Erwachsenenalter.
https://www.kreiszeitung.de/lokales/die ... 93411.html
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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von Schattenwolf » 12. Sep 2019, 17:02

Das Foto ist übrigens kurze Zeit nach der Begegnung bei uns entstanden.
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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von Redux » 12. Sep 2019, 18:51

Ja da bemüht man sich um ein besseres Bild der Jägerschaft und Schwubs bestätigen die sofort wieder alle negativen Erfahrungen
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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von zaino » 13. Sep 2019, 08:44

Für mein Teil ist klar: Wenn ich hier je, ever, jemals.... einem Wolf begegnen täte, dann würde ich darüber fein die Klappe halten. Auch wenn mir wer anderer von einer Sichtung hier erzählt, würde ich, je nachdem abwiegeln (ach was, Schäferhund) oder mit mitfreuen, aber nichts weitergeben.
Eigentlich schade. Jammerschade. Wenn ich früher mal mit am Ansitz war, hat man sich hinterher immer freudestrahlend über Wildbeobachtungen ausgetauscht. Vorbei.
Egal welches Wild, es hat mittlerweile alles Feindstatus beim richtigen/falschen Ansprechpartner, und der lädt sofort die Flinte.

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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von Nina » 13. Sep 2019, 14:49

Dass zwei Jahrzehnte nach der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland immer noch in der Zeitung (naja, Kreiszeitung) eine Geschichte aus so einem banalen Zeug gestrickt wird, wirft kein gutes Licht auf den Lokaljournalismus im Kreis Diepholz. Immerhin hat sich der Autor bemüht, noch eine gegenläufige Stimme zu Wort kommen zu lassen.

Worum geht es?
Ein Jäger sichtet einen wandernden Wolf aus dem Auto heraus. Später kommt er nach Hause und findet den Wolf - spielend mit seinem Jagdhund - auf dem eigenen Hof vor, wenn ich das richtig verstanden habe. Der Wolf tummelt sich zügig davon, als der Jäger eingetroffen ist. Der Wolf wird vom Jäger als nun auffällig bezeichnet, weshalb er geschossen werden müsse.

Die beschriebenen Situationen sind in den Wolfsmanagementplänen und den fachlichen Empfehlungen mehrfach skizziert und als ungefährlich beurteilt worden. Deshalb nochmal für den Jäger, der das beschriebene Wolfsverhalten als "auffällig" bezeichnet hat - sowie für Leser, die sich noch nicht damit beschäftigt haben:

- Wolf läuft im Hellen in Sichtweise von Ortschaften / Einzelgehöften entlang = Ungefährlich = Grundsätzlich kein Handlungsbedarf
- Wolf flüchtet nicht sofort beim Anblick von Menschen und Autos = Ungefährlich = Grundsätzlich kein Handlungsbedarf
- Zudem können Wölfe neugierig auf Hunde reagieren. Erst wenn sie sich mehrfach wiederholt Hunden nähern, wird der Fall als "verlangt Aufmerksamkeit" eingestuft, um die Ursachen herauszufinden und ggf. abzustellen.

Vgl. Bericht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Lebensweise, zum Status und zum Management des Wolfes (Canis lupus) in Deutschland, 28.10.2015, Seite 68 https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... b-data.pdf

Grundsätzlich sei es Hundebesitzern angeraten, Hunde in Wolfsgebieten nicht völlig unbeaufsichtigt sich selbst auf einem für Wölfe zugänglichen Grundstück zu überlassen. Das ist auch ohne Wolfsanwesenheit eine gute Idee, da damit zugleich die Gefahr durch den Straßenverkehr oder des Diebstahls des Hundes gebannt wird und Unbeteiligte nicht zu Schaden kommen bzw. der Hund nicht auf eigene Faust wildern geht. Sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Diese Verallgemeinerung hat mich übrigens schmunzeln lassen (Fettdruck unverändert wiedergegebe):
Auf jeden Fall ist für einen heimischen Jäger klar: „Das Tier ist verhaltensauffällig und müsste entnommen werden.“

MK Kreiszeitung, 13.09.2019: Junger Wolf in Aschen unterwegs: Keine Scheu vor Menschen https://www.kreiszeitung.de/lokales/die ... 93411.html
Wenn das für "einen heimischen Jäger klar" ist, hat sich der heimische Jäger für eine neutrale und fachlich versierte Beteiligung am Wolfsmanagement völlig disqualifiziert.

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Re: Der Wolf in Vechta - langsam geht es los

Beitrag von Schattenwolf » 13. Sep 2019, 15:37

So wie ich das gelesen habe handelte es sich um zwei verschiedene Jäger? Was natürlch auch ein Riesenzufall ist. Der Jagdpächter zieht es ja scheinbar vor anonym zu bleiben.

Ich bezweilfe ehrlich gesagt, das hier vor Ort von Jägerseite ein neutrales und fachlich versiertes Wolfsmanagement stattfindet. Von der Seite wurde auch verbreitet, das der Barnstorfer Rüde verschwunden sei. Da ich ja die Befürchtung hatte, das er illegal getötet wurde wurde mir von anderer Stelle mitgeteilt, das man sich auf seriöse Quellen verlassen sollte. Ich würde hier vor Ort gar nichts mehr glauben, was von Seiten der Jägerschaft verbreitet wird!
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