Wolf gequält und getötet

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Redux
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Redux » 13. Aug 2019, 23:06

Nein ich habe ja auch nur von mir gesprochen
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Wolfs-Theoretiker
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Wolfs-Theoretiker » 14. Aug 2019, 00:50

Hallo zusammen,
guten Abend, auch ich finde die illegale Tötung ist ein Verstoß gegen das Gesetz,
aber was da noch alles gemutmaßt wird, das finde ich etwas überzogen.

Auch den Verdacht auf die Jägerschaft abwälzen, das finde ich nicht ok,
denn ein Jäger würde sich nicht so dilettantisch anstellen bei der Beseitigung des Wolfskadavers.
Denn wenn es wirklich ein Jäger war, dann gilt: "Schießen, Schüppen und Schweigen".


Auch um es mal theoretisch zu betrachte, ich kann mir gut vorstellen, daß die Wölfin sich beim Übersteigen/Klettern/Springen
oder auch durchzwängen durch einen Drahtzaun(in dem eine Drahtseilschlinge befunden hat, ähnlich Abbildung),
dann selbst so verfangen hat, beim Versuch sich zu befreien, könnte sich die Wölfin auch in einem abstehendem,
scharfen Drahtenende des Zaunes selbst die Pfote verletzt/durchstoßen haben. Da sehe ich keine Quälerei oder wird nur aufgebauscht?
In der Zwischenzeit wurde die Waffe zum Erschießen der Wölfin herangeholt oder so.

Habe auch ein Problem mit dem Satz: "Der Wölfin sei kurz vor dem Tod ein Draht durch dei Pfote gezogen worden".

Auch wenn es auf dem Foto, im Beitrag von Nina, so aussieht, als wenn ein dünnen Drahtseile durch und um die Pfote führen,
aber das Drahtseil könnte auch nur für das Foto, um und auf die Pfote gelegt worden sein.

Deshalb noch mal ein anderes Bild:
Minister-geschockt-von-Wolf-Fotos_big_teaser_article.jpg


Auch der Körperdurchschuß, weißt nicht auf einen Jäger hin, weil das ist kein Fangschuß.

Auf dem Bild kann man sehen, eine Verletzung mit geronnenem Blut, was darauf schließen läßt,
das Tier hat zur Zeit, in der die Verletzung entstand, noch gelebt.

Zu einer fehlenden Rute sage ich erstmal nichts, bevor da nichts von offizieller Seite kommt.

Grüsse, WT
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Erklärbär
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Erklärbär » 14. Aug 2019, 06:59

Na WT, Hauptsache hier werden alle potentiellen Wolfsquäler und Skeptiker in einen Topf geworfen. Das hat hier Methode und mit Fachkenntnis nichts zu tun. Es soll einfach nur diffamieren.
Will you walk out of the air, my lord?

zaino
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von zaino » 14. Aug 2019, 10:04

Erklärbär hat geschrieben:
14. Aug 2019, 06:59
Na WT, Hauptsache hier werden alle potentiellen Wolfsquäler und Skeptiker in einen Topf geworfen. Das hat hier Methode und mit Fachkenntnis nichts zu tun. Es soll einfach nur diffamieren.
Herzig. In einen Topf gehören die wirklich nicht alle. Da brauchen wir schon mehrere Töpfe, keine Frage.
Ich hab ja Verständnis für alle, die sich ernsthaft fragen, ob die Rückkehr des Wolfs bestimmte Anforderungen an Weidetierhalter oder Naturfreunde aller Art stellt. Diese Fragen lassen sich sachlich beantworten.
Aber da ist z. B. immer noch die große Gruppe der keifenden, sich vor Angst schon beim Buchstabieren des Wortes "Wolf" einnässenden männlichen und weiblichen Rotkäppchens & Co, die ihre Hysterie jeder sinnvollen Antwort vorziehen.
Diese Sorte würde nicht mal in den Abruzzen oder in Tras-os-Montes im Zelt übernachten, geilt sich hier vermutlich aber an der Publikation solcher Tier-Hinrichtungen auf. :twisted:

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Nina
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Nina » 14. Aug 2019, 18:33

Jetzt ist es mir auch aufgefallen, klar. Die Wölfin hat sich in einem Drahtzaun verheddert, sich dann aus Frust die Schlinge dreimal um den Hals gewickelt und ist dann noch mit der Pfote in ein scharfes Drahtende getreten, die Dumme. Gut, dass sie eine Jagdwaffe dabei hatte, um sich darauf die Kugel zu geben. Nach dem sie sich erschossen hat, hatte sie noch genügend Kraft, einen schweren Gegenstand am Draht zu befestigen und per Arschbombe freudig in den Elbe-Seiten-Kanal zu springen. Wie töricht und abwegig, hier einen Jäger zu verdächtigen, wenn das Wahrscheinliche doch so klar auf der Hand liegt. :roll:

Schließlich wissen wir doch, dass Jäger immer und ausnahmslos tierschutzgerecht, unverzüglich, sicher und schmerzfrei töten, z. B.

Landkreis Lüchow-Dannenberg, 2007:
"Das Tier war bereits an der Pfote verwundet, als er zum ersten Schuss ansetzte. Die Kugel zerfetzte die Wirbelsäule. Eine weitere dessen Nase. Nach vier Stunden bemerkte der Jäger, dass der Wolf noch immer lebte, erst dann tötete er das Tier mit einem Schuss ins Herz."

ARD, Beckmann, Sendung vom 07.09.2015
Landkreis Görlitz, 2014, Abschuss des Daubitzer Rüden
"Das Geschoss erwischte ihn nicht in Kopf oder Herz, dann wäre er sofort tot gewesen. Es traf ihn im Bauch. [...] Und hier sieht man, wie er ins Moos gebissen hat... im Todeskampf. Da wird er sich lang gequält haben."

ZDF, Planet e, Sendung vom 16.08.2015
Und was sagt ein Wolfs- und Jagdexperte auf die Frage der Süddeutschen Zeitung nach den Tätern, "die Uhus und Luchse abschießen oder vergiften, Wiesenweihen die Flügel abschneiden und andere streng geschützte Wildtiere töten"?:
Das sind Jäger, hauptsächlich Jäger. Andere Menschen haben gar nicht die Fertigkeiten, solchen Wildtieren nachzustellen. [...] Es gibt die sogenannte Beute-Konkurrenz. Auch wenn sie nicht rational ist, weil so viele Rehe in den Wäldern leben, dass sie für Luchs, Bär, Wolf und die Jäger ausreichen. Nach meiner Überzeugung greift die Beute-Konkurrenz als Erklärung für die illegalen Tötungen aber zu kurz. [...] Das ist eine Art Ersatzkrieg - gegen Förster, Naturschützer, Grüne und alle, die sich in Sachen Jagd zu Wort melden.

Ulrich Wotschikowsky im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, 07.09.2015: "Das ist eine Art Ersatzkrieg" https://www.sueddeutsche.de/bayern/jagd ... .2636126-0
Wie kann man da nur drauf kommen, dass die Wölfin aus dem Elbe-Seiten-Kanal durch einen Jäger getötet worden wäre. Also echt, immer dieses Jäger-Bashing. :roll:

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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Nina » 15. Aug 2019, 14:33

Nicht nur Wölfe werden bestialisch gequält und müssen einen sinnlosen Tod erleiden - auch Auerhahn Heini wurde offensichtlich Opfer jägerischer Aggression:
Zwei Männer, laut Polizei ein 20 und ein 22jähriger, haben am späten Samstagnachmittag am Feldberg einen Auerhahn mit einer Flasche erschlagen. Zeugen riefen die Polizei und hielten die Täter fest. [...] Den Beamten zufolge ist einer der Männer, die den Auerhahn getötet haben, Jäger. [...] Möglicherweise, so die Beamten, habe auch Alkohol eine Rolle gespielt.

SWR, 14.08.2019: Männer erschlagen Auerhahn und werden dann selbst angegriffen https://www.swr.de/swraktuell/baden-wue ... 36306.html
Feldberg-Ranger Achim Laber ist schockiert vom gewaltsamen Tod des geschützten Vogels. Das Tier soll nicht aggressiv gewesen sein. [...] Das jetzt erschlagene Tier habe sich gern in der Wiese aufgehalten. [...] Nach Polizeiangaben waren die beiden an der Tat beteiligten Männer im Alter von 20 und 22 Jahren alkoholisiert. [...] Er sagt, der Auerhahn müsse auch mit Füßen getreten worden sein, Verletzungen habe er am Kopf und an der Brust, dort fehlten die Federn. Die Tritte und Schläge müssen heftig gewesen sein [...].

Südkurier, 14.08.2019: Getöteter Auerhahn war ein friedlicher Zeitgenosse https://www.suedkurier.de/region/schwar ... 4,10247158

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Redux
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Redux » 15. Aug 2019, 15:51

Nein Auerhahn Heini wurde offensichtlich Opfer deutscher Aggression oder vielleicht badischer die ja auch dafür bekannt sind oder mit etwas Glück ist der Mann nicht nur Jäger sondern auch Jude. Nein im Ernst aus einem besoffenen "Gewalttäter " einen typischen Vertreter einer bestimmten Personengruppe machen zu wollen, ist nicht nur an den Haaren herbeigezogen, sondern eben auch nichts anderes als Hetze. Ganz besonders dann, wenn sich die zuständigen Jagdverbände öffentlich und nachhaltig davon distanzieren und dieses Verhalten als falsch und unverständlich brandmarken. Scheint also kein typisches Jägerverhalten zu sein für das man eine ganze Gruppe haftbar machen kann. Manchmal frage ich mich wirklich wie die Demokratie in Deutschland so lange hat bestehen können. Prost Old Trapper

And btw. wenn man von sinnlosem Tod redet ist man der Auffassung, daß es auch einen sinnvollen gibt oder bezieht man sich da lediglich auf die auch nicht sonderlich gelungenen Ausführungen des Tierschutzgesetzes ?
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Nina » 15. Aug 2019, 22:26

Redux hat geschrieben:Nein Auerhahn Heini wurde offensichtlich Opfer deutscher Aggression oder vielleicht badischer die ja auch dafür bekannt sind oder mit etwas Glück ist der Mann nicht nur Jäger sondern auch Jude. Nein im Ernst aus einem besoffenen "Gewalttäter " einen typischen Vertreter einer bestimmten Personengruppe machen zu wollen, ist nicht nur an den Haaren herbeigezogen, sondern eben auch nichts anderes als Hetze.
Du stellst einen derart abstrusen Vergleich an und redest von "Hetze"? Bitte? Und was heißt hier "im Ernst" - findest Du Deinen geschmacklosen Vergleich etwa auch noch witzig?

Jagd ist ein HOBBY. Jeder, egal welcher Religion, Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit oder sexueller Präferenz kann sich dafür oder dagegen entscheiden. Jagd ist keine Religion, keine Hautfarbe, keine ethnische Zugehörigkeit, kein Merkmal einer ethnischen Minderheit oder ein unabwendbares Schicksal oder Merkmal. Besoffen zu sein, ist keine Entschuldigung, die alles rechtfertigt. Menschen, denen die Gesellschaft einen Vertrauensvorschuss gibt, der sie zum Besitz und Führen von Waffen berechtigt, haben dieser Verantwortung auch Rechnung zu tragen. Ansonsten sind sie nicht geeignet, Waffen zu besitzen oder zu führen oder zu handhaben.
Empört ist auch der Todtnauer Auerwildexperte [...] über die Tat, zumal einer der beteiligten Männer Jäger sei und wissen müsste, wie er sich in dem Fall zu verhalten hätte.

Südkurier, 14.08.2019: Getöteter Auerhahn war ein friedlicher Zeitgenosse Auerhahn https://www.suedkurier.de/region/schwar ... 4,10247158


By the way, machst Du bei den Tieren eigentlich Unterschiede, Redux? So einen Auerhahn kann man quälen und töten, aber bei einem Wolf ist es "offenkundiger Sadismus"? Hat der Auerhahn sein "Einverständnis" für seine Folter gegeben?

Redux hat geschrieben:Nur diesen offenkundigen Sadimus kann wohl nichts entschuldigen, daß wird wohl kaum mit Einverständis des Wolfes geschehen sein. Menschen die so etwas tun haben ein echtes psychiatrisches Problem. Und klar gibt es da auch eine politische Dimension, nämlich die, daß die organisierte Hetze gegen Wölfe die man ja leider mittlerweile überall dulden muß, wie z.B. auch hier im Forum, diese zum idealen Opfer stilisiert.


Ich erlaube mir, in diesem Zusammenhang nochmal zaino zu zitieren:

zaino hat geschrieben:Und genau das macht mir Angst. Deswegen bin ich ja mittlerweile eher gegen Jagd eingestellt, obwohl ich damit aufgewachsen bin: Sie liefert allen möglichen zweifelhaften Charakteren ein Ventil und eine Chance zum Töten... nicht, dass ich jetzt allen Jägern sowas vorwerfe. Nein. Aber es sind verdammt viele drunter, die ich nicht näher kennenlernen möchte, so rein menschlich gesehen. Was passiert, wenn eine ganz bestimmte Sorte Mensch über Naturschutz- und Tierschutz- und Jagdfragen entscheiden darf, will ich gar nicht wisssen.

Redux hat geschrieben:And btw. wenn man von sinnlosem Tod redet ist man der Auffassung, daß es auch einen sinnvollen gibt oder bezieht man sich da lediglich auf die auch nicht sonderlich gelungenen Ausführungen des Tierschutzgesetzes ?

Mir war nicht bekannt, dass Du Veganer bist, Redux. Ansonsten verstehe ich Deinen Post so, dass es gleichgültig ist, ob ein Tier zum Zwecke der Ernährung von Menschen getötet wird oder ob es einfach nur zum Spaß zu Tode gequält wird. Einzige Ausnahme ist offensichtlich der Wolf.

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Redux
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Redux » 15. Aug 2019, 22:47

Mit einer derartigen Antwort habe ich gerechnet ! Fangen wir zur Abwechslung mal Hinten an. Meine Frage nach der komischen Formulierung vom sinnlosen Tod hast du wenigstens indirekt beantwortet indem du die verschiedenen Todesarten aufgelistet hast und dich damit tatsächlich auf das Tierschutzgesetz bezogen hast. Nun ja. Du empfindest meinen Vergleich allen Ernstes als geschmacklos ? Beziehungsweise glaubst durch irgendein Konstrukt von freiwilliger Zugehörigkeit zu irgend einer Gruppe, diese aus hahnebüchenden Gründen einfach so diskriminieren zu können ? Nein ! Diskriminierung bleibt Diskriminierung da kannst du konstruieren was du willst. Und nein der Vergleich ist weder geschmacklos noch abstrus sondern treffend. Aber jeder braucht eben ein Haßobjekt. Gute alte deutsche Tradition, nur leider nach derzeit geltendem Recht verfassungsfeindlich.
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Re: Wolf gequält und getötet

Beitrag von Erklärbär » 15. Aug 2019, 23:18

Nina: Es wäre schon mal nett und wäre für die Kommunikation förderlicher, wenn Du statt Brüllschrift in Fett mal wenigstens normal schreibst.

Und was regst Du Dich so auf, Redux hat in diesem Fall doch völlig Recht. Du bist in Zusammenhang mit dem bedauernswerten Auerhahn in die mediale Falle (Hetze) getreten, die das Klischee "Jäger sind Tierquäler" bedient. Man hätte denen auch andere Attribute verleihen können, damit die Volksseele kocht. Ich will jetzt nicht mit dem 3. Reich anfangen, das würde vermutlich zu nichts führen, zeigte aber wie gefährlich undifferenziertes Denken ist.

Und freilich ist alles Mist, was mit Tierquälerei zu tun hat. Deine Beispiele mit den Wölfen sind auch nur Einzelbeispiele, die mit der Masse nichts zu tun haben.
Ich kenne das von Anglern, auch da gibt es böse Buben genau wie bei allen anderen Hobby- oder Berufsgruppen auch.

Auf was willst Du hinaus? Die Jagd verbieten. Das wäre grandioser Schwachsinn, mehr nicht.
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