6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Über nicht freilebende Wölfe in Wildparks, Zoos usw.
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TheOnikra
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von TheOnikra » 8. Okt 2017, 20:56

Den ersten haben sie bereits erschossen.

http://wolfsmonitor.de/?p=10802

Für ein besteht vielleicht die Hoffnung das er zurückkehrt, aber die anderen drei rettet wohl nur ein Glückstreffer mit einem Betäubungsgewehr.
Es gibt sogar eine Petition, dafür falls die Wölfe nicht eingefangen werden können, sie in Freiheit zu lassen.
Davon halte ich aber nicht so viel. Es stimmt das diese Wölfe durchaus überlebensfähig sind, auch Scheu vor Menschen könnte sich ergeben. Jedoch gab es schon zu erwartene Interaktionen zw. diesen Wölfen und Menschen.

http://wolfsmonitor.de/?p=10794

Das ist jetzt sogar mehr als es bei jederm wildem Wolf Deutschlands der Fall ist, muss man auch mal erwähnt haben.
Gehegewölfe mussten nie aufpassen den (fremden) Menschen aus dem Weg zu gehen. Im Prinzip ist das eine unfreiwillige künst. Ansiedlung und dafür ist keiner Ausgestattet. (Auch wenn Gerüchte gerne mal was anderes sagen.)

P.S. "tickende Zeitbombe" ??? Man könnte auch einfach sagen das die richtigen Mittel fehlen und nicht noch durch Panik schüren um den/die Abschüsse begründen wollen.
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wolfsam
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von wolfsam » 9. Okt 2017, 10:39

Der Bayerwald-Bote schrieb am 8.10., 14:00 Uhr u.a.: "Die vier verbleibenden Tiere sind laut Nationalparkverwaltung nicht als Rudel auf einer Fläche von rund 50 Quadratkilometern unterwegs."
Hier zeigt sich m.E. wieder einmal, dass von Menschen zusammengestellte Rudel künstliche Rudel sind, die es so in der Natur nicht gibt und die, sobald sie sich wirklich frei bewegen können, sofort auseinanderbrechen. Womit die anormalen Verhaltensweisen von in Zoos, Tierparks etc. gehaltenen Wölfen eindrucksvoll untermauert worden sind!

"Tickende Zeitbombe"? Es kann a.m.S. zu Nahbegegnungen kommen. Ob es grundsätzlich gefährlich wird? Der Wolf, der jetzt erschossen wurde (war es überhaupt der richtige?), hat ja gezeigt, dass er warnt (knurrt). Außerdem war niemand dabei. Wie groß war wirklich der Abstand? Was haben die Menschen konkret gemacht? Wie ist es zu der Situation gekommen? Und: Wie werden im Moment die Menschen dort und in der weiteren Umgebung auf mögliche (Nah-)Begegnungen vorbereitet? Welche Handlungsweisen werden empfohlen?
Diese ausgebüxten Wölfe müssen erst einmal lernen, ihr Gehör und ihre Sinne wieder zu schärfen und auf die neue (Freiheits-)Situation einzustellen. Ich denke, dass sie dann von allein auf Abstand gehen werden - zumal sie ja genau merken, dass der Mensch sie verfolgt ......

Nina
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von Nina » 9. Okt 2017, 12:23

Grauer Wolf hat geschrieben:2 Möglichkeiten:
Schlamperei (eher unwahrscheinlich)
Militante Tierrechtler, die üblicherweise handeln, ohne ihr Gehirn (oder was sie dafür halten) zu benutzen...
Ich ergänze um eine weitere Möglichkeit:

Personen, die ein Interesse daran haben, die allgemeine positive Einstellung in der Bevölkerung zum Wolf mit allen Mitteln zu kippen, um die Jagd eröffnen zu können. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.

zaino
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von zaino » 9. Okt 2017, 14:14

Letzteres ist absolut möglich, so entsetztlich, wie ich manche Jäger, auch Förster und Landwirte schon erlebt habe. Erhebt man Einspruch, kommt sofort das Argument, ja, man tät ja schön sicher in der Stadt wohnen und hätte eh keine Ahnung.
Gibt man in der Diskussion zu verstehen, dass man durchaus selbst schon Landbewohnerin und Nutztierhalterin ist/war, glotzen sie wie die Autos, denn da verlieren sie den Faden, den sie normalerweise so gern verfolgen. Am blinden Hass gegen jede Kreatur ändert sich nix. :(

Wie viele Idioten bei uns unterwegs sind, haben die letzten Wahlen gezeigt. Manchmal rutscht mir das Herz in die Hose... :(

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Grauer Wolf
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von Grauer Wolf » 9. Okt 2017, 16:35

Nina hat geschrieben:
9. Okt 2017, 12:23
Grauer Wolf hat geschrieben:2 Möglichkeiten:
Schlamperei (eher unwahrscheinlich)
Militante Tierrechtler, die üblicherweise handeln, ohne ihr Gehirn (oder was sie dafür halten) zu benutzen...
Ich ergänze um eine weitere Möglichkeit:

Personen, die ein Interesse daran haben, die allgemeine positive Einstellung in der Bevölkerung zum Wolf mit allen Mitteln zu kippen, um die Jagd eröffnen zu können. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste.
Hast Recht... Die Möglichkeit fiel mir auch eben ein. Manche Bauern und "Jäger" steigern sich in einen Wolfshaß hinein, der auch diese Möglichkeit offenläßt: Hoffen, daß was passiert, damit man besser gegen den Wolf hetzen kann... Fragt sich, ob das noch dämlich oder schon hochkriminell ist.

Btw., inzwischen ist geklärt, daß das Gehege aufgebrochen wurde. Damit ist die Option "Schlamperei" vom Tisch...

Was bleibt, sind mögliche Agents provocateurs aus gewissen Kreisen und eben militante Tierrechtler/Tierbefreier, deren IQ dem einer kleinen Zucchini entspricht: ideologisch verblendete Spatzenhirne, die prinzipiell nicht über die Folgen ihres Tuns nachdenken, hier für die Wölfe... :x
wolfsam hat geschrieben:
9. Okt 2017, 10:39
Der Wolf, der jetzt erschossen wurde (war es überhaupt der richtige?), hat ja gezeigt, dass er warnt (knurrt). Außerdem war niemand dabei. Wie groß war wirklich der Abstand? Was haben die Menschen konkret gemacht? Wie ist es zu der Situation gekommen?
Solchen dubiosen Zeugenaussagen (die auch MT6 das Leben kosteten) stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.
Ein Knurren kann schlicht bedeuten: "Laß mich in Ruhe!"
wolfsam hat geschrieben:
9. Okt 2017, 10:39
Hier zeigt sich m.E. wieder einmal, dass von Menschen zusammengestellte Rudel künstliche Rudel sind, die es so in der Natur nicht gibt und die, sobald sie sich wirklich frei bewegen können, sofort auseinanderbrechen. Womit die anormalen Verhaltensweisen von in Zoos, Tierparks etc. gehaltenen Wölfen eindrucksvoll untermauert worden sind!
Sic! Ein echter Familienverband hätte sich geschlossen auf den Weg gemacht. So kann man m.E. davon ausgehen, daß zwischen den Tieren kaum eine Bindung besteht, wenn überhaupt. Wölfe gehören nicht in Gehege. Punkt.

Gruß
Wolf
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von zaino » 9. Okt 2017, 21:49

Grauer Wolf hat geschrieben:
9. Okt 2017, 16:35
Solchen dubiosen Zeugenaussagen (die auch MT6 das Leben kosteten) stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.
Ein Knurren kann schlicht bedeuten: "Laß mich in Ruhe!"
Ein Wolf hat nicht zu knurren! Ein Wolf muss sich hierzulande genauso furchtsam benehmen wie ein Reh.
Sonst fällt er unter diese Dingsda-Prüfung wie die "Kampfhunde" und wird, als Wolf, von sich in die Bux sch*** Jägern erschossen.

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Grauer Wolf
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von Grauer Wolf » 10. Okt 2017, 10:27

Mir fällt gerade (angestoßen durch einen Kommentar auf change.org) siedenheiß ein, daß im Nationalpark auch ein Wolfspaar mit m.W. 3 Welpen lebt.
Vor diesem Hintergrund erscheint das Aufbrechen des Geheges nochmal in einem völlig anderen Licht. Im Zuge der "Entnahme", sprich dem Abknallen der ausgebüxten Wölfe könnte man doch rein versehentlich die dort niedergelassenen, wilden Wölfe mit abknallen. War dann halt ein peinliches Versehen oder "Notwehr"...

Merke: Der Boshaftigkeit von Wolfshassern sind m.M.n. keine Grenzen gesetzt. Etlichen dieser Typen ist jedes Mittel recht...

Gruß
Wolf
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von Richard M » 10. Okt 2017, 11:59

Grauer Wolf hat geschrieben:
10. Okt 2017, 10:27
Mir fällt gerade (angestoßen durch einen Kommentar auf change.org) siedenheiß ein, daß im Nationalpark auch ein Wolfspaar mit m.W. 3 Welpen lebt.
Vor diesem Hintergrund erscheint das Aufbrechen des Geheges nochmal in einem völlig anderen Licht. Im Zuge der "Entnahme", sprich dem Abknallen der ausgebüxten Wölfe könnte man doch rein versehentlich die dort niedergelassenen, wilden Wölfe mit abknallen. War dann halt ein peinliches Versehen oder "Notwehr"...
Das war von vorneherein meine Befürchtung, als ich das hier schrieb:
Richard M hat geschrieben:
6. Okt 2017, 12:19
Hoffentlich können sie eingefangen werden und es kommt zu keinen Konflikten mit den frei lebenden Wölfen.
Die wilden Wölfen kommen auf ihren Streifzügen garantiert in die Nähe des Tierfreigeländes. Und die entkommenen Gehegewölfe sitzen auch nicht irgendwo und drehen Däumchen. Das bedeutet, dass beide Gruppen Wölfe an gleicher Stelle auftauchen können. Wie soll der Gewehrschütze erkennen, ob das ein Gehegewolf oder wilder Wolf ist, den er mit seiner Waffe killen möchte?
Petition Der Wolf gehört zu Deutschland: https://www.change.org/p/bundesminister ... eutschland

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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von balin » 10. Okt 2017, 14:28

Das ganze ist ein politischer Akt! Es wird aber Politiker, Tierhalter und die andere Gesellschaft nicht davor bewahren, verantwortlich mit dem Thema umzugehen.
Nullen sind bis jetzt viele bei dem Thema genug unterwegs gewesen.
Jeder muß seinen Teil beitragen. Harmlos gesagt, nicht jeder Spaziergänger hat Zugang zu geschützten Flächen, behütete Flächen vor dem Wolf eingeschlossen.
Nagelprobe für unsere Gesellschaft.
Elephanten und Tiger predigen und dann die eigenen Wölfe nicht aushalten.....ziemlich schwach...wenn man die Ansprüche unserer doch so naturfreundlichen Wohlfühlgesellschaft anschaut.
Wenn es zwei von den Typen in die Büsche schaffen würden... toll. Ich habe eine anarchistische Ader und ich bewundere meine Kühe wenn sie sich selber helfen können.. :mrgreen:
Gönne ich jedem anderen Wesen!

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TheOnikra
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Re: 6 Wölfe aus Tierfreigelände/Falkenstein entkommen

Beitrag von TheOnikra » 16. Okt 2017, 16:08

Was wird das den jetzt.

https://www.radio-trausnitz.de/laermakt ... ger-21224/

Hoffentlich geht das nicht mal nach hinten los.

Aber nicht verwunderlich. Wenn immer noch die "Gefählichkeit" in den Vordergrund geschoben wird.
Nach Zeitbomben, jetzt auch noch Verhaltensübertragungen.
Die Gehege-Wölfe könnten nämlich das vertraute Verhalten, das sie den Menschen gegenüber haben auf diese übertragen.
Ganz ehrlich mit solchen Äußerungen von Unwahrscheinlichkeitsszenarien tut Nationalparkleiter Franz Leibl erst recht den wild lebenden Wölfen im Nationalpark keinen Gefallen
Die Welt ist für alle da!

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