Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf, Zusammenleben, Herdenschutz, Konflikte und Lösungen.
Schafwächter
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Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Schafwächter » 17. Mai 2017, 21:53

Ludger Schomaker, gelernter Landwirt und Umweltschutztechniker, NABU- Vorsitzender in Barnstorf hat geschrieben:
.".. um die Übergriffe zu minimieren. [Da] reicht es nicht, nur die Bedingungen des Grundschutzes zu erfüllen. Um nur ein Beispiel zu nennen, bei einer Vielzahl der Risse hätte durch einfaches abendliches Aufstallen der Tod der Tiere verhindert werden können."

Wenn es nicht ums eigene geld und eigene handeln geht kann man ja gut fordern..... von einem Landwirt erwartet man ja eigentlich das er sich vielleicht nicht mit der Schafhaltung auskennt aber weis wie das räumlich und von der anzahl der tiere etc.oft aussieht. Zumindest heutzutage und nicht zu den Zeiten der Gebrüder Grimm.

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SammysHP
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von SammysHP » 17. Mai 2017, 22:10

Wer verklagt wen weswegen? Quelle?

Schafwächter
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Schafwächter » 17. Mai 2017, 23:39

http://wolfsmonitor.de/?p=8919
die anspielung dürfte klar sein.

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Lone Wolf
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Lone Wolf » 18. Mai 2017, 18:33

Er schreibt ebenso "Leben ist Veränderung"... Ich habe schon, zumindest teilweise das Gefühl, dass Veränderung in gewissen eingesessenen Kreisen der Jagd und der Nutztierwirtschaft grundsätzlich als Bedrohung empfunden und für alles Negative was v.a. letzterer Branche in den vergangenen Jahren so zugestoßen ist, der Wolf als dünnstes Brett zum Abreagieren herhalten muß.
Konstruktive Lösungssuche ohne Ausrottungsutopien gibt es durchaus, aber lauter sind halt die Wendelins.

Als ob andere Berufe und Wirtschaftszweige keine Änderungen durchmachen, investieren, ständig lernen oder flexibel reagieren bzw. agieren müssen.
Ich selbst arbeite in einer s.g. leading edge technology Branche. Bei uns gibt es null Stillstand lieber Schafwächter, die Entwicklung ist bahnbrechend und schnell, die Konkurrenz durchaus groß, teils massiv staatsfinanziert, der Preiskampf brutal, munitionsbasierte Problemlösung ist völlig ausgeschlossen und Mahnfeuer würden uns keinen Meter weiterbringen.
Es ist für alle Mitarbeiter extrem anstrengend, verlangt viel, oft zu viel, aber wir halten uns bereits 20 Jahre in diesem Markt, selbst gegen unsere asiatischen Mitbewerber die beispielsweise deutlich niedrigere Löhne zahlen.
Man kann alles schaffen, wenn der Wille und der Mut vorhanden und man bereit ist, nach neuen Wegen zu suchen, Veränderungen zu akzeptieren...Ok das war jetzt Populismus ;-)

Grüße
LW
In der ganzen Natur ist kein Lehrplatz, lauter Meisterstücke
Johann Peter Hebel

Schafwächter
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Schafwächter » 19. Mai 2017, 11:11

Verzeihung aber das ist doch von vorne bis hinten realität was du schreibst. Genau so haben wir heute keine herdengrössen wie zu zeiten der gebrüder grimm mehr sondern erheblich grössere. Trotzdem will er diese veränderungen nicht zur Kenntnis nehmen sondern vermittelt seiner Klientel das schafe generell mal eben einzustallen sein. Er weiss es als landwirt ja ganz gut bedient aber die klischeebilder (abendliches einfaches einstallen der am hof lebenden zehn schafe im fachwerkstall wie zu grimms zeiten ) seiner klientel ohne auf die übliche heutige Schafhaltung einzugehen. Wie stellt sich denn lone wolf das abendliche aufstallen vor?
Und hier hat wohl eine wolfsdame ihren herrn verloren darf ich dich vermitteln?
Ach ja was hier auch noch an halbwahrheiten zu erwähnen ist Feuer und nachtwache sind ja nun wirklich alte und bewährte methoden wölfe fernzuhalten. Heute noch in vielen ländern bewährt wie auch hier als der schäfer damals seine gerade mal 100 schafe draussen schützte (vor den nicht als grossmutter verkleideten wölfen) . Auch hier beschränkt sich der showmaker auf stimmungsmache.

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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Nina » 19. Mai 2017, 13:13

Schafwächter hat geschrieben:
19. Mai 2017, 11:11
Ach ja was hier auch noch an halbwahrheiten zu erwähnen ist Feuer und nachtwache sind ja nun wirklich alte und bewährte methoden wölfe fernzuhalten.
Die Feuer können als "Herdenschutz" ja wohl kaum etwas taugen, wenn sie nur einmalig oder wenige Male eingesetzt werden. Ob sich ein Wolf von anonsten ungeschützten Schafen fernhalten lässt, wenn alle paar Jubeljahre mal irgendwo ein paar People um 'ne kleine Feuerschale drum herum stehen, kann sich wohl jeder selbst beantworten.

Diese Mahnfeuer haben einzig und allein Symbolcharakter, und erinnern dabei eher an Scheiterhaufen aus dem tiefsten Mittelalter.

Herr Schomaker bringt es doch ganz genau auf den Punkt:
Würde andersherum für jede unzureichend geschützte Nutztierweide ein Mahnfeuer entzündet, hätten nicht nur die großen Städte ein Feinstaubproblem.

Wolfsmonitor, 3 Antworten von Ludger Schomaker, NABU-Vorsitzender in Barnstorf http://wolfsmonitor.de/?p=8919#more-8919
Um das Ausmaß des dabei entstündenen "Feinstaubproblems" einmal mit konkreten Zahlen zu füllen, verweise ich mal auf die Landtagsantwort 17/7905 der niedersächsischen Landesregierung. Dort gibt es eine Auflistung über die seit 10.08.2016 gemeldeten Fälle von Nutztierschäden mit Aufschlüsselung, in welchen Fällen ein wolfsabweisender Schutz gemäss der Richtlinie Wolf vorhanden war.

10.08.2016-31.12.2016: KEIN wolfsabweisender Schutz gemäss Richtlinie Wolf: 88%¹
01.01.2017-02.04.2014: KEIN wolfsabweisender Schutz gemäss Richtlinie Wolf: 100%²


¹ Insgesamt 76 Fälle. In nur 7 Fällen (9%) war ein wolfsabweisender Schutz gemäss Richtlinie Wolf vorhanden. in 2 Fällen (3%) fehlt die Information. In 67 von 76 Fällen (88%) war kein wolfsabweisender Schutz gemäss der Richtlinie Wolf vorhanden.

² Ingesamt 41 Fälle. 13 Fälle waren zu dem Zeitpunkt der Landtagsantwort noch in Bearbeitung. In den verbliebenen 28 Fällen war keiner mit einem wolfsabweisenden Schutz gemäss Richtlinie Wolf vorhanden. In einem Fall wird der Zaun an sich als "i.O.", jedoch "unwirksam" bezeichnet - "vermutlich durch Fremdeinwirkung". Je nachdem, wie man diesen einen Fall bewertet, liegt der Prozentsatz der Fälle, in denen kein wolfsabweisender Schutz gemäss der Richtlinie Wolf vorhanden war, zwischen 96% und 100%.

Landtagsantwort 17/7905: http://www.landtag-niedersachsen.de/ps/ ... attachment

Schafwächter
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Schafwächter » 19. Mai 2017, 15:28

Für nina in ihrem Stil damit sie es versteht. 1 ) Zum thema feinstaub:
https://www.google.de/url?sa=t&source=w ... deut1qw8ag
Das hat jetzt zwar nichts mit feinstaub zu tun aber nicht ausreichender grundschutz war ja auch nicht thema sondern die ERGÄNZUNG des grundschutzes durch abendliches einstallen.
Ich hole mir keine medien ins haus wenn ich feuer mache. Ich sprach von der wirkung des feuers und die ist bei wolfsdruck sehr gut. Das sie bei erlöschen nachlässt muss ich nicht betonen. 2)Der herr sprach von ZUSATZSCHUTZ ZUM GRUNDSCHUTZ durch einstallen. Mittelalterbezug ist klar wenn man mal eben (einfach) die paar schafe vom hof in den fachwerkstall schaft. Das klischee der schafhaltung3) bedient er bei nina und anderen
Zusammenfassung deiner antwort: Der nabu im pelz von nina.4)


1) ganz wichtig sind auch die fussnoten um alles noch weiter aus dem Zusammenhang zu reissen.

2) nina wird es richten.

3) zum erreichen von ninas Kenntnisstand 3a) wenden sie sich an google

3a) zu schafen und Wölfen

4)das eingeworfene sollte nicht im Zusammenhang mit dem flüchtig gelesenen stehen. Wichtig ist allein die ergänzung mit emotional empörten wörtern.4a )

4a) um die wölfe zu schützen

Nina
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Nina » 19. Mai 2017, 17:00

Wie sich wieder einmal zeigt, ärgert den gewöhnlichen Wolfskritiker nichts so sehr wie die Nennung von verlässlichen Fakten mit Verweis auf die Quellenangabe, unter der sich jeder Interessierte ein eigenes Bild machen kann.

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TheOnikra
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von TheOnikra » 19. Mai 2017, 17:58

Schafwächter hat geschrieben:
19. Mai 2017, 15:28
... sondern die ERGÄNZUNG des grundschutzes durch abendliches einstallen.
Ist doch erst mal nichts falsch an der Aussage. Die Umsetzbarkeit ist da ne andere Frage.

Ich hole mir keine medien ins haus wenn ich feuer mache. Ich sprach von der wirkung des feuers und die ist bei wolfsdruck sehr gut. Das sie bei erlöschen nachlässt muss ich nicht betonen.
Wo wurde konkret das Gegenteil behauptet. Hier wurde nur von den Mahnfeuern in den Medien gesprochen und die haben doch eben nichts mit Wolfsabwehr zu tun.

Mittelalterbezug ist klar wenn man mal eben (einfach) die paar schafe vom hof in den fachwerkstall schaft. Das klischee der schafhaltung
Und wie groß sind die Schafsherden? Bzw. Die angesprochenen bei denen es auch Risse gab, die man hätte so vermeiden können?

Generell ist das sicher so das die Herden größer sind als früher, aber denke da gibt es genug Hobbyschäfer mit noch überschaubaren Herden. (Irgenann ist die Herde doch zu groß für Namen wie Tinkerbell und co. Also der Eindruck kommt da eher von der Gegnerseite. 16 tot Schafe von 2000, klingt nicht so toll)
Da hast du ja sicher Zahlen vorzuweißen. In wie weit das stimmt. Mit einfach nur sagen Nein das stimmt nicht. Beeindruckst du hier niemanden. Sorry ist so. Umgekehrt wäres doch agenauso.
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Re: Der Hof des Ludger Showmaker oder Gebrüder Grimm verklagen Nabu

Beitrag von Schattenwolf » 19. Mai 2017, 18:44

Richtig die Risse von denen Herr Schomaker spricht waren so gut wie alles Hobbyschäfer,mit meist unter 10 Tieren.
Ist der Name Showmaker im Thread Namen bewusst gewählt?
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
Charles Darwin

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

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