gebogen erschüttert und nicht gerührt

Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf, Zusammenleben, Herdenschutz, Konflikte und Lösungen.
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twizzle
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von twizzle » 13. Mai 2017, 08:28

Direwolf hat geschrieben:
13. Mai 2017, 06:18
...Twizzle kann es sein das du dich manchmal leicht angeriffen fühlst?
Eigentlich nicht..., aber ich konnte deinen Post nicht wirklich deuten...
Direwolf hat geschrieben:
13. Mai 2017, 06:18
... Ich mag dich auch twizzle,ich denke wir beide sollten uns in Zukunft einfach ignorieren.
Falls ich mit meiner Aussage ein wenig grantelig daher gekommen bin, so entschuldige ich mich dafür.
Missverständnisse muss man aus der Welt räumen, und nicht ignorieren.
Es ist letzten Endes dieses Ignorieren, Totschweigen was zu dem gefährlichen Halb-Wissen führt, dass unser
Öko-System so "raubtierfrei" gemacht hat.
Ich möchte bitte weiterhin ernsthaften Meinungsaustausch, auch oder gerade wenn ich mal ein Bißchen "zimperlich" reagiere.
Ich bin halt ein wenig dünnhäutig, was meine "große Liebe" betrifft.
Schon gerade, weil hier bei mir, völlige "Anti-Waidmannen" in der Gegend rumballern.

Im bin im Januar diese Jahres nicht nur mit meinen Hunden spazieren gegangen, sondern auch mit einem großen Fuchs.
Fast drei Wochen kam er/sie uns jeden Morgen entgegen, wechselte dann etwa 25 Meter vor uns in den Wald.
Um dann letztlich knapp 50 Meter hinter uns wieder aus der Dickung zu treten und mir und meinen zwei Hunden zu folgen, bis wir
wieder in Richtung der Siedlung gegangen sind. Jeden Tag
Bis sie(Idioten) eine Treibjagt gemacht haben bei uns. Seit dem habe ich keinen einzigen Fuchs mehr gesehen.
Tut mir leid, wenn ich manchmal ein wenig hart erscheine, aber für mich zählt das (wilde) Tier mindestens genausoviel wie der Mensch.
Wenn ich davon ausgehen könnte, das der "Graue" ihn/sie gerissen hat, so würde sich der Kreis für mich schließen.
Aber die Tatsache das die Idioten den herrlichen "Reinecke" wahrscheinlich angeflickt haben, und er dann von den Jagdhunden zerrissen worden ist,...
... das macht mich wütend. Und traurig.

Also, ... bitte nicht falsch verstehen, wenn ich mal grummel...

mfg
twizzle
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Grauer Wolf
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von Grauer Wolf » 13. Mai 2017, 09:56

twizzle hat geschrieben:
13. Mai 2017, 08:28
Tut mir leid, wenn ich manchmal ein wenig hart erscheine, aber für mich zählt das (wilde) Tier mindestens genausoviel wie der Mensch.
Da ist jede Entschuldigung überflüssig! Für die Verbrechen der Menschen, speziell der sogenannten "Jäger" an der Wildtierwelt finde ich ggf. noch ganz andere Worte...
Dein Erlebnis mit dem Fuchs kann ich nur zu gut nachvollziehen, und wenn nach Umtrieben der Lodenträger so ein Tier auf einmal nicht mehr auftaucht, dann schmerzt das... :cry:

Bleib, wie Du bist: Kantig und deutlich, für das Wildlife...! ;)
Direwolf hat geschrieben:
13. Mai 2017, 06:18
Es werden aber Wölfe aus dem Park gelockt um sie zu schießen.Korrigiert mich bitte wenn es nicht stimmt.Grauer Wolf weiß ja auch sehr gut Beischeid was die Wölfe in den USA betrifft.
Das stimmt leider. Ich bin mal im Web über eine Bemerkung gestolpert, die an amerikanische Wolfsschützer gerichtet war: Wir knallen euch eure verdammten "Iconic wolves" ab.
Heißt: Diese Mörder agieren gezielt gegen besonders populäre Wölfe...
Eines der unvergessenen Opfer dieses mörderischen Abschaums: Yellowstone She Wolf '06... :cry: Ermordet am 6.12.2012... Möge sie in ihren Töchtern weiterleben...

https://howlingforjustice.files.wordpre ... =470&h=359

Gruß
Wolf
"Lernt mit uns zu leben, denn wir sind nicht mehr viele..."
Canis lupus

"Gesegnet ist das Land, in dem viele Wölfe laufen..."
Sprichwort der Comanches

Schattenwolf
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von Schattenwolf » 13. Mai 2017, 15:34

Passt schon twizzle,hast es ja aufgeklärt. :) Liegt vielleicht auch manchmal an meiner Ausdrucks oder Schreibweise,sprich Formulierung. ;)
Bin ja nicht gekränkt hättest dich also nicht entschuldigen müssen,ich bin ja auch manchmal etwas direkt und so.
AKA Direwolf.

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
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„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Schafwächter
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von Schafwächter » 13. Mai 2017, 22:43

twizzle hat geschrieben:
13. Mai 2017, 08:28
Direwolf hat geschrieben:
13. Mai 2017, 06:18
...Twizzle kann es sein das du dich manchmal leicht angeriffen fühlst?
Eigentlich nicht..., aber ich konnte deinen Post nicht wirklich deuten...
Direwolf hat geschrieben:
13. Mai 2017, 06:18
... Ich mag dich auch twizzle,ich denke wir beide sollten uns in Zukunft einfach ignorieren.
Falls ich mit meiner Aussage ein wenig grantelig daher gekommen bin, so entschuldige ich mich dafür.
Missverständnisse muss man aus der Welt räumen, und nicht ignorieren.
Es ist letzten Endes dieses Ignorieren, Totschweigen was zu dem gefährlichen Halb-Wissen führt, dass unser
Öko-System so "raubtierfrei" gemacht hat.
Beim Totschweigen und ignorieren aber auch beim polarisieren sind ja alle Seiten schon wieder gut dabei wobei es hier ja noch recht demokratisch zugeht. Wenn niemand ehrlich ist wird auch keine Erfahrung weitergegeben das ist das Dilemma. Trockene Listen über zaunhöhen Fotos von Zaun Schäden bringen den herdenschutz viel weiter als billige Polemik und polarisieren.

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twizzle
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von twizzle » 14. Mai 2017, 07:16

Es wäre immens wichtig das unsere Regierung im Falle des Herdenschutzes sehr schnell reagiert.
Alle Gesetze müssen so überarbeitet werden, das es den Tierhaltern möglich ist, ihre Tiere ausreichend zu schützen.

Damit würde man letztendlich auch den Leuten die für Wolfsabschüsse sind, ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen.
Und vielleicht auch den Unwissenden die Angst nehmen, die hier von der Presse teilweise verbreitet wird.
Ala:
Sind unsere Kinder in Gefahr -> definitiv Nein!
Können wir jetzt nicht mehr mit unseren Hunden spazieren gehen -> auch definitiv Nein! Solange man dafür sorgt, das die Hunde dem Wolf nicht nachstellen.

Wie ich schonmal schrieb: seltsam, das es in anderen Ländern funktioniert, nur im modernen Deutschland klemmt wegen jedem Bißchen die Hose.

Und natürlich werden wir zukünftig auch Wolfe zu sehen bekommen, je mehr es werden, je öfter.
Das liegt aber nicht daran, wie es in der Presse heißt, das Wolf seine Scheu verliert. Nein, in einem so dicht besiedelten
Land ist es sogar für den Wolf unmöglich uns gänzlich aus dem Weg zu gehen.

mfg
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Schafwächter
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von Schafwächter » 14. Mai 2017, 13:07

Im Moment kann man das plastisch so beschreiben: ich kippe um, jemand ruft den Notarzt der jemand und der Notarzt verhöhnen mich ich bin selbst schuld was laufe ich denn auch ohne defilbrator und rettungssanitäterbegleitung auf der Straße und machen erst mal Fotos und Posten und verhöhnen öffentlich. Wir sind hochtechnisiert da sollte es möglich sein nahezu jede Herde zu schützen. Man sollte keine zeit und Geld mehr in dna Tests verschwenden jedenfalls nicht mit der Vorgabe des herdenschutzes das gießt nur Öl ins Feuer die Ergebnisse werden sowieso angezweifelt und ich kann mir nicht vorstellen das ein schutzhund im Pferch keinen körperkontakt mehr zu einem Kadaver aufnimmt noch das da freie wattestäbchen verwendet werden. Es ist ja wohl eigentlich Aufgabe des Staats seine Bürger und deren eigentum zu schützen auch vor wildernden Hunden (von denen gibt es einige mehr). Beim verhöhnen, verdrehen und polarisieren leisten Staat, nabu und alle die sich darauf einlassen bauernverband oder auch mache hier beste Arbeit gegen den Wolf.

Nina
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von Nina » 15. Mai 2017, 13:13

Schafwächter, vielleicht solltest Du, was das Polarisieren angeht, einfach mal mit gutem Beispiel vorangehen. Bislang erlebe ich da aber genau das Gegenteil - viele Deiner Kommentare wirken geradezu wie die Mutter aller Polemik und Polarisierungen.

Ich habe meine Erfahrung mit dem Schutz meiner Tiere schon häufig weitergegeben - nur will sie von den Wolfsablehnern niemand hören.

Einen funktionsfähigen Zaun für meine alten und zum Teil gehbehinderten Einhufer habe ich schon immer benötigt, auch vor dem Wolf.
Und ich habe leidvolle Erfahrungen machen müssen, was Nachlässigkeit bei der Hütesicherheit bedeutet - auch schon lange vor dem Wolf.

Letztlich brauche ich sowieso Zaunpfähle, Drähte und ein für die Zaunlänge angegepasstes Weidezaungerät, das auch mal etwas Bewuchs verträgt.
Die tägliche Kontrolle der Zaunspannung ist auch ohne den Wolf selbstverständlich, aus oben genannten leidvoller Erfahrung.

Wuchert mir der Zaun zu, ist nun mal irgendwann nix mehr mit Strom - ob mit oder ohne Wolf.

Letztlich war die wichtigste Aufrüstung an meiner Koppel der zusätzliche untere Draht mit 20 cm Bodenabstand, der auf jedenfall ordentlich Krawumm haben muss, wenn jemand dagegen kommt. Wenn ein 500 kg-Pferd einen Satz macht, sobald es den Zaun berührt, der Hund heute noch verunsichert ist, wenn er sich dem Zaun nähert und mir es ein Gefühl gibt, dass es mir fast den Arm abhackt, wenn ich unter dem Zaun durch nach ein paar Birnen zu greifen versuche, dann bin ich mir sicher, dass der Wolf diesen Schmerz auch nicht suchen und in Kauf nehmen wird.

Schließlich hat sich an meine Tiere auch noch keiner herangetraut. Dass heißt nicht, dass ich für immer davor sicher bin, dass mir nicht mal ein Baum in den Zaun fällt oder irgendwelche selbsternannten Spaßvögel den Zaun öffnen, um ihre Langeweile im Leben durch den Kick des Leids anderer Menschen und Tiere zu ersetzen.

Gestern war ich im Landkreis Lüneburg an der Elbe unterwegs, die derzeit relativ hohes Wasser führt. Das Elektronetz um die kleine Schafherde stand zum Teil im Wasser. Mal ganz davon abgesehen, dass der E-Zaun so kaum genügend Spannung haben wird, macht es keinen Sinn, die Schafe nur bis zum Ufer einzuzäunen, und den Zaun dann auf der Wasserseite offen zu lassen. Jeder halbwegs intelligente Wolf geht den Zaun einmal ab, findet den freien Zugang über das Wasser und schwimmt direkt ins frei verfügbare Schlemmerbuffet.

Schafwächter
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Re: gebogen erschüttert und nicht gerührt

Beitrag von Schafwächter » 15. Mai 2017, 15:41

Meine Netze sind 1,45 m über Boden mit zwischenpfählen durchgehender BodenAbstand 5 cm in 20 cm vor dem Netz bodennah erdleiter versorgT von meinem letzten noch nicht geklauten weidezaungerät der alten Schule miT nicht reduzierten 15 joule entladeenergie. An manchen orten kann ich die rinder ausserdem um die schafe einkoppeln. Bodenabstand bei den rindern 5cm bei netzen und 10 bis 15 bei litze. Ausserdem beschimpfe ich den sesselpupser vom deichverband der das einzäunen zur wasserseite untersagt genau so wie die verweigerer stets ausgewogen. Des Wolf ist es doch egal wer für die nicht abgeZäunte wasserfeste verantwortlich ist ob jemand den Einsatz von herdenschutzhunden blockiert oder der Zaun seit zehn jahren nicht gewartet ist oder ob jemand noch abgewartet hat weil er durch das gegeneseitige zerfleischen der Verbände verunsichert ist (zumindest sind in der Situation kaum Fakten zu hören ) oder jemand der irgend einem Minister geglaubt hat es gäbe Förderung und auf sie wartet? In vielen wolfsgebieten steigt die Zahl der Schafe. Warum? Bestimmt nicht weil für ein gefressenes zwei neue angeschafft werden sondern weil etliche ihre Bestände ausbauen damir sich die Mehrarbeit durch den herdenschutz überhaupt noch lohnt. Viele hören schon auf wenn die Berufsgenossenschaft anklopft und die letzten 15 jahrecht im haupterwerb mit 200 Schafen unterstellt einschließlich der Ehefrau auch wenn sie lohnarbeit nachgeht. Ein geförderter Zaun oder Hund geht schnell nach hinten los wenn die Leute Es rechtzeitig wissen sollten Sie es sich aussuchen 10 Jahre zuvor Schafe gehabt Zaun für 1500 euro gefördert zu 80 prozent gegen 15000 Euro Nachzahlung. Die Nachzahlung kann schon passieren aufgrund der bloßen Antragstellung. Und wer schon ewigkeiten schäfer ist und sich jetzt etwas dazu verdienen muss für sen greift aufgrund kreativer gerichtsurteile pkötzlich sie haftungsbefreiung für erwerbstierhalter nicht mehr. Gegen die schönredner verhinderer und Wegelagerer ist der Wolf ein klax.

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