Wolfsangriffe in Wildenbruch

Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf, Zusammenleben, Herdenschutz, Konflikte und Lösungen.
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Erklärbär
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Wolfsangriffe in Wildenbruch

Beitrag von Erklärbär » 28. Nov 2019, 08:55

20:24  27.11.2019

Mutmaßlich Wölfe haben eine Schafherde in Wildenbruch unweit der Wohnhäuser angegriffen. Drei Schafe wurden getötet, von einem vierten Tier fehlt jede Spur. „Alle vier Schafe waren hochtragend“, sagt der betroffene Schafhalter, dem die Herde gehört.

(Märkische Oderzeitung)
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Caronna
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Re: Wolfsangriffe in Wildenbruch

Beitrag von Caronna » 28. Nov 2019, 09:11

WIe waren die Schafe gesichert?
Grüße aus der Eifel
Caronna

"Wo der Wolf läuft - wächst der Wald"

"Ich warte sehnsüchtig darauf das erste Wolfsgeheul in der Eifel zu hören"

Erklärbär
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Re: Wolfsangriffe in Wildenbruch

Beitrag von Erklärbär » 28. Nov 2019, 10:03

Keine Ahnung! Offensichtlich nicht gut genug!
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Re: Wolfsangriffe in Wildenbruch

Beitrag von SammysHP » 28. Nov 2019, 12:10

Hochtragend im November? Was für eine Rasse war das?

zaino
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Re: Wolfsangriffe in Wildenbruch

Beitrag von zaino » 28. Nov 2019, 12:50

Das ist manchmal so - habe das schon öfter gesehnen: Mitten im Winter fallen auf einmal Lämmchen, quasi in den Schnee ???
Strange. Muss das sein? Tragzeit und Kontakt zum Schafbock lassen sich doch ein bisschen steuern, sollte man meinen?
Und warum passt man grad in der Jahreszeit und bei unzeitig tragenden Tiere nicht besser auf die Viecher auf?
Es kann immer alles Mögliche passieren - Sauwetter, Frost, und selbst kleinere Prädatoren wittern die Fehl- oder zumindest die Nachgeburt, wenn ein Schaf sich zu sehr beeilt. Eisiger Dauerregen tut den Neugeborenen auch nicht grad gut.
Warum stallt man dann in dieser Jahreszeit nicht einfach nächtens auf oder sorgt für einen mobilen Schuppen mit abschließbarer Tür? Für 4 Schafe muss der nicht groß sein.
Extensivhaltung für Faulpelze, die mimimi machen, wenn was passiert...

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Nina
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Re: Wolfsangriffe in Wildenbruch

Beitrag von Nina » 28. Nov 2019, 17:07

Bei der Winterlammung kollidieren ökonomische Interessen und Tierschutz, wenn die Tiere im Freien gehalten werden.
Bei Winterlammung im Freien treten bei jungen Lämmern Todesraten von 30% bis 50% auf, die leider von vielen Schafhaltern toleriert werden (v.a. von Berufsschäfern). [...] Die Schafhalter legen aber vielfach immer noch die Lammzeit in den Winter. Die Tierhalter profitieren dann von den höheren Preisen für Lammfleisch im Frühjahr. Daher sieht man im Winter immer wieder, dass nur wenige Wochen alte Lämmer und sogar neugeborene Lämmer (u. a. kenntlich an der roten Nabelschnur) bei eisigen Minusgraden und Schnee in den Herden im Freien gehalten werden. Dies ist eklatant tierschutzwidrig. Neugeborene Lämmer, die sich bei Frost im Freien befinden, leiden erheblich. Ihnen droht in vielen Fällen der Kältetod.

Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V., Dr. Hilmar Tilgner: Winterlammung von Schafen - Geringe Kältetoleranz und Kältetod neugeborener Lämmer. Tierschutzrechtliche Einordnung. Maßnahmen der Bundesländer, März 2016, S. 1-2 http://agfan.org/wp-content/uploads/201 ... r-2016.pdf

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