Herdenmanagment

Die Beziehung zwischen Mensch und Wolf, Zusammenleben, Herdenschutz, Konflikte und Lösungen.
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Dr_Goatcabin
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von Dr_Goatcabin » 10. Feb 2019, 19:31

Es scheint so, als sei damit die Auswahl und Beweidungsdauer der Flächen gemeint.
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Redux
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von Redux » 10. Feb 2019, 19:45

Ich glaube er meint aktive Behirtung und nicht nur auf die Weide stellen. Will wohl sogar Fachpersonal dafür. Auch scheint es um einen aktiven Naturschutz durch Beweidung zu gehen

Der Tösner plädiert für „gezielte Weideführung“ und „aktives Herdenmanagement“. Womit er bei der Dialoggruppe auf offene Ohren stieß. Diese stimmt überein, dass Bewirtschaftung der Almflächen „die beste Vorbeugung gegen Bodenerosion, Verbuschung und Lawinengefahr“ sei. Professionelles Herdenmanagement bedeute, dass der Hirte in der Lage sein muss, „die Schafe zusammenzuhalten, auch wenn eine Herde 1500 Tiere zählt“. Nur gut ausgebildete Hirten würden diese wichtige Aufgabe bewältigen, ist der Tösner Schafbauer überzeugt. „Bei der traditionellen Weidepflege ist leider viel altes Wissen verlorengegangen.“
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von Dr_Goatcabin » 10. Feb 2019, 19:46

Was wäre denn "aktive Behirtung"? Diese urst anstrengenden Entertainer bei Pauschalreisen? :D

Und ja, ich lese anders als LOLer hier mehr als die Titelzeile. ^^
Zuletzt geändert von Dr_Goatcabin am 10. Feb 2019, 19:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Redux
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von Redux » 10. Feb 2019, 19:47

Nee daß die Tiere nicht unbeaufsichtigt sind
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von Dr_Goatcabin » 10. Feb 2019, 19:49

Es gibt keine passive Behirtung. ;)
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von Redux » 10. Feb 2019, 19:51

O.K., Einverstanden. Daß heißt vielleicht doch er hat auch irgendwas von GPS Überwachung gesagt. Möchte die Position seiner Leittiere am Bildschirm verfolgen können. Scheint als würde es Zeit für die Herdenschutzdrohne.
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von Dr_Goatcabin » 17. Feb 2019, 09:31

Schadensbilanz 2017: Zahl der Wolfsangriffe auf Nutztiere deutlich gestiegen
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019- ... -nutztiere

Kommentar einer der Trolle:
Zitat:"Um die Probleme dauerhaft möglichst gering zu halten, müssten Schafe und Ziegen in Wolfsgebieten vielmehr flächendeckend geschützt werden." Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft schreibt in seiner Richtlinie zur Haltung von Säugetieren für ein ausbruchssicheres Wolfsgehege einen 2,80 m hohen Zaun mit einem 60 cm tiefen Untergrabschutz vor. Damit müßten also jetzt alle Nutztierflächen umgeben werden. Das ist absurd.
..!!! :D Hey, wir sind das alles viel zu schmal angegangen. Think big! Einbruchssicher, ausbruchssicher; alberne fadenscheinige Semantik. ;)
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von TheOnikra » 17. Feb 2019, 21:35

Passt auch zu den aktuellen Fällen

https://www.tagesschau.de/inland/wolf-133.html
Die Experten empfehlen, möglichst schnell Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wenn sich Wölfe in einer Region niederlassen. Die Tiere könnten schnell lernen, dass nicht ausreichend geschützte Schafe oder Ziegen leichte Beute seien. Je häufiger ein Wolf Erfolg hatte, desto mehr wird er 'insistieren' auch weiterhin Nutztiere zu erbeuten", so die DBBW. In der Folge würden ihn dann auch solche Elektrozäune nicht mehr abschrecken, die normalerweise als Schutzmaßnahmen ausreichen würden.
Also das was ich unter Nutztierspezialisierung verbuchen würde.

Genau diese Umstände führen zu so genannten "Problemwölfen" Das Herdenschutz funktionniert zeigt dies:
Meist gingen die Schäden in diesen Gebieten nach ein, zwei Jahren zurück, "wenn die Tierhalter Herdenschutzmaßnahmen richtig anwenden.
Eine Schlussfolgerung die auch Schäfer selbst machten wie Eingangs erwähnt:https://www.tt.com/panorama/natur/14819 ... z-vor-wolf

Es wäre vielleicht hilfreich für jedes Wolfsterritorium den Anteil an geschützten Herden zu bestimmen. Zudem ist die Betrachtungsweise auf alle Wölfe nicht zielführend, wie die falschen Schlüsse der Minister zeigen.
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Re: Herdenmanagment

Beitrag von maxa67 » 18. Feb 2019, 08:24

Hey, wir sind das alles viel zu schmal angegangen.
Vor Jahren hat mir mal ein Vorarbeiter im Tiefbau die RG Kröt (Richtlinie zur Errichtung von Krötenwanderwegen) zum Lesen gegeben.
Da das damals ziemlich amtlich aussah und der das auch für bare Münze (kein Wunder bei unserem bürokratischen Dschungel) nahm, weiß ich bis heute ist noch nicht, ob das Satire war. Auf alle Fälle haben wir Tränen gelacht und sind aus dem kopfschütteln nicht mehr rausgekommen.

Die Light-Version:
http://www.concordia-hgw.de/wissen/kroete.htm

Aber der Berechnungsansatz für die Ermittlung der Sprunghöhe der durchschnittlichen Einheitskröte könnte doch auch auf den Duchschnittswolf angewendet werden. Dann wissen wir, wie hoch die Zäune sein müssen.

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