Familienmitglieder

Über freilebende Wölfe in Deutschland.
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Nina
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

Wo bleiben eigentlich die medienwirksamen herzergreifenden Reaktionen betroffen dreinschauender Landwirte und Tierhalter in der Presse, wenn das fast verhungerte und nicht mehr transportfähige Rind nicht vom Wolf gerissen, sondern - bereits am Boden liegend - vom Schlachthof-Mitarbeiter wie von Sinnen verprügelt und ins Gesicht getreten wird? Keine Mahnfeuer???
Werne, Nordrhein-Westfalen. In einer sogenannten Sammelstelle für Tiere. Vorwurf: Tierquälerei. [...] Und das sind Bilder, die den Mann bei der Arbeit zeigen.

ARD Fakt, 27.07.2021: Vorwurf Tierquälerei: Razzia bei Fleischhändler https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... IyOTg4Y2U/
Er schlägt zu. Wieder und wieder. Nach acht Schlägen mit dem knüppelähnlichen Gegenstand geht das Rind nieder.
Das Rind kann offenbar nicht mehr laufen. Außer Rand und Band prügelt er auf das Tier ein - bis es zusammenbricht. Dann wird die Kuh an einem Bein mit einer Seilwinde auf einen Hänger geschleift. Der Mitarbeiter tritt noch einmal in das Gesicht des Tieres. Abgespielt hat sich die Tierquälerei auf dieser Tier-Sammelstelle. Hier werden vor allem Rinder und Pferde angeliefert, bevor sie in einen nahegelegenen Schlachthof gebracht werden. Viele sind nicht transportfähig. Und offenbar krank.

ARD Fakt, 27.07.2021: Vorwurf Tierquälerei: Razzia bei Fleischhändler https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... IyOTg4Y2U/
Bei der folgenden Aufnahme sind dann mehrere Pferde in einem erbärmlichen Zustand zu sehen, die nur noch aus Haut und Knochen bestehen.
Die Sammelstelle in Werne wird nach Angaben der ermittelnden Staatsanwaltschaft von einem lokalen Familienunternehmen betrieben, das auch eine Metzgerei, einen Schlachthof und eine Firma für Tierfutter hat. [...] Eine Rechtsanwaltskanzlei antwortet heute und schreibt, dass der von uns gezeigte Schlachthof nur Tierfutter erzeuge. Lebensmittel würden in der Metzgerei hergestellt. Die Mitarbeiter würden geschult. Zitat: "An allen Standorten legen unsere Mandanten höchsten Wert auf respektvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren."

ARD Fakt, 27.07.2021: Vorwurf Tierquälerei: Razzia bei Fleischhändler https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... IyOTg4Y2U/
Äh...ja. In dem Zusammenhang geht es darüber hinaus auch um eine Transportfirma.
Der Chef der Soko Tierschutz kennt die Firma. 2018 war sie schon in einen großen Skandal mit kranken Tieren an einem Schlachthof in Bad Iburg verwickelt. [...] "Die hat quasi auf täglicher Basis da die Tiere mit der Seilwinde rausgezogen, hat die aus den Transportern getreten, geschlagen, mit Elektroschocks misshandelt - und das ist genau die Firma, die jetzt wieder in Werne bei Schlachterei Mecke in Aktion tritt."

ARD Fakt, 27.07.2021: Vorwurf Tierquälerei: Razzia bei Fleischhändler https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... IyOTg4Y2U/
Das Fakt-Fernsehteam wird bei der Bemühung um eine Stellungnahme nach eigener Einschätzung sogar von Mitarbeitern der Trasnportfirma bedroht.
Hinter der Tierquälerei stecke System, sagt Norwich Rüße, agrarpolitischer Sprecher der Grünen. [...] Nach Einschätzung des Landtagsabgeordneten und Bio-Landwirts beginnt das Problem mit Bauern, die ihre kranken Tiere nicht behandeln lassen, weil das Geld kostet. Stattdessen verkauften sie sie an Viehhändler, die ihr Geschäft wiederum mit einem Schlachthof machten. Es seien Netzwerke, um Geld aus kranken Rindern zu machen. "Jeder weiß, dass diese Tiere zum Schlachthof gehen, obwohl sie da nichts mehr verloren hätten. Da haben wir im Milchviehsektor ein massives Problem. Im Prinzip ist das die letzte Stufe eines verkorksten, völlig fehlgelaufenen Systems."

ARD Fakt, 27.07.2021: Vorwurf Tierquälerei: Razzia bei Fleischhändler https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... IyOTg4Y2U/
Sollte man mal im Hinterkopf behalten, wenn beim nächsten angeblichen Riss durch einen Wolf wieder die ganz große Tränentaste gedrückt wird.
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Nina
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

Mahnfeuer für die Qualen von jährlich 40 Millionen Schweinen hat auch noch niemand abgehalten. Das Schweigen der Tierhalter.
Rund 40 Millionen Schweine werden in deutschen Schlachthöfen mittels der CO2-Methode betäubt, bevor sie durch Entbluten getötet werden. Neue Undercoveraufnahmen der Tierrechtsgruppe SOKO Tierschutz belegen jetzt, dass die Tiere während dieser Betäubungsphase in panikartige Zustände verfallen, Erstickungsanfälle erleiden.
Die Tiere werden zur Betäubung in eine Gondel verladen, die sie in den tiefergelegenen CO2-Betäubungsraum bringt. Mehr als zwei Minuten werden sie dort dem Gas ausgesetzt, das sie betäuben soll. Report Mainz wurden Aufnahmen aus mehreren deutschen Schlachthöfen zugespielt. Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz hält diese Form der Betäubung für nicht akzeptabel: "Das ist die Standardmethode der Schweinebetäubung in Deutschland. Das bedeutet 40 Millionen Mal Todesangst, Panik und Kampf in dieser Box, bis dann endlich die Bewusstlosigkeit eintritt."
Veterinäre, die in solchen Großschlachthöfen arbeiten, beschreiben die CO2-Betäubung an Schweinen als "Hölle pur". "Bei diesem Betäubungsvorgang beobachte ich, dass die Tiere einen fürchterlichen Todeskampf haben, dass sie nach Luft schnappen, um ihr Leben kämpfen, Panik haben, die Betäubungszeiten sind bei uns für mehr als zweieinhalb Minuten genehmigt", erzählt der Mann, der anonym bleiben möchte. "Es ist ein ganz qualvolles Ersticken, damit sie sich beim Abstechen nicht mehr wehren können. Es geht hier nur um die Wirtschaftlichkeit."


tagesschau, 01.06.2021: Undercover auf Schlachthöfen Verstöße bei Schweinebetäubung https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... e-101.html
Alle wissen es... und machen trotzdem weiter.
Nach Konfrontation mit den Bildern räumt Schlachthofleiter Dirk Grühn Probleme bei der Schweinebetäubung ein. "Die CO2-Betäubung an sich ist eine suboptimale Betäubung, hat Vorteile und auch Nachteile. Die Nachteile sind mit Sicherheit diese Abwehrreaktionen der Tiere in der Gondel. Diese Methode ist rechtlich zugelassen, obwohl sie eigentlich nicht den Tierschutz in diesem Sinne widerspiegelt," so Grühn. [...] "Wenn man bis 90 Sekunden Atemnot hat und in der Todesangst ist, dann sind das länger anhaltende und erhebliche Leiden", sagt die baden-württembergische Landestierschutzbeauftragte Julia Stubenbord.
Nach dem deutschen Tierschutzgesetz wäre diese Betäubungsmethode eigentlich untersagt, weil die Schweine länger anhaltenden Schmerzen und Leiden ohne vernünftigen Grund ausgesetzt sind. Paragraf 17 des Deutschen Tierschutzgesetzes sieht bei Verstößen sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor. Doch demgegenüber gilt eine rechtlich höherrangige EU-Schlachtverordnung. In dieser wird die CO2-Betäubung als zugelassene Methode ausdrücklich erwähnt.


tagesschau, 01.06.2021: Undercover auf Schlachthöfen Verstöße bei Schweinebetäubung https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... e-101.html
Auf Report-Anfrage teilt das Ministerium mit, die EU-Kommission überprüfe derzeit das europäische Tierschutzrecht. Das Ministerium werde sich nach Vorliegen etwaiger Änderungsvorschläge damit auseinandersetzen. Im Klartext: Es kann also noch dauern, bis sich etwas tut. Vor der Bundestagswahl, so Beobachter, seien mögliche Veränderungen hier nicht zu erwarten.

tagesschau, 01.06.2021: Undercover auf Schlachthöfen Verstöße bei Schweinebetäubung https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... e-101.html
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Nina
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

Im letzten Bericht der DBBW zu Prävention und Nutztierschäden von 2019 ist zu lesen, dass Wölfe in dem Jahr 127 Rinder gerissen haben. Das Geschrei bei jedem Kalbsriss ist entsprechend groß. Hilfe, es war ein Wolf - der Wolf muss weg, und am besten so viele mit ihm wie nur irgendwie geht.

Frage: Wie ernst ist der in den §§45 und 45a genannte "ernste wirtschaftliche Schaden" eigentlich, wenn das gerissene Kalb auf dem Markt mit einem Euro gehandelt wird? Oder, da wirtschaftlich nicht lohnend, durch gezielte Vernachlässigung verhungert/verdurstet und so ohnehin unter "Schwund" verbucht wird?
Denn inzwischen gibt es Kälber im Überfluss. Genau das führt zu einem dramatischen Preisverfall am Markt - und durch Corona hat sich die Lage noch zugespitzt. Mittlerweile können die Landwirte ihre Kälber nur noch zu Spottpreisen loswerden. Und das hat drastische Folgen. [...]

"Das sind Abfallprodukte."
"Was gibt's für die noch?"
"10 Euro? Für weibliche gibt's meistens fast gar nix mehr."
"Obwohl die weiblichen ja Milch bringen?"
"Da kriegst ja mehr für'n Kanarienvogel als für'n Kalb."

Gerade erst hat sie zwei Kälber verkauft, doch so wenig wie dieses Mal hat sie noch nie für ein Tier bekommen.
"Was haben Sie bekommen für das Tier?
"90 Cent."


ARD Plusminus, 04.08.2021: Video: Kälber zum Schleuderpreis https://www.daserste.de/information/wir ... o-100.html
Doch was passiert eigentlich mit den vielen Kälbern? Das haben die Veterinärämter der Landkreise Soest und Unna untersucht.

ARD Plusminus, 4.08.2021: Kälber zum Schleuderpreis https://www.daserste.de/information/wir ... e-100.html
Das Ergebnis, das im Filmbeitrag eingeblendet wird:
- Die Verlustraten von Kälbern bis zum Alter von 14 Tagen sind in Milchviehbetrieben unverhältnismäßig hoch.
- Die Verluste sind in Milchviehbetrieben höher als in Mutterkuhbetrieben.
- In Milchviehbetrieben wird die Geburtsüberwachung aus arbeitswirtschaftlichen Gründen vernachlässigt, daher gibt es häufig geburtsreife Kälber, die tot geboren werden oder kurz nach der Geburt sterben.
- Die Kolostrumversorgung der Kälber in Milchviehbetrieben ist nicht ausreichend.
- In Milchviehbetrieben verenden mehr Bullenkälber als in Mutterkuhbetrieben, weil sie wegen Unwirtschaftlichkeit nicht genügend betreut werden.


ARD Plusminus, 04.08.2021: Video: Kälber zum Schleuderpreis https://www.daserste.de/information/wir ... o-100.html
Hochgerechnet betrifft das jährlich rund 600.000 Kälber in Deutschland, die zu Tode vernachlässigt werden:
"Man kann so von ungefähr 600.000 Kälbern im Jahr ausgehen, die versterben und von denen sicherlich sehr viele hätten gerettet werden können."

Frigga Wirths, Tierärztin der Akademie für Tierschutz, ARD Plusminus, 04.08.2021: Video: Kälber zum Schleuderpreis https://www.daserste.de/information/wir ... o-100.html
Das Kalb der zuvor gezeigten Landwirtin, die es für 90 Cent an einen Viehgroßhändler verkauft hat, wurde nach dessen Angaben wiederum an einen anderen Händler weiterverkauft. Über das weitere Schicksal braucht man wohl nicht lange zu spekulieren.
Ein Großteil der vier Millionen Kälber, die jedes Jahr in Deutschland geboren werden, gehen in den Export, fast 600.000 Tiere im vergangenen Jahr allein in die Niederlande, rund 39.000 nach Spanien.

ARD Plusminus, 4.08.2021: Kälber zum Schleuderpreis https://www.daserste.de/information/wir ... e-100.html
Spanien? Da war doch was - das "Kreuzfahrtterminal" für One-Way-Reisen in Drittstaaten wie Marokko.
Da wünscht sich wohl so manches Kalb, im heimischen Stall verhungert oder verdurstet zu sein. Da erscheint der schnelle Riss durch einen Wolf geradezu als Gnade.

Man kann es jetzt natürlich auch auf Corona schieben - aber das menschengemachte Problem von der ausufernden Tierproduktion, für die es keinen Markt gibt, ist schon lange existent. Spiegel-Artikel, 2015:
"Gut, dass es ein weibliches Kalb ist", sagte der Bauer. "Die männlichen kannst du nämlich gleich wegtun." [...] Im Durchschnitt werden Kühe schon nach zwei bis drei Jahren im Melkstand geschlachtet, weil sie krank und aus Erschöpfung nicht wieder tragend werden. Dabei können Kühe bis zu 20 Jahre alt werden. [...] Ebenso wenig ist es effizient, Kälber zu produzieren, die keiner braucht. [...] Zahlen aus dem Jahresbericht 2014 des Landeskontrollverbands Schleswig-Holstein, an den alle Milchbauern des Bundeslandes ihre Daten liefern, zeigen: Dort starben in den vergangenen Jahren etwa sieben Prozent der männlichen Kälber bei oder kurz nach der Geburt. Bei den weiblichen waren es nur etwa drei Prozent. Besonders hoch war die Kälbersterblichkeit vor einigen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern. Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin ordnete daraufhin eine Untersuchung an, die ergab, dass in jedem fünften Betrieb mehr als ein Viertel der Kälber gestorben waren. Als Gründe nannte ein Sprecher des Ministeriums "mangelnde Erstversorgung" und "personelle Probleme". Sterben die Kälber also an purer Vernachlässigung? Oder werden sie sogar getötet? Tierschützer berichten in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL auch von solchen Fällen. Auch in Dänemark soll es Bauern geben, die Bullenkälber nach der Geburt erschießen, hört man von Milchbauern aus Schleswig-Holstein.

SPIEGEL online, 25.04.2015: Entsorgte Kälber Bulle? Stirb! https://www.spiegel.de/wirtschaft/servi ... 29612.html
In Dänemark, wo Nutztierrisse in Landwirtschaftskreisen ein gleiches Reizthema sind wie in Deutschland, veröffentlichte das Landwirtschaftsministerium konkrete Zahlen:
"Im Jahr 2017 töteten Landwirte rund 23.500 Kälber unmittelbar nach der Geburt."

Fødevarestyrelsen (2017) : Kan man undgå at kalve aflives ved fødslen? https://www.foedevarestyrelsen.dk/SiteC ... 8dslen.pdf


Aber wehe der Wolf holt sich ein leicht zugängliches Kalb... :roll:
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Nina
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

Olympia: Mal wieder die hässliche Seite des Pferdesports

Grundsätzlich sollte man ja meinen, dass Pferden im Allgemeinen eine höhere Wertschätzung entgegen gebracht wird als den zumeist in Kilopreisen wertgeschätzten "Lebensmitteln" Schwein oder Rind.

Geht es jedoch um menschlichen Medaillenehrgeiz, durfte die Welt gerade bei Olympia erleben, wie ein hochsoziales und schmerzempfindliches Lebewesen für eine Goldmedaille mit Gerte und Sporen vor laufenden Kameras regelrecht verprügelt wird - ausgerechnet von einer Frau; dazu noch angefeuert von einer anderen Frau.

Aus dem Kommentar eines Reitsport-Fachmagazins:
Bei der Disziplin Moderner Fünfkampf bei Olympia 2021 in Tokio haben ausgerechnet eine deutsche Athletin und ihre (Bundes-)Trainerin für abscheuliche Bilder gesorgt. [...] Saint Boy will nicht. Der braune Wallach läuft immer wieder rückwärts, im Sattel Annika Schleu, Deutsche Fünfkämpferin bei den Frauen auf Goldkurs nach Bestleistungen im Schwimmen und Fechten. Sie rammt dem Pferd die Hacken rein, schlägt hilflos ein paarmal mit der Gerte auf Saint Boy ein, um ihn in Gang zu bringen. Aber der lässt nicht mit sich reden, ist offenbar total verunsichert und bleibt in seiner Ecke. Am Rande steht eine Frau und schreit durch die Mikrofone weithin hörbar: „Hau richtig drauf!“ Es ist die Bundestrainerin, Kim Raisner. Als ob das was nützen würde!

St. Georg, Kommentar der Herausgeberin Gabriele Pochhammer, 06.08.2021: Eklat beim Fünfkampf – „Hau drauf“ https://www.st-georg.de/news/mehr-sport ... hau-drauf/
Die verstörenden, nicht enden wollenden 3:42 Min. Filmaufnahmen sind z. B. auf den Seiten der ARD Tagesschau¹ und RTL² zu sehen.

Dabei zähle ich allein anhand des Tagesschau-Mitschnitts 15 derbe Hiebe mit der Gerte, einen Faustschlag der an der Bande stehenden Trainerin und 56 Sporeneinsätze unterschiedlichster Intensität, davon mehrere mit gezieltem vorherigen Abspreizen der Unterschenkel zum "Anlauf", um dem Pferd die Dornen mit Wucht in den Bauch zu rammen.

Dass die aufgelöste Athletin völlig gestresst ist und vollkommen die Nerven verliert, ist offensichtlich. Die wiederholten Schreie der Trainerin, die mit einem Fausthieb auch noch selbst gegen das Pferd handgreiflich wird, erhöhen den Stress der Reiterin zusätzlich: "Hau drauf! Hau richtig drauf!"
Das malträtierte panische Pferd verweigert immer wieder; stolpert in die Hindernisse, aber die überforderte Reiterin zieht heulend durch, bis die vierte Verweigerung des Pferdes endlich die erlösende Glocke ertönen lässt - Abbruch wegen Disqualifikation. Pferde können nicht vor Schmerz weinen.

Der Weltverband für Modernen Fünfkampf (UIPM) hat die Bundestrainerin von den aktuellen olympischen Spielen mittlerweile ausgeschlossen. Einsicht?
Die Rechtfertigung von Trainerin und Athletin machen genauso fassungslos wie das Geschehen selbst.

Die Reiterin: Leute können nicht richtig einschätzen, was sie da gesehen haben
Die Reiterin war hinterher um Klarstellung bemüht. Eigentlich würden die deutschen Fünfkämpfer "als sehr einfühlsame Reiter" gelten, sagte Schleu. "Es bricht uns das Herz, dass wir es nicht zeigen können. Ich denke, die Leute können es einfach nicht richtig einschätzen."

RTL, 08.08.2021: Olympia-Aufreger: Heftige Reaktionen nach Fünfkampf-Drama auf dem Pferd https://www.rtl.de/cms/olympia-2021-sch ... 09455.html
Die Trainerin: War doch nur ein "nicht doller Klaps auf den Hintern" - Einsatz von Gerte und Sporen sind legitime "Hilfen" für das Pferd
Die Kritik an ihrem Verhalten sei aber insgesamt "zu hart" gewesen. "Ich weiß, auch dieser Klaps auf den Hintern, der hätte nicht sein müssen, aber der war nicht doll", sagte die 48-Jährige. [...] "Ich bin weit davon entfernt, Tiere zu quälen. Ich liebe Tiere, ich liebe Pferde, genauso wie Annika. Wir verdreschen unsere Pferde nicht." Das Pferd habe in der Situation am Freitag (06.08.2021) "gar nicht" gewollt. "Annika hat das gemerkt und da war einfach Verzweiflung da. Natürlich fordere ich da auf, dass sie als Reiterin die Möglichkeiten, die sie hat, nutzt, und mit den Hilfen, die da sind, versucht, das Pferd aus der Ecke zu bekommen."

ARD Tagesschau, 08.08.2021: Pferd bei Olympia geschlagen: Fünfkampf-Trainerin ausgeschlossen https://www.tagesschau.de/sport/sportsc ... n-101.html
Die Trainerin: "Mal mit der Gerte hinten draufhauen" ist doch keine Quälerei - richtige Quälerei sieht anders aus
"Ich hab gesagt, hau drauf. Aber sie hat das Pferd nicht gequält, in keinster Weise." Es sei jetzt "keine Quälerei", betonte Raisner darüber hinaus, "dass man mal mit der Gerte hinten draufhaut. Sie hat dem Pferd nicht im Maul gerissen. Sie hatte keine scharfen Sporen dran. Pferde quälen sieht anders aus."

KICKER, 06.08.2021: Schleu nach Reit-Drama nur 31. - Werth: "Gebt ihnen ein Fahrrad oder einen Roller" https://www.kicker.de/schleu-nach-reit- ... 54/artikel
Auch wenn die Sporen keine extra angespitzen Spitzen haben, dass gleich das Blut spritzt - zum Selbstversuch nehme man einfach mal zwei Kugelschreiber und ramme sich diese mit der stumpfen Seite mehr als 56 Mal mit unterschiedlicher Wucht links und rechts in die Taille - und zähle dann Anzahl, Form und Farbe der blauen Flecken und freue sich auf den Moment, wenn der Schmerz nach ein paar Tagen wieder vergeht. Jeder Pferdebesitzer weiß, wie empfindlich die Haut der Pferde ist, welche schon auf eine einzelne Fliege mit einem reflexartigen Zittern als Abwehrreaktion antworten. Auf "Hilfen" - was für ein zynischer Euphemismus in diesem Zusammenhang - in Form von mehr fünfzig Sporentritten kann das Pferd da sicherlich gut und gerne verzichten.
Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth kritisierte derweil den Einsatz von Pferden im Modernen Fünfkampf scharf. "Das hat mit Reitsport nichts zu tun, wie wir ihn betreiben und kennen", sagte die erfolgreichste Reiterin der Welt. "Das ganze System muss geändert werden." Das Pferd tue ihr leid, betonte die siebenmalige Olympiasiegerin: "Die Pferde sind ein Transportmittel, zu denen die Athleten keinerlei Bezug haben. Denen kann man genauso gut ein Fahrrad oder einen Roller geben."

KICKER, 06.08.2021: Schleu nach Reit-Drama nur 31. - Werth: "Gebt ihnen ein Fahrrad oder einen Roller" https://www.kicker.de/schleu-nach-reit- ... 54/artikel
Einzelfall bei der diesjährigen Olympiade? Blutig kann nicht nur der Wolf: Der Ritt von Cian O'Connor auf seinem Pferd Kilkenny wurde trotz Nasenbluten des Pferdes mit Husten nicht vorzeitig abgebrochen:
Muss ein Pferd nicht abgeklingelt werden, wenn ihm so viel Blut aus der Nase läuft, dass die Brust eingefärbt ist? Die Antwort: Nein! Zumindest nicht nach geltendem Reglement. [...] Die Weltöffentlichkeit hat heute gesehen, wie dieser Sport mit Tieren so ist. Oben sitzt einer drauf, steuert gegen 1,60 Meter hohe Hindernisse und unten springt dann ein vierbeiniger Athlet ab, dem das Blut aus der Nase läuft. Am Ende ist der Zweibeiner oben drauf nicht ganz happy, weil er Bruchteile einer Sekunde zu langsam unterwegs war. Und der vierbeinige Athlet? Schnaubt und hustet kehlig, die Brust voller Blutspritzer. Kein Bild, das der Weltöffentlichkeit gefallen wird. [...] Die Frage von Nasenbluten ist klar definiert. Es führt nicht zum Ausschluss. [...] Damit ist dem Reiter Cian O’Connor also nichts vorzuwerfen. Während des Parcours hat er wohl nicht bemerkt, dass seinem Pferd Kilkenny beträchtliche Mengen Blut aus den Nüstern kamen. Die Jury kann es nicht übersehen haben. Von den Presseplätzen im leeren Reitstadion war es ab ca. der Hälfte des Parcours gut zu sehen.
Außerdem war zu vernehmen, wie das Pferd mehrfach kehlig hustete.
[...] Schön war das Geräusch nicht. Wie auch? Wenn einem selbst ein Gefäß in der Nase platzt, wird man vermutlich auch [mit] Flüssigkeit im Nasenraum zu tun haben. Und Taschentücher waren gerade nicht zur Hand.

St. Georg, 04.08.2021, Kommentar von Jan Tönjes: Blut im Olympia-Parcours – muss das sein? https://www.st-georg.de/news/springen/k ... -das-sein/
Ach ja, und auf den Tod hat der Wolf auch kein Monopol: Ein vierbeiniges Todesopfer gab es auch wieder zu beklagen.
Der Olympische Geländeritt wird überschattet vom Tod des Pferdes Jet Set. Der Wallach des Schweizers Robin Godel war gegen Ende des Kurses lahm gegangen. In der Klinik wurde beschlossen, ihn von seinen Schmerzen zu erlösen. [...] Der Wallach galoppierte zunächst frisch über die Geländestrecke. Am letzten Wasserkomplex kam das Paar etwas müde an, überwand aber noch ohne Probleme die Hindernisse. Beim Herausreiten aus dem Wasser ging der Braune dann plötzlich nur noch auf drei Beinen. Vorne rechts wollte Jet Set nicht mehr auftreten. Beim Verladen in den Anhänger, der das Pferd sofort in die Tierklinik brachte, musste es von Helfern gestützt werden.

St. Georg, 01.08.2021: Schweizer Pferd Jet Set muss nach Olympia-Geländekurs eingeschläfert werden https://www.st-georg.de/news/vielseitig ... rt-werden/
Der Reiter des Pferdes schrieb noch ein paar Worte zum Abschied auf Instagram:
"In einem Galopp mit nur noch wenigen Sprüngen zwang uns die Verletzung dazu, ihn gehen zu lassen. Jet war ein hervorragendes Pferd, das wieder einmal einen großartigen Geländeparcours absolvierte. Er ging dem nach, was er am liebsten tat: galoppieren und über die Hindernisse fliegen."

St. Georg, 01.08.2021: Schweizer Pferd Jet Set muss nach Olympia-Geländekurs eingeschläfert werden https://www.st-georg.de/news/vielseitig ... rt-werden/
Naja, das Pferd wurde da wohl nicht so genau gefragt, ob es für den Medaillen-Ehrgeiz der Menschen per Transporter und Flugzeug um die Welt jetten und sich in künstlichen Parcours die Haxen brechen will... Was das mit dem bösen Wolf zu tun hat? Der verletzt oder tötet (ob direkt oder indirekt) immerhin nicht aus Ehrgeiz für Medaillen und Trophäen, sondern zu reinen Nahrungszwecken.




¹ ARD Tagesschau, 08.08.2021: Pferd bei Olympia geschlagen: Fünfkampf-Trainerin ausgeschlossen https://www.tagesschau.de/sport/sportsc ... n-101.html
² RTL, 08.08.2021: Olympia-Aufreger: Heftige Reaktionen nach Fünfkampf-Drama auf dem Pferd https://www.rtl.de/cms/olympia-2021-sch ... 09455.html
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

Die Julia, die Julia, die gerade mal wieder zu Wahlkampfzwecken zur Jagd auf den Wolf bläst, fühlt sich auch für den jüngsten Schlachthofskandal in keinster Weise verantwortlich.
Tierschutz sei Ländersache; eigene politische Initiativen nannte das Ministerium nicht. In der Amtszeit von Julia Klöckner gab es sage und schreibe 13 Schlachthofskandale.

ARD Fakt, 17.08.2021: Tierschutzskandal weitet sich aus https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... EzMTc2MmM/
Worum soll sich die Julia denn noch alles kümmern, wenn doch die politische Jagd auf den Wolf alle Ressourcen bindet:
Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will regional die Jagd auf Wölfe eröffnen. Friedliches Miteinander geht anders.
Alle vier Jahre gerät der Wolf ins Fadenkreuz.
[...] Wo er auftaucht, reißt er Schafe und Ziegen, sehr zum Leidwesen der Landwirte. Und das wiederum befördert den Wolf regelmäßig in Wahlkämpfe. So auch jetzt. [...] Aber in Wahlkämpfen hat so ein Tier ohnehin nichts zu sagen, und bei den Bauern kommt die Forderung nach der Flinte gut an. Das dürfte auch Klöckner wissen.

Süddeutsche, 15.08.2021: Schießen ist auch keine Lösung https://www.sueddeutsche.de/meinung/woe ... -1.5383023
Hat diese Metzgerei nicht transportfähige, kranke Tiere zu Lebensmitten verarbeitet? Es meldet sich eine ehemalige Mitarbeiterin. Sie war in der Metzgerei beschäftigt und sah den Zustand der angelieferten Tiere. "Abgemagert, krank - die Kühe hatten teilweise Maden, die aus den Ohren rausliefen. Dicke Entzündungen hinten am Körper."
"Wo sind die Tiere gelandet?"
"Einmal bei der Tierfutterverwertung, aber auch unten an der Metzgerei."
"Das heißt, Sie sagen mir, dass auch solche abgemagerten, heruntergekommenen Tiere dort gelandet sind?"
"Ja."
"Dort, wo die Lebensmittelproduktion stattfand?"
"Genau, ja."
In dem Bildmaterial findet sich nach Informationen von Soko Tierschutz eine seit Stunden verstorbene Kuh, die in die Schlachterei transportiert und abgeladen wird. Das Rind hätte aber in die Tierkörperverwertung gebracht werden müssen. "Die Kunden der Firma Mecke haben jetzt eigentlich die Gewissheit, dass sie 'ne gute Chance hatten, auch Fleisch von Tieren gegessen zu haben, die krank waren, die verletzt waren, die gar nicht hätten transportiert werden dürfen, sogenannte illegale Schlachtungen."

ARD Fakt, 17.08.2021: Tierschutzskandal weitet sich aus https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... EzMTc2MmM/
Kai Braunmiller, Bundesarbeitsgemeinschaft für Tier- und Verbraucherschutz:
Kai Braunmiller sieht in dem Handel mit kranken Tieren ein bundesweites Problem, das selbst engagierte Veterinäre herausfordert. "Also ich denke, dass in nächster Zeit alle Bundesländer hier mal gefordert [sind], die Überwachung hier mal zu überdenken und gerade auch die Sammelstellen und die Wege, verschlungenen Wege, in den Fokus zu nehmen."

ARD Fakt, 17.08.2021: Tierschutzskandal weitet sich aus https://www.ardmediathek.de/video/fakt/ ... EzMTc2MmM/
Wäre also ein Fall für die Julia, aber die schont lieber die Tierquäler und hetzt stattdessen gegen den Wolf. Und wenn das Grillsteak oder das Pferdefleisch in Dosen schön in Marinade und herzhafte Sauce getunkt und gut durchgegart ist, merkt der gewöhnliche Fleischesser auch nicht, was er da verzehrt. Bei Maden (aus den Ohren) soll es sich ja schließlich auch um wertvolles Protein handeln. Und im Gegensatz zu der toten Kuh waren die bei der Schlachtung sicher noch quicklebendig.
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

250 "Familienmitglieder" beim Auszug glatt vergessen:
250 mumifizierte Schweine auf verlassenem Hof entdeckt

In einem Stall in der Gemeinde Garrel hat die Polizei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung 250 tote Schweine entdeckt. Verendet sind sie offenbar schon vor Jahren, nachdem der Bauer weggezogen war. Als Polizeibeamte den Stall am Ortsrand von Nikolausdorf (Landkreis Cloppenburg) öffneten, stießen sie auf skelettierte und zum Teil mumifizierte tote Schweine. Experten des Veterinäramtes mussten die Schädel der Tiere zählen - und kamen auf rund 250.
[...] Nach Angaben des Landkreises Cloppenburg hat der Landwirt vor drei Jahren seinen Betrieb abgemeldet und ist weggezogen. Er soll im Raum Oldenburg leben.

NDR, 10.09.2021: 250 mumifizierte Schweine auf verlassenem Hof entdeckt https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ne730.html
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

Upps, 250 war ja vollkommen untertrieben:
Vor wenigen Tagen hatten die Behörden auf dem verlassenen Hof im Ortsteil Nikolausdorf zunächst 250 mumifizierte Schweine entdeckt. Im Laufe der Ermittlungen gegen den Ex-Landwirt seien andere Hofanlagen überprüft und 600 weitere Kadaver entdeckt worden, so die Polizei.

NDR, 16.09.2021: Ex-Landwirt will 850 Schweine-Kadaver in Garrel entsorgen https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... el246.html
Bei solchen Mengen würde man beim Wolf wohl von Surplus-Killing-Plus mit extra Fleiß-Sternchen sprechen.

Hey, und wenn der Landwirt Glück hat, kommt er auch noch ohne Strafe davon (zumindest was den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz anbelangt):
Das Veterinäramt geht davon aus, dass die 850 entdeckten Schweine bereits im Jahr 2012 verendet sind, wie ein Sprecher NDR Niedersachsen sagte. Damals habe der Landwirt seinen Betrieb offiziell abgemeldet. Ende 2018 habe er zudem seine Rinderhaltung aufgegeben und sei in den Landkreis Oldenburg gezogen. [...] Sollte sich das Jahr 2012 bestätigen, wäre der Tatbestand "Verstoß gegen das Tierschutzgesetz" verjährt.

NDR, 16.09.2021: Ex-Landwirt will 850 Schweine-Kadaver in Garrel entsorgen https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... el246.html
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Re: Familienmitglieder

Beitrag von Nina »

Und huch - vermutlich Lüftung kaputt. Nochmal mehr als 1.000 "Familienmitglieder" verendet:
In einem Mastbetrieb im Landkreis Stade sind 1.130 Schweine verendet. Der Landkreis nannte eine "technische Havarie" als möglichen Grund. [...] Dem Landkreis zufolge ermittelt nun das Kreisveterinäramt, um die genauen Ursachen und mögliches menschliches Versagen etwa bei der Bedienung oder Wartung der Stalltechnik herauszufinden - denn eigentlich sollen Alarmanlagen bei einem Ausfall der Lüftung warnen. Doch auch sie haben offenbar versagt.

NDR, 16.09.2021: Großenwörden: Mehr als 1.100 Schweine in Stall verendet https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ne732.html
Gut, dass es die Julia gibt, die dem Wolf an den Pelz und dem Steuerzahler ans Portemonnaie will - um es weiter großzügig an die Schweinehalter umzuverteilen - freilich unter der Voraussetzung, dass sie immer weiter fleißig Billig-Schweinefleisch produzieren:
Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte am Mittwoch Hilfen für die Schweinehalter angekündigt: So soll unter anderem die Antragsfrist für Corona-Überbrückungshilfen bis Ende Dezember verlängert werden. Außerdem erklärte sie, sich bei der EU dafür einsetzen zu wollen, dass der Höchstbetrag für Beihilfen erhöht wird. Das Land Niedersachsen will Landwirten außerdem Steuerstundungen ermöglichen. Mit dem Handel habe man zudem über Sonderaktionen beim Verkauf von Schweinefleisch gesprochen, sagte Klöckner.

NDR, 16.09.2021: Schweinegipfel mit Klöckner: Halter sehen positives Signal https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... er108.html
Sonderaktionen mit dem Handel? Machen wir doch ein paar Sonderangebote!
Landwirte, die eher alternativ wirtschaften, sowie Umweltschützer warnen indes vor solchen Werbeaktionen - und fürchten eine Verramschung von Schweinefleisch. Sie fordern stattdessen weniger Fleisch zu produzieren. Über eine sogenannte Ausstiegsprämie wurde bei dem Gipfeltreffen auch diskutiert. Klöckner erteilte einer Ausstiegsprämie am Mittwoch eine Absage. Zurzeit liegen rund 260.000 Kilogramm Schweinefleisch in den Lagern der Schlachtbetriebe auf Halde. [...] Hinzu kommt der langfristige Trend, dass die Deutschen immer weniger Schweinefleisch essen.

NDR, 16.09.2021: Schweinegipfel mit Klöckner: Halter sehen positives Signal https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... er108.html
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