1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Themen, die den Wolf im Allgemeinen betreffen.
Wolfs-Theoretiker
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von Wolfs-Theoretiker » 14. Mai 2019, 21:48

Hallo TheOnikra,
guten Abend.

Natürlich rechnet ein Biologe mit einer logistischen Funktion um das Wachstum einer Population zu berechnen. Er ist doch Wissenschaftler.
Also in dem Video beginnt es mit einer exponentiellen Kurve, was meinen Berechnungen entspricht.
Wobei ich eine durchschnittliche geringere Anzahl bei dem adultem Nachwuchs eingesetzt habe.
Mich interessieren nur die Überlebenden.

Zu dem zweiten Link,
da kann ich nur sagen, wenn doch schon alles bekannt ist, warum wird da noch weiteres Geld für weitere Forschungen erwartet.
Hat man das eventuell doch nicht im Griff. Also ich bleibe meiner Theorie treu, bis sich gravierende andere Zahlen von Seiten der NABU zeigen.

nicht für ungut, aber so bin ich ebend.

Grüsse

W.T.

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TheOnikra
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von TheOnikra » 14. Mai 2019, 22:20

Wolfs-Theoretiker hat geschrieben:
14. Mai 2019, 21:48
Natürlich rechnet ein Biologe mit einer logistischen Funktion um das Wachstum einer Population zu berechnen. Er ist doch Wissenschaftler.
Also in dem Video beginnt es mit einer exponentiellen Kurve, was meinen Berechnungen entspricht.
Für Bakterien geeignet und nicht für Wölfe.
Wolfs-Theoretiker hat geschrieben:
14. Mai 2019, 21:48
Mich interessieren nur die Überlebenden.
Preisfrage. Die Kurve stellt die Differenz zw. Geburten- und Sterberate zu bestimmten Zeiten dar. Was ist der Y-Wert wohl.
Wolfs-Theoretiker hat geschrieben:
14. Mai 2019, 21:48
da kann ich nur sagen, wenn doch schon alles bekannt ist, warum wird da noch weiteres Geld für weitere Forschungen erwartet.
Hat man das eventuell doch nicht im Griff. Also ich bleibe meiner Theorie treu, bis sich gravierende andere Zahlen von Seiten der NABU zeigen.
Monitoring ist zum einem Vergeschrieben, zum andern geht es auch um die Flächenverteilung (Wo ist Wolfsgebiet)
Außerdem beruht deren Arbeit auf Messungen, nicht auf Prognosen.
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Dr_R.Goatcabin
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von Dr_R.Goatcabin » 14. Mai 2019, 22:36

Wolfs-Theoretiker hat geschrieben:
14. Mai 2019, 21:48
Natürlich rechnet ein Biologe mit einer logistischen Funktion um das Wachstum einer Population zu berechnen. Er ist doch Wissenschaftler.
Also in dem Video beginnt es mit einer exponentiellen Kurve, was meinen Berechnungen entspricht.
Richtig, es beginnt damit. Wenn man die Sache nicht nur solange betrachtet, bis es gerade noch günstig erscheint, dann wird jedem offensichtlich, dass für jedes Lebewesen Grenzen in der Ausbreitung gesetzt sind - abnehmender Lebensraum, dafür zunehmende Konzentration an Giftstoffen und Nahrungskonkurrenten, um einfach bei den Bakterien zu bleiben (für die dieses fundamentale Gesetz keine Ausnahme macht). Lutra hat das nach Deiner ersten Mappe noch mal klar gemacht, wenn auch vielleicht zu zurückhaltend.

Die offiziellen Stellen machen ihre Sache schon gut genug, weshalb da auch keine eigenen Zahlendreher notwendig sind. Kann jeder machen, muss er aber nicht. Und es hat einen Grund, weshalb nicht adulte Wölfe nicht mitgezählt werden. Höhere Sterblichkeit, unklare Beweislage ob seltenerer/nicht vorhandener Sichtungen (ergo Schätzung).
"Though this be madness, yet there is method in 't ..."

Wolfs-Theoretiker
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von Wolfs-Theoretiker » 15. Mai 2019, 00:24

Hallo Dr_R.G.
danke für das Feedback.
Bin Rentner, brauche morgen keine Brötchen verdienen, sondern dieselben nur beim Bäcker holen, deshalb bin ich nicht so zeitig im Bett.
Es ist eine Freude für mich, zu Lesen, was da alles eine Rolle spielt. Ja ich weiß, das ist noch lange nicht alles.

Ich würde niemals eine der offiziellen Stellen anzweifeln, das steht keinem zu. Das Wolfsmonitoring bei uns ist erste Sahne oder so.
Habe die Berechnung eigentlich nur zur eigenen Information gemacht, wollte aber auch die herumschwirrenden irrigen Zahlen,
auf ein den Tatsachen entsprechendes Maß zurückführen. Denn ein Teil der Medien übernehmen da öfter Zahlen und Zitate,
wobei sie ihre Hände in Unschuld waschen, weil die Zahlen sind ihnen zugeflogen und die Zitate sind von Informanten,
welche nicht genannt werden können. Ja und das Internet ist eh geduldig oder es wird anonym was rausposaunt.
Selbst hier im Forum gibt es Zahlen, da muß auch ich mit dem Kopf schütteln,
also deswegen meine nachvollziehbare und für jeden unwissenden Otto Normalverbraucher verständliche Tabelle.
Würde mich freuen zu erfahren was daran so falsch ist, Auch ich mußte mir eine Dunkelziffer einfallen lassen,
ähnlich dem letzten Satz in Deinem Feedback.
So nun habe ich aber wirklich die Nase voll vom Tippen.

Gute Nacht und bis bald mal wieder für Dich und für alle Leser

W.T.

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TheOnikra
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von TheOnikra » 15. Mai 2019, 00:59

Wolfs-Theoretiker hat geschrieben:
15. Mai 2019, 00:24
Würde mich freuen zu erfahren was daran so falsch ist, Auch ich mußte mir eine Dunkelziffer einfallen lassen,
ähnlich dem letzten Satz in Deinem Feedback.
Der Fehlerbereich wird mit jedem Jahr größer. Schau mal was im 2100 ist. Das ist gegen jede Logik.
Auch einfach mit dem lim(x->unendlich) zu erkennen. Alternativ auch über die Bestimmung der Wendepunke. Ganz einfach überdie 2. Ableitung der Funktion.
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wasserwerker
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von wasserwerker » 15. Mai 2019, 06:54

Moin, also die gesamte Diskussion können wir uns eigentlich schenken, weil ein kleiner Dreher in der Formel die Zahlen signifikant verändern. Über was sprechen wir?
Deutscher Jagdverband 1200 Wölfe
Onikra (keine Ahnung, mag nicht blättern) 400 Wölfe
Wolfstheoretiker 700 Wölfe
Sonstige Wolfsstreichler < 400 Wölfe (was weiß ich)
Was ich nur sehe ist, dass die einen die Zahlen nutzen um zu sagen, "also bei so wenig muss man(n) doch nicht reduzieren" Also ein Spiel auf Zeit.
Die anderen sagen "es sind bereits zu viele, ergo muss reduziert werden"
Das heißt, die Statistik und Mathematik wird zur Unterstreichung einer emotionalen Diskussion verwendet. Und wir sind uns doch alle klar darüber, dass jeder Statistk-Droktorant die jeweilige Argumentation in der Luft zerreißen kann, ohne sich groß anzustrengen.

Ich glaube der Argumentation des Jagdverbandes, weil es meiner Strategie unterstützt. Die Wolfsstreichler glauben halt was anderes. Aber und das ist das Fazit, keine der Statistiken bildet die Wahrheit über die Anzahl der Wölfe in Deu ab.

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TheOnikra
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von TheOnikra » 15. Mai 2019, 15:42

wasserwerker hat geschrieben:
15. Mai 2019, 06:54
Moin, also die gesamte Diskussion können wir uns eigentlich schenken, weil ein kleiner Dreher in der Formel die Zahlen signifikant verändern. Über was sprechen wir?
Der Fehler wird bei der Falschen Formel unendlich. Rechne mal für 2100 Das sind vieeeeele Nullen entspricht etwa 2-3 Wölfen pro m² und die andere etwa 4000 Wölfe auf ganz Deutschland.
So viel zur Rechnung.

Die offiziellen Wolfszahlen sind immer noch hier zu finden:
https://www.dbb-wolf.de/

Auch zu beachten ist ob nach den geschlechtsreifen Wölfen fragt oder die Gesamtzahl (Welpen werden auf grund der Sterblichkeit erstmal nicht mitgezählt. Erst wenn es Jungwölfe sind.
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von Wolfs-Theoretiker » 16. Mai 2019, 03:27

Hallo Wasserwerker,

der Link von TheOnikra ist schon richtig.
Der Erklärungsversuch in allen Ehren, aber ist sicher was für Biologen.

Und um es kurz zu machen, https://www.dbb-wolf.de/ gibt da reichlich Auskunft, auch wenn Du Dich etwas durchklicken mußt.
Da wird so gut wie jede Wolfsfrage beantwortet, aber auch darauf hingewiesen, daß es sich noch durch nachträgliche Meldungen
verändern kann. Aber wenn Du nochmal ein oder zwei Diagramme sehen wilst, welche für das Wolfsjahr 2018/19 die Zahlen enthalten,
dann mache ich Dir was fertig, kannste ausdrucken und jeder Zeit zur Hand. Kannste auch erkennen, daß es mit der schnellen Rudel-
vermehrung auch nicht wirklich gut geht, denn meiner Meinung nach hängen sich die Rudel viel zu nahe auf der Pelle.
Auch werden in letzter Zeit die Meldungen häufiger, daß tote oder verletzte Wölfe aufgefunden oder eingefangen wurden, welche eindeutig
von Wölfen todgebissen oder tödlich verletzt wurden. Und nicht nur tote Jungwölfe, sondern auch Altwölfe. Also da ist was im Busch,
wie es im Volksmund so schön heißt. Wenn die sich nicht verteilen, dann haben die echt Nachbarschafts kämpfe.
Auf diesem engen Raum in BB,SN und NS ist das Gro aller BRD-Wölfe und im Dreiländereck sind sicher auf polnischer Seite
auch so viel wie in Sachsen und auch auf der Seite von Tschechien gibt es auch Wölfe.
Die BRD-Wölfe wollen da nicht weg, wo sie jetzt sind, weil wenn sie sich erst mal niedergelassen haben, dann bleiben sie in ihrem Revier.
Nur der Nachwuchs zieht ab oder so, wobei wenn sich die Bengels fügen, dann dürfen sie auch länger bei Mutter bleiben. Ha, Ha, Ha.
Was ich sagen will, zur Zeit haben die Wölfe echten Stress, die Rudelneubildung ist rückgängig. Gegenüber dem Jahr 2016/17 wo 16 Rudel
hinzu kamen, war dann das so bejubelte Jahr 2017/18 schon eine kleiner Rückschritt, den da sind nur 13 Rudel hinzu gekommen.
Doch im Jahr 2018/19, wo jetzt erst die so gut wie feststehenden Zahlen bekannt gemacht wurden, da haben wir leider kein Hinzu,
sondern 13 Rudel weniger als im Vorjahr, was heißt es sind dem entsprechend auch etwas weniger Habitatswölfe, also im Vorjahr 365
und jetzt 300. Das heißt auch, es sind ca. 39 oder 40 Nachwuchswölfe weniger, also die brauchste schonmal nicht mehr berücksichtigen.

Und ob sich zu den bis jetzt vorhandenen Rudel noch wirklich viele hinzugesellen, da habe ich so meine Bedenken.
Willste mal was hören, was Frauen in einer Wolfs-Website sagen. Ich denke willste nicht, aber egal, jetzt mußte.

Gabriele Schöll-Ernst sagt:
Raubtiere verteidigen ihr Revier! Das ist natürlich. Da kann man leider nichts ändern.
Aber es müssen Übergänge auf Autobahnen gesichert werden. Zum Glück hatten wir noch nie einen Wildunfall,
obwohl wir am Wald vorbei müssen. Der natürlich auch nicht gesichert ist. Es ist sehr anstrengend aufzupassen,
dass kein Tier heraus geschossen kommt. Wölfe zu töten ist ein Straftatbestand.
Egal was Politiker oder Juristen hier zusprechen. Es ist und bleibt Wilderei!
Ich hoffe es wird irgendwann nicht mehr von Problem Wölfen gesprochen, die nun mal Raubtiere sind.
Es muß von Problem Menschen gesprochen werden. (wie soll ich das verstehen? Sollen wir entnommen werden oder was? W.T.)

Renate Spors sagt:
die Menschen machen alles zum Problem was ihnen nicht paßt, dabei ist der Mensch für unseren Planeten das große Problem.
Die Wölfe verteidigen ihr Revier, das ist normal. Wenn aber Wölfe und andere Wildtiere durch den Straßenverkehr zu Opfer werden,
dann ist hier Abhife zu schaffen, das ist unsere Verantwortung.
(igitt, igitt, nicht auf der Straße Verkehr haben, das ist doch obszön..., und ob das zön ist, naja kann man sehen wie man will. W.T.)

Noch ein kleines Bildchen und meine Diagramme, Schüüüs W.T.
172.jpg
Diagramm3.pdf
Diagramm3.3.pdf
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wasserwerker
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von wasserwerker » 16. Mai 2019, 06:33

Gabriele Schöll: Die hat einen großes geistiges Defizit in Sachen Recht! Für Wilderei fehlt der Vorsatz und weiteres ist im § 292 StGB zu finden, ist mir zu müßig darauf einzugehen. Was mir allerdings an der (meiner Meinung nach) leicht verwirrten Dame gefällt, Sie ist in Ihren Forderungen sehr konsequent. Nur das es die "Krone der Schöpfung" betrifft, finde ich ziemlich daneben!

Renate Spors: hat einen ähnlichen Fehler. Wenn man in dem kleinen Lesebespiel die Wörter tauscht, Wolf gegen Mensch, dann passt es wieder.
Wer den Wolf über den Menschen stellt, der sollte sich mal untersuchen lassen.

WT vielen Dank für den langen Text und die Erklärung.

Vielleicht wäre es mal wirklich interessant die einzelnen Mengen der unterschiedlichen Meinungsträger aufzulisten.

W.T. nochmals vielen Dank, aber das Frühstücksei und frische Brötchen warten, Dir einen erfolgreichen Tag.

Lutra
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Re: 1.000 Wölfe in Deutschland, und dann???

Beitrag von Lutra » 16. Mai 2019, 07:44

Problem-Wölfe und Problem-Menschen? Von der zweiten Sorte gibts sicher wesentlich mehr.

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