Nützlichkeit des Wolfs

Themen, die den Wolf im Allgemeinen betreffen.
Erklärbär
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Erklärbär » 15. Mär 2019, 13:33

Redux hat geschrieben:
15. Mär 2019, 05:06
Falsch dieser ganze lächerliche Nützlichkeitesfetischismus ist von dir aufgeworfenen worden um einen vermeintlichen Hebel gegen eine diesem turbokapitalitischen Denken entfernten Natur zu haben. Wir haben dir schon genügend Punkte für die Nützlichkeit des Wolfes genannt die du nicht akzeptieren möchtest. Und nein man muß dir das offensichtliche nicht beweisen, wozu auch ? Ich werde mich mit derart hanebüchen Schmarn nicht beschäftigen. Wozu auch deine Absicht ist ohnehin nicht der der Erkenntisgewinn sondern die Propaganda.
Jetzt mach Dich doch nicht permanent lächerlich. Die Frage der Nützlichkeit des Wolfes wurde von Nina aufgeworfen. Beweise wurden nicht geliefert.

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Redux
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Redux » 15. Mär 2019, 14:25

Blödsinn Nina hat lediglich den Threat gestartet. Außerdem wie gesagt man braucht das Offensichtliche nicht zu beweisen
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harris
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von harris » 15. Mär 2019, 14:47

...aber nur wenn Nina das sagt...

Erklärbär
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Erklärbär » 15. Mär 2019, 14:55

harris hat geschrieben:
15. Mär 2019, 14:47
...aber nur wenn Nina das sagt...
:lol:

Genau so ist es.

Jeder stellt hier lächerliche Behauptungen auf. Nur ich soll was Offensichtliges beweisen.

Organische Substanz wie tote Rehe, Wildschweine und oho tote Wölfe liefern den Nährboden für Pilze; Pflanzen und die wiederum für Tiere.

Und wo Säugetiere oder Menschen viel Pipi und Kaka machen, wachsen gerne Stickstoffzehrer wie Brennesseln. Die wiederum bilden die Nahrungsgrundlage für kleine Füchse. Soll ich das beweisen? Mach ich gerne, wenn es da berechtigte Zweifel gibt. Lautes LOL.

Nina
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Nina » 15. Mär 2019, 17:37

Die Belege für die Nützlichkeit des Wolfs sind hinreichend erbracht - mit sachlichen Begründungen und mit Quellenangaben.

Der Erklärbär dagegen bietet leider nichts außer Pöbeln, Herumalbern, bloßes Leugnen als Gegen-"Argument" und permanentes Wiederholen der eigenen simplen Weltanschauung als "Beweis". Weder diese Vorgehensweise noch die mit einem "lauten LOL" versehenen euphorischen Gedankenspiele über die eigenen Fäkalien sind als Beweis dafür geeignet, dass der Wolf keinen positiven Effekt auf die Ökosysteme hätte.

Was der Erklärbär hier betreibt, kannte man schon im antiken Griechenland und nennt sich Argument "ad nauseam" (lateinisch "bis zur Übelkeit, bis zum Brechreiz").
Auf eine ganz ähnliche Strategie verlässt sich eine Argumentationsform, die nach dem üblen Gefühl benannt ist, das sich nach endloser Wiederholung desselben oft einstellt: ‚ad nauseam‘, lat. für ‚bis (zur) Übelkeit‘ [...]. Der Anwender einer Ad-nauseam-Argumentation macht sich nicht die Mühe, seine Behauptung mit einer Begründung zu versehen – er wiederholt sie einfach so lange, bis niemand mehr widerspricht.

HOHE LUFT, Philosophie-Zeitschrift, 06.07.2016: Na logisch! Die Ad-nauseam-Argumentation https://www.hoheluft-magazin.de/2016/07 ... mentation/
Verbunden wird diese "bis zum Brechreiz" wiederholten Aussage mit einem Sophismus, der als "argumentum ad ignorantiam" bezeichnet wird.
Weil als Kriterium für die Beurteilung von Sinn, Plausibilität oder Richtigkeit einer These das eigene (vermeintliche) Nichtwissen, Nichtverstehen oder Nichteinsehen eingesetzt wird, wird dieser Fehlschluss ‚Argument ad ignorantiam‘ – von lat. ‚aus Unwissen‘ – oder ‚Fehlschluss aus persönlichem Unglauben‘ genannt. Er tritt dann auf, wenn eine These für falsch erklärt wird, weil sie bisher noch nicht bewiesen wurde oder umgekehrt für richtig erklärt wird, weil sie bisher nicht widerlegt wurde.

HOHE LUFT, Philosophie-Zeitschrift, 06.07.2016: Na logisch! Der Ad-ignorantiam-Fehlschluss https://www.hoheluft-magazin.de/2016/06 ... hlschluss/
Der Erklärbär mit seinen unendlichen Wiederholungen - freilich ohne selbst einen Beleg für seine kruden Thesen oder wenigstens einen Versuch einer plausiblen Erklärung liefern zu können - kombiniert gleich beide Argumentationsphänomene:
Weil die Ad-nauseam-Argumentation nur die Argumentationsweise betrifft, tritt sie in ganz unterschiedlichen Formen auf: In Verbindung mit einem Argument ad ignorantiam kann sie sich etwa als Versuch darstellen, das Gegenüber in einen ständigen Antwortzwang zu verwickeln. Unter Vortäuschung von Interesse wird auf jede gegebene Antwort wieder eine Frage gestellt, während die gegebenen Antworten ignoriert werden.

HOHE LUFT, Philosophie-Zeitschrift, 06.07.2016: Na logisch! Die Ad-nauseam-Argumentation https://www.hoheluft-magazin.de/2016/07 ... mentation/


Hat man diese Mechanismen erst einmal erkannt und aufgedeckt, verlieren sie schnell ihre Wirkung:
Wir sollten uns nicht durch die endlose Wiederholung abschrecken lassen. Manchmal reicht ein einfacher Hinweis, um die Selbsthypnose abzubrechen, in die die Ad-nauseam-Argumentation ihren Anwender mitunter führt: Auch wenn wir es hundertmal behaupten – bloß durch Wiederholung der Behauptung wird aus einer Mücke noch kein Elefant.

HOHE LUFT, Philosophie-Zeitschrift, 06.07.2016: Na logisch! Die Ad-nauseam-Argumentation https://www.hoheluft-magazin.de/2016/07 ... mentation/
Folglich wird der Erklärbär auf andere Argumentationsformen ausweichen müssen. Als nächstes folgt vermutlich wieder einmal das bekannte und gern verwendete Scheinargument "argumentum ad personam", das der Philosoph Arthur Schopenhauer als "letztes Mittel" im Streigespräch wie folgt beschrieben hat:
„Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.“
Na, dann mal ran an die Tasten! 8-)

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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Erklärbär » 15. Mär 2019, 19:42

LOL. Du lenkst ab.

Statt Deine Thesen stichhaltig zu belegen, fängst Du an, rumzustänkern und zu provozieren. Andere lächerlich zu machen, damit hast Du ha viel Erfahrung.

Aufgrund Deiner Überheblichkeit merkst Du auch gar nicht, wie schwachsinnig und banal Deine Thesen sind. Oder Du weisst es und möchtest davon ablenken. Auch plausibel.

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Redux
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Redux » 15. Mär 2019, 20:18

@ Nina Genauso sieht es aus. :lol: :lol: :lol:
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Erklärbär » 15. Mär 2019, 20:40

Nina hat geschrieben:
6. Mär 2019, 14:57
Welchen Nutzen hat der Wolf im Ökosystem?

Der direkte Einfluss des Wolfes ist mittlerweile vielen bekannt:

Zum einen übt er Einfluss auf die Vitalität seiner Beutetiere aus, in dem er bevorzugt die Wildtiere reißt, die er einfach und mit geringem Risiko für erbeuten kann: Alte, junge, schwache und kranke Tiere. Zum anderen nimmt der Wolf auch Einfluss auf das Verhalten der Tiere und damit indirekt auf die Pflanzen, von denen sich diese ernähren.¹

Der Wolf ist nicht nur Gegenspieler von Reh-, Rot- und Damwild, sondern auch von Schwarzwild, dessen Schäden jährlich auf 17 Mio. € beziffert werden.
Mittlerweile geben diverse Landesregierungen Millionenbeträge von Steuergeldern an Jäger aus, damit diese Ausbreitung des Schwarzwilds eindämmen. Der Wolf erledigt diese Arbeit umsonst, worauf ich im Folgebeitrag näher eingehen werde.

Desweiteren bieten Reste von Kadavern einer Vielzahl von anderen Wildtieren eine Nahrungsgrundlage, wie zum Beispiel Greifvögeln und Füchsen, aber auch Winternahrung für kleinere Vögel sowie eine Nahrungsgrundlage und Lebensraum für eine Vielzahl von aasvertilgenden Insekten.¹

Und das setzt sich bei weiteren Arten fort:
Die Aasreste der Raubtiere liefern Mikroben, Pilzen und Pflanzen wertvolle Nährstoffe und bilden so Flecken besonders reichen Wachstums, wie die Forscher jetzt in der Fachzeitschrift „Ecology“ berichten.

Scinexx, 03.11.2009: Top-Räuber fördern Artenvielfalt auf unerwartete Weise https://www.scinexx.de/news/geowissen/t ... ete-weise/
Der Boden an den Aas-Fundstellen enthielt 100 bis 600 Prozent mehr anorganischen Stickstoff, Phosphor und Kalium als die Böden der Kontrollstellen. Zudem registrierten die Forscher dort 38 Prozent mehr bakterielle und pilzliche Fettsäuren, ein Indiz für erhöhtes Wachstum dieser Organismen. Prinzipiell war es nicht überraschend, dass Nährstoffe aus toten Tieren in den Boden gelangen. [...] Doch das Erstaunliche kam dann: Denn auch die Pflanzen in der Umgebung der Aas-Fundstellen enthielten 25 bis 47 Prozent mehr Stickstoff in ihrem Gewebe als die der umliegenden Flächen.

Scinexx, 03.11.2009: Top-Räuber fördern Artenvielfalt auf unerwartete Weise https://www.scinexx.de/news/geowissen/t ... ete-weise/
Weil die besonders nahrhaften Pflanzen auch für Pflanzenfresser attraktiv sind, verstärkt sich der Effekt durch ihre Ausscheidungen und weitere Risse an diesen Stellen.
Letztlich bildet sich dadurch im Laufe der Zeit ein Hotspot der Artenvielfalt aus, eine Stelle im Wald, an der besonders reichhaltige Nahrung für verschiedene Pflanzen und Tiere zu finden ist.

Scinexx, 03.11.2009: Top-Räuber fördern Artenvielfalt auf unerwartete Weise https://www.scinexx.de/news/geowissen/t ... ete-weise/

¹ Naturskyddsföreningen: Vargen behövs i en balanserad natur https://www.naturskyddsforeningen.se/va ... -i-naturen
Deine "Beweisführung" fußt auf einem populärwissenschaftlichen Pamphlet ohne genaue Quellenangabe. Ohne Autoren. Vielleicht war es denen zu peinlich.

Was soll das sein?
Michigan Technological University, 03.11.2009 – 

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Dr_R.Goatcabin
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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Dr_R.Goatcabin » 15. Mär 2019, 20:47

Follow-up: Montgomery, Robert A., Vucetich, John A., Roloff, Gary J., Bump, Joseph K. und Peterson, Rolf O. (2014): Where Wolves Kill Moose: The Influence of Prey Life History Dynamics on the Landscape Ecology of Predation. DOI: 10.1371/journal.pone.0091414.

Abstract
The landscape ecology of predation is well studied and known to be influenced by habitat heterogeneity. Little attention has been given to how the influence of habitat heterogeneity on the landscape ecology of predation might be modulated by life history dynamics of prey in mammalian systems. We demonstrate how life history dynamics of moose (Alces alces) contribute to landscape patterns in predation by wolves (Canis lupus) in Isle Royale National Park, Lake Superior, USA. We use pattern analysis and kernel density estimates of moose kill sites to demonstrate that moose in senescent condition and moose in prime condition tend to be wolf-killed in different regions of Isle Royale in winter. Predation on senescent moose was clustered in one kill zone in the northeast portion of the island, whereas predation on prime moose was clustered in 13 separate kill zones distributed throughout the full extent of the island. Moreover, the probability of kill occurrence for senescent moose, in comparison to prime moose, increased in high elevation habitat with patches of dense coniferous trees. These differences can be attributed, at least i part, to senescent moose being more vulnerable to predation and making different risk-sensitive habitat decisions than prime moose. Landscape patterns emerging from prey life history dynamics and habitat heterogeneity have been observed in the predation ecology of fish and insects, but this is the first mammalian system for which such observations have been made.
Wie man sieht.

[…]
Zuletzt geändert von SammysHP am 15. Mär 2019, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: .
"Though this be madness, yet there is method in 't ..."

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Re: Nützlichkeit des Wolfs

Beitrag von Erklärbär » 15. Mär 2019, 22:27

Interessantes paper zweifellos, doch was soll das zur Frage nach der Nützlichkeit von Wölfen helfen? Das zu klären war ja nicht die Fragestellung der Studie.

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