Luchse in Bayern

Themen über frei lebende Bären und Luchse in Europa (keine Gehegetiere).
Benutzeravatar
Grauer Wolf
Beiträge: 4521
Registriert: 6. Okt 2010, 17:04

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von Grauer Wolf » 7. Sep 2017, 18:25

TheOnikra hat geschrieben:
7. Sep 2017, 17:10
...Mal sehen wie sich die da rauswinden wollen und sei es doch nur um sie etwas zu beschäftigen.
Das interessiert die gar nicht. Ich habe mal einem FDP-Politiker geschrieben und sein Pamphlet (Verbreitungskontrolle, Jäger sind hochqualifizierte Fachkräfte etc. pp.) nach den aktuellen ethologischen Erkenntnissen fachlich in Stücke gerissen. Als Anwort kam nichtssagendes Blabla.

Zwei Möglichkeiten:
a) Der hat meine Mail gar nicht gelesen und nur ein Formschreiben auf das Stichwort "Wolf" zurückgeschickt oder
b) Der hat überhaupt nicht verstanden, was ich ihm erklärte, weil's eben ethologisch fundiert war und kein "Jäger"blabla.

Letztlich war's nur Energieverschwendung, auf so einen Ignoranten der Anti-Wolf-Fraktion überhaupt einzugehen... Die meisten Politiker labern nur ihrer Lieblingsklientel nach dem Mund und das war's dann auch schon...

Gruß
Wolf
"Lernt mit uns zu leben, denn wir sind nicht mehr viele..."
Canis lupus

"Gesegnet ist das Land, in dem viele Wölfe laufen..."
Sprichwort der Comanches

Benutzeravatar
Grauer Wolf
Beiträge: 4521
Registriert: 6. Okt 2010, 17:04

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von Grauer Wolf » 12. Sep 2017, 08:36

Der nächste tote Luchs: Geköpft und Pfoten abgeschnitten.
Na, wer steckt wohl dahinter, hinter diesem ungeheuren Haß auf diese Tiere. Da muß man nicht dreimal raten, da reicht einmal! :x
„Riesiger Schaden für die internationale Zusammenarbeit im Artenschutz“

Eigentlich schreiben wir auf Wolfsmonitor fast ausschließlich über Wölfe. Doch auch einem anderen großen Beutegreifer, dem Luchs, wird manchmal arg zugesetzt. Luchs „Alus“ zum Beispiel wurde nun im bayerischen Schneizlreuth (Landkreis Berchtesgadener Land) tot aus dem Saalachsee geborgen. Der Kopf und die Vorderpfoten des Tieres waren abgetrennt.
http://wolfsmonitor.de/?p=10391

Deutschland hat offensichtlich ein Wildererproblem und zwar kein kleines!

Gruß
Wolf
"Lernt mit uns zu leben, denn wir sind nicht mehr viele..."
Canis lupus

"Gesegnet ist das Land, in dem viele Wölfe laufen..."
Sprichwort der Comanches

Schattenwolf
Beiträge: 693
Registriert: 7. Jan 2016, 20:06

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von Schattenwolf » 12. Sep 2017, 15:22

War bestimmt wieder mal ein Sportschütze,Schäfer oder einer der vielen Illegalen Waffenbesitzer.Schlagfallen kann auch jeder kaufen. Sarkasmus Modus Ende.
Schattenwolf ehemals Direwolf.

Benutzeravatar
Lone Wolf
Beiträge: 352
Registriert: 15. Dez 2012, 13:02

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von Lone Wolf » 12. Sep 2017, 20:32

Diese feudale Arroganz im Umgang mit geschützten Arten ist einfach widerlich. Ich wüßte wo ich ansetzen würde mit Ermittlungen.
In der ganzen Natur ist kein Lehrplatz, lauter Meisterstücke
Johann Peter Hebel

wolfsam
Beiträge: 316
Registriert: 20. Aug 2015, 09:53

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von wolfsam » 13. Sep 2017, 11:58

Solange wir keine übergeordnete Ermittlungsbehörde und -truppe haben, werden wir leider nicht weiter kommen. :evil: Der Filz ist einfach viel zu groß oder das Selbstbewusstsein viel zu klein. :shock:

Benutzeravatar
Richard M
Beiträge: 500
Registriert: 31. Jan 2015, 17:13
Wohnort: Landkreis Augsburg

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von Richard M » 20. Sep 2017, 14:37

Der nächste tote Luchs, überfahren im Bayerischen Wald auf der B12 zwischen Herzogsreut und Philippsreut am letzten Samstag gegen 18:10 Uhr.
http://www.pnp.de/lokales/landkreis_fre ... ahren.html
Wenn man sich die Straße aus der Luft anschaut sieht man, dass links und rechts der Wald meist bis zur Straße geht, vorsichtige Fahrweise ein absolutes Muss wäre. Aber viele Menschen in der heutigen Gesellschaft mit Stress, Hektik und ständigem Streben nach Optimierung der menschlichen Effizienz scheren sich halt einen Dreck darum, wie die Wildtiere sicher über die Straße kommen :( .

Benutzeravatar
Richard M
Beiträge: 500
Registriert: 31. Jan 2015, 17:13
Wohnort: Landkreis Augsburg

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von Richard M » 17. Okt 2017, 08:32

Nachdem auf der B12 zwischen Herzogsreut und Pilippsreut immer wieder Luchse totgefahren werden, fordert der LBV das Landratsamt Freyung-Grafenau auf, die Einführung eines Tempolimits von 60 km/h durch das 10 km lange Waldstück zu prüfen: http://www.pnp.de/lokales/landkreis_fre ... r-B12.html
Die verächtlichen Kommentare unterhalb des Artikels machen mich immer wieder starr vor Schreck. Der Hass dieser Menschen auf die Natur und ihre Geschöpfe ist einfach nur krank.
Ich frage mich oft, was das autonome Fahren macht, wenn ein Wildtier dem Auto zu nahe kommt. Wird das Auto versuchen, das Totfahren zu verhindern? Ich werde mich auf keinen Fall in so ein Fahrzeug setzen, wo ich tatenlos der Tötung von Fuchs, Eichhörnchen, Marder... zuschauen muss.
In dem Buch "Fox Craft - Die Magie der Füchse" heißen Straßen übrigens Todesweg und Autos sind Zerquetscher. Ich bin erst bei Seite 73, kann mich aber gut in die Füchse und deren Probleme mit uns Pelzlosen reinversetzen.

Benutzeravatar
TheOnikra
Beiträge: 384
Registriert: 30. Jan 2016, 10:06

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von TheOnikra » 17. Okt 2017, 11:30

Denn in fast 80 Prozent aller Wildunfälle tauche das Tier nur etwa 20 Meter vor dem Fahrzeug auf. "Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometer mit einem Bremsweg von 35 Metern wird so die Gefahr eines Wildunfalls drastisch gesenkt"
Also werden doch nur 20% der Wildunfälle verhindert? Begründungen waren auch schon mal besser und die braucht es um ein Tempolimit in Deutschland einführen. Problem wird da auch die Einhaltung eines Limits sein, aber dazu hatten wir hier schon öfter mal was.

@Richard M
Zu selbstfahrenden Autos und ihrer "Moral" gibt hier einen Test wie sich das selbstfahrende Auto entscheiden soll.
http://moralmachine.mit.edu/hl/de
Ansonsten, wenn es technisch möglich ist wird auf jeden Fall abgebremst, aber Ausweichmanover die einen selber gefährden ...nein.
Zumindest die Einhaltung des Tempolimit wird dann kein Problem mehr darstellen.
Die Welt ist für alle da!

Benutzeravatar
Lone Wolf
Beiträge: 352
Registriert: 15. Dez 2012, 13:02

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von Lone Wolf » 17. Okt 2017, 12:45

Ich finde Tempolimits von 60 km/h außerorts 24h am Tag und über lange Strecken wie 10km wenig zielführend. Menschen sind individuell unterschiedlicher Meinung, ob etwas sinnvoll ist oder nicht, erachtet man es nicht als sinnig, akzeptiert man lieber eine mögliche Strafe und verstößt dagegen. Darüber mag man Jammern, die Realität bleibt und Tiere sterben. Besser wäre es, wenn für Tiere bzw für bekannte Routen von abwandernden Tieren/ Beutegreifern aus Geburtsrevieren andere Querungsmöglichkeiten geschaffen werden, die bei ordentlicher Planung auch gut und gern genutzt werden. Insbesondere bei breiten oder gar viersprigen Bundesstraßen/AB.
Zäune oder auch breitere gerodete Streifen längs der Fahrbahn wären nur einige Möglichkeiten, Tiere auf die Nutzung dieser Wildbrücken zu konditionieren. Die gerodeten Flächen können ausgeglichen werden. Wir brauchen endlich grüne Wanderkorridore die größere Naturgebiete bzw Ökosysteme deutschlandweit miteinander verbinden.
Es gibt immer eine Lösung. Nichts ist alternativlos... Außer eben sterben...
Grüße
LW
In der ganzen Natur ist kein Lehrplatz, lauter Meisterstücke
Johann Peter Hebel

zaino
Beiträge: 1053
Registriert: 20. Mai 2015, 23:39
Kontaktdaten:

Re: Luchse in Bayern

Beitrag von zaino » 17. Okt 2017, 13:09

Bei uns gibts nur sehr wenige dieser Wildbrücken, im Gegensatz zu manch anderen Ländern, ist mir mal aufgefallen.
Doch immer die billigste Lösung, von der schwarz-braun-lodengrünen Zunft hier so gewollt?

Antworten